Kryptowährungen: Janet Yellen wetzt die Messer

Bernstein BankCrypto-Bullen gehen in die Knie: US-Finanzministerin Janet Yellen will eine stärkere Regulierung von E-Devisen. Das ist keine wirkliche Neuigkeit. Aber eine Konkretisierung der bisherigen feindlichen Linie.

Da Bitcoin zudem an der wichtigen Marke von 30.000 Dollar hängt, schickt die News viele Käufer auf die Bretter.

 

Yellen will mehr Regulierung

Jetzt geht es in den USA wohl bald ans Eingemachte in Sachen Kryptowährungen: Laut einem Bericht der „Financial Times“ will Yellen eine verstärkte Regulierung der E-Devisen.

Außerdem brauche es schnelle Handlungen in Sachen Stablecoins – das sind digitale Währungen, die mit echtem Geld der Notenbanken unterlegt sind. Also die Konkurrenten von Bitcoin, Ether und co.

Soll heißen: Die USA wollen eine eigene digitale Währung, deren Weg von Käufer zu Verkäufer sie über die Blockchain genau überwachen kann; und die Administration hält nichts von unregulierten Cryptos.

Wer hätte das gedacht – wir haben vor dieser Entwicklung schon seit langem gewarnt. Die (Geld-)Politik mag keine unkontrollierbare Konkurrenz. Und Yellen hatte sich in den vergangenen Monaten immer wieder negativ über Krypto-Währungen geäußert.

Wie es aussieht, werden die Bullen jetzt auf die Schlachtbank geführt.

 

Es sieht nach einer neuen Behörde aus

Schon vor drei Tagen hatte Bitcoin.com gemeldet, Yellen arbeite emsig an einer Regulierung in Sachen Stablecoins mit der Federal Reserve, der Börsenaufsicht SEC und der Commodity Futures Trading Commission.

Wir meinen: Das deutet daraufhin, dass es ein festes legales Regelwerk für Stablecoins geben wird. Und heißt im Umkehrschluss: Alle nicht staatlich gedeckten E-Devisen werden illegal.

Yellen hatte gerade erklärt: “In light of the rapid growth in digital assets, it is important for the agencies to collaborate on the regulation of this sector and the development of any recommendations for new authorities.” Das hört sich an, als ob es eine neue Cyber-Regulierungsbehörde geben wird.

Gestern lief zum Thema Cryptos übrigens ein Treffen mit der President’s Working Group on Financial Markets (PWG). Mit dabei waren auch das Office of the Comptroller of the Currency (OCC), welche das Funktionieren des Banksektors überwacht; ferner nahm die Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) teil, das ist der Einlagesicherungsfonds der Vereinigten Staaten.

 


 

Gute Cryptos, schlechte Cryptos

Wir interpretieren aus der Ferne: All dies sieht nach einer Kanalisierung des E-Devisen-Marktes in den USA aus. Es dürfte gute Währungen geben, die der Administration passen – eben die staatlich gedeckten.

Und dann noch verbotene digitale Währungen, die der Regierung ein Dorn im Auge sind. Etwa, weil sie im Cyber Crime verwendet werden und Staaten wie China und Nordkorea Devisen verschaffen.

Es ist sicher kein Zufall, dass am Montag die US-Regierung und mehrere Verbündete China böswillige Cyber-Aktivitäten vorgeworfen hatten. Unter anderem soll Peking hinter dem Angriff auf die E-Mail-Software Microsoft Exchange Server zum Jahresanfang stehen.

Das chinesische Ministerium für Staatssicherheit (MSS) setze auch kriminelle Hacker für Cyberangriffe ein – unter anderem, um mit Erpressersoftware Millionen Dollar einzunehmen. Peking weist das natürlich entrüstet zurück – entehrte Unschuld eben.

Doch im Cyber-Markt gilt es als ausgemachte Sache, dass China beispielsweise die Hacker-Bande Hafnium unterstützt. Und Nordkorea soll eine andere Bande namens Lazarus beauftragen.

 

Aufrüsten im Cyber War

Womit sich der Kreis in Sachen Regulierung von E-Devisen schließt: Das Weiße Haus kann nicht untätig bleiben in diesem Cyber War.

Somit wäre es kein Wunder, wenn in den USA neue Autoritäten oder Ämter alsbald die Macht bekommen, in den Markt einzugreifen. Und etwa Crypto-Broker oder Banken schließen, die Geschäfte mit Outlaw-Währungen zulassen. Was Hacker-Banden das Geschäft recht schwer machen würde.

Und wie geht es jetzt weiter? Das Blog Economic Substack ist der Meinung, dass die Linie von 30.000 Dollar die Linie im Sand ist für Bitcoin. Und dass ab hier die großen Wale einkaufen – also große Investoren mit tiefen Taschen. Warten wir es ab –

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