Lira und Dollar legen zu, nachdem die Ängste um die Türkei abnehmen

London Capital Group: Die Bereitschaft zum Risiko ist zurückgekehrt und die Händler waren über Nacht wieder in Kaufstimmung. Nachdem die Lira wieder zulegen konnte, erholte sich auch die Wall Street und ließ die viertägige Verlustserie im Dow hinter sich. Obwohl sich die Märkte gegenüber der Türkei vorerst wieder beruhigt haben, ist es höchst unwahrscheinlich, dass die ganze Krise nun unter den Teppich gekehrt werden wird. Diese Vertrauensprobleme sind selten ein Ereignis für ein oder zwei Tage, die nicht mehr wieder auftauchen.

Es ist auch unwahrscheinlich, dass die Feindseligkeiten zwischen der Türkei und den USA schnell nachlassen werden. Und auch die Fundamentaldaten richten sich gegen die Schwellenländer, da sie es in einem Klima mit steigenden US-Zinsen schwer haben.

Was jedoch in der vorangegangenen Sitzung besonders auffiel, war weder die Erholung der Lira und anderer Währungen der Schwellenländer noch die Rückkehr des Handelsrisikos – sondern vielmehr die Widerstandsfähigkeit des Dollars, der gegenüber dem Pfund, dem Euro, dem australischen und dem neuseeländischen Dollar neue Jahreshöchststände erreichte.

Da die US-Aktien über Nacht gestiegen sind, kann der Anstieg des Dollars nicht mit einer Risikoaversion in Verbindung gebracht werden, zumal die Import- und Exportdaten aus den USA glanzlos waren, so dass sie für den Anstieg des Dollars nicht verantwortlich gemacht werden können. Die Erholung des Dollars geht auf die Stärke der US-Wirtschaft zurück und ebenso auf die Tatsache, dass die US-Notenbank ohne die Begleitung von anderen Zentralbanken auf einem Zinserhöhungspfad ist.

Es muss etwas ernsthaft Falsches passieren, damit die Fed im nächsten Monat die Zinsen nicht noch einmal anhebt.

 

 


 

 

Übertreffen die US-Einzelhandelsumsätze 0,1%?
Die Investoren warten nun auf die US-Einzelhandelsumsätze, die im Laufe des Tages veröffentlicht werden sollen. Bei steigenden Löhnen und einem anziehenden Arbeitsmarkt ist mit einer soliden Einzelhandelsumsatzzahl zu rechnen, die möglicherweise besser ist als die Prognose von 0,1%.

 

Unterstützen die britischen Inflationsdaten die Zinsentscheidung der BoE?
Nachdem der Dollar von einem Hoch zum nächsten marschiert, fällt demgegenüber das Pfund im Gefolge und erreicht ein neues Jahrestief bei 1,2705 USD. Die Brexit-Sorgen und das Lohnwachstum dämpfen die Nachfrage nach dem Pfund Sterling. Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die Inflationsdaten, die nach dem Fehlen der Lohndaten heute genauestens untersucht werden.

Der CPI wird für Juli mit 2,5 % gegenüber dem Vorjahresmonat erwartet, was ein leichter Anstieg gegenüber dem Juni wäre (2,4 %).

Der Kern-CPI wird voraussichtlich konstant bei 1,9% bleiben, was darauf hindeutet, dass der Anstieg des CPI höchstwahrscheinlich auf die Ölpreise zurückzuführen ist, die im Jahresvergleich um 12% gestiegen sind. Auf diese Entwicklung achtet die BoE im Allgemeinen, wenn sie darüber nachdenkt, ob sie die Zinssätze erhöht oder nicht.

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