Krallen sich die „Falken“ den Dax?

XTB: Aktien und die Angst vor den Zinsen.

 

Dax
Auf die gestrigen Zinsentscheidung der FED reagierten die Aktienmärkte empfindlich und fielen in der ersten Reaktion ab, konnten sich aber anschließend wieder stabilisieren. Allerdings konnte speziell der Dax das gestrige Niveau nicht weiter halten und rutschte heute erneut unter die 9000 Punktemarke. Das gestern neu erreichte Hoch konnten keine weiteren Käufer in den Markt locken und damit scheint der Dax auf dem besten Weg sein noch offenes GAP (rotes Rechteck) zu schließen. Inwieweit die jüngste Schwäche im Dax die Kurse nach unten rutschen lassen wird ist unklar, jedoch wäre ein erneutes Testen der Nackenlinie kein gutes Zeichen für den Aufwärtstrend. Neben dem erwarteten Rückgang der Anleihekäufe der FED, war vor allem der unterm Strich „hawkish“ (Falke, steht für straffere Geldpolitik) Unterton des FED-Protokolls, ein weitere Grund für die Dollar-Stärke sowie die Schwäche der Aktienmärkte. Entscheidend in diesem Zusammenhang wird die Veröffentlichung des US-Amerikanischen BIPs, heute um 13:30 Uhr, sein.

 

 

Der Zusammenhang zwischen Zinsen und Aktienkursen
Aber was steckt eigentlich hinter der Angst vor steigenden Zinsen für die Aktienmärkte. Das entscheidende Argument ist nicht nur das „billige“ Geld, denn das allein reicht nicht aus um Aktienmärkte immer weiter steigen zu lassen, sondern es ist das Verhältnis zwischen den Kosten des Geldes und der Rendite der Investition im Vergleich zum Risiko.

 

Das bedeutet, dass bei der Bewertung eines Aktienkurses mehrere Faktoren mit einbezogen werden müssen. Auf Unternehmensseite bedeutet das, dass bei einem Abkühlen der Weltwirtschaft Unternehmen weniger Gewinne erwirtschaften und die möglichen Dividendenausschüttungen sinken. Das „billige“ Geld beinhaltet aber weiterhin Kosten, auch wenn diese sehr niedrig sind, welche nun erneut mit der Dividendenrendite verrechnet werden muss. Nehmen wir beispielsweise an, dass eine Aktien 100 € kostet und die Dividenden 3,50 € beträgt, Dividendenrendite gleich 3,5% und Zinskosten gleich 2%. Nun steigt der Kurs aufgrund des „billigen“ Geldes auf 150 € und die Dividende fällt ein wenig auf 3 € ab. Die Zinskosten werden ebenfalls günstiger, da Notenbanken Geld in den Markt pumpen, und fallen auf 1% ab. Doch schauen wir uns die Zahlen genauer an, da wird schnell klar, dass die Bewertung der Aktie in dem Szenario vor dem „billigen“ Geld besser war als danach. Im ersten Szenario war der Gewinn nach Zinskosten 1,5%, im zweiten Fall nur noch 1%.

 

An diesem kleinen Beispiel sollte gezeigt werden, dass nicht die Notenbankpolitik an sich der ausschlaggebenden Faktor ist, sondern die Entwicklung der Zinsen auf die Ankündigungen.

 

Damit wünsche ich Ihnen einen erfolgreichen Handel und denken Sie an die nach wie vor geltende Regel „Never fight the FED“ (Handeln sich nicht gegen die Notenbank).

AUTOR: Frithjof Kuhlmann

 

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