LYNX Broker: Wochenausblick Broker KW 07

LYNX Broker: Die Reden von Janet Yellen vor dem US-Repräsentantenhaus am Dienstag und vor dem US-Senat am Donnerstag werden mit Spannung erwartet, Verbraucherpreise aus der Eurozone, der Schweiz und China, sowie Einzelhandelsumsätze und BIP-Daten für Frankreich, Deutschland, Italien und die gesamte Eurozone bringen ebenfalls Bewegung in die Märkte. Zudem werfen wir einen Blick auf den Finanzdienstleister MetLife.

Unser Ausblick auf die Fundamentaldaten

Die Aktienmärkte legen vor – Yellen legt nach
In der abgelaufenen Börsenwoche haben die Aktienmärkte ein kleines Kursfeuerwerk gezündet. Der DAX zum Beispiel hat sich schon wieder oberhalb der 9.300-Punkte-Marke stabilisiert. In der neuen Woche spricht hauptsächlich der Konsument: Veröffentlicht werden volkswirtschaftliche Daten wie Einzelhandelsumsätze und Verbraucherstimmung. Doch eines bleibt fraglich: War das bereits die ganze Korrektur? Nach Angaben der Börsen lagen die Volumina unerwartet hoch. Im Durchschnitt der Handelswoche ergaben sich allein an der NYSE Tagesvolumina von 4 Milliarden US-Dollar. Erfahrungen sind an der Börse jedoch mehr wert als Statistiken. Die plötzlichen Zugewinne könnten sich auch schnell als Strohfeuer erweisen. Eine klassische Korrektur liegt im Rahmen von 10 Prozent. Demnach könnte der DAX auch noch unter die 9.000-Punkte-Marke fallen. Auch das wäre jedenfalls für den langfristigen Aufwärtstrend beim Leitindex DAX noch keine Trendwende. Investoren sollten die Ruhe bewahren, ihre Absicherungen im Auge behalten und den Worten von Frau Yellen vor dem Repräsentantenhaus und dem Senat aufmerksam zuhören. Ab jetzt bewegt eine Frau die globalen Märkte.

Abe-Partei gewinnt in Tokio
Die Politik und der Politikstil von Japans Premier Shinzo Abe wurde ein weiteres Mal vom Wähler unterstützt. Bei den Regionalwahlen im Großraum Tokio trug seine Partei, die LDP (Liberal Democratic Party) den Wahlsieg davon. Einem Bericht von Reuters zufolge gewinnt der frühere Gesundheitsminister Yoichi Masuzoe die Wahlen und wird neuer Gouverneur von Tokio. Die Hauptstadt hat 13,3 Mio. Einwohner. Tokio muss sich nun hauptsächlich um eine sichere Energiepolitik bemühen. Fukushima hat die Atomenergie in Japan in Ungnade fallen lassen, und eine der am weitesten entwickelten Industrienationen der Welt benötigt unbedingt Energiesicherheit. 2020 wird Tokio zudem die Olympischen Spiele austragen. Sechs Jahre sind für solche Großprojekte nicht viel Zeit. Vor allem Unternehmen der japanischen Baubranche, aber auch des gesamten japanischen Infrastruktursektors könnten stärker von Großaufträgen profitieren.

Schweizer erheben Stimme gegen hohe Einwanderung – SMI und CHF nun neu bewerten?
Die konservative Schweizer Volkspartei (SVP) ist in ihrer Volksinitiative gegen Masseneinwanderung mit einer hauchdünnen Mehrheit von 50,3 Prozent als Sieger vom Platz gegangen. Einer ist jedoch jetzt schon der Verlierer: die Schweiz selbst! Seit vielen Monaten fallen die Plakate der rechtspopulistischen SVP in der Schweiz jedem Autofahrer ins Auge. Nun ist aus den Einwanderungsbeschränkungen also Realität geworden, und der Wirtschaft von Bern bis Basel, von Lausanne bis Lugano und von Genf bis St. Gallen sowie Zürich wird jetzt schon angst und bange. Der Konflikt mit der EU ist nun vorprogrammiert. Offiziellen Zahlen aus der Schweiz zufolge waren in den letzten fünf Jahren jährlich etwa 80.000 Menschen in die Schweiz eingewandert. Heute leben fast 300.000 Deutsche in der Schweiz. Damit sind sie nach den Italienern die zweitgrößte Einwanderergruppe. Die Alpenrepublik hat fast acht Millionen Einwohner, die Ausländerquote liegt nahe 25 Prozent. Dem Schweizer Unternehmerverband Economiesuisse zufolge verdient die Schweiz jeden dritten Franken in der EU. Es fragt sich, wie das die Märkte ab Montag bewerten. SMI und Landeswährung könnten stärker unter Druck geraten.

Beeindruckende Kehrtwende trotz mäßiger US-Arbeitsmarktdaten
Die Handelswoche brachte an den Aktienmärkten vorerst eine Kehrtwende. Der deutsche Leitindex schloss im Xetra-Handel am Freitag mit 9.301,92 Punkten. Der XDAX lag um 22:00 Uhr deutlich höher bei 9.345 Punkten. An der Wall Street beendete der Dow Jones die Woche mit 15.794,08 Punkten, der NASDAQ 100 brachte es auf 3.561,907 Zähler, und der S&P 500 ging mit 1.797,02 Punkten ebenfalls deutlich fester ins Wochenende. Rohöl der Nordseesorte Brent verteuerte sich klar auf 109,56 US-Dollar je Fass, die Feinunze Gold stagniert auf erholtem Niveau um 1.267,35 US-Dollar; der Euro-Bund-Future konnte weiter zulegen und notiert nun bei 143,82 Zählern. Damit indiziert er eine Rendite zehnjähriger Bundesanleihen von 1,66 Prozent. Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich nach der EZB-Sitzung vom Donnerstag fester, und auch die NFP-Daten am Freitag brachten weiteres Erholungspotenzial. Der Euro kostet derzeit 1,3635 US-Dollar.

BIP-Daten, Einzelhandelsumsätze, Verbraucherpreise nebst Fortsetzung der Berichtssaison
Janet Yellen, Präsidentin der Fed, hält am Dienstag eine Rede vor dem US-Repräsentantenhaus und am Donnerstag vor dem Senat. Zudem werden eine Reihe von Verbraucherpreisen aus der Eurozone, der Schweiz und China publiziert. Aus den USA und Europa kommen außerdem Daten zu den Einzelhandelsumsätzen. BIP-Daten für Frankreich, Deutschland, Italien und die gesamte Eurozone laufen am Freitag über die Ticker. Auch in der neuen Woche setzt sich die Berichtssaison vor allem in den USA, aber auch in Europa fort. Auch die DAX-Unternehmen Commerzbank und ThyssenKrupp legen Zahlen vor.

Volkswirtschaftliche Daten und Unternehmensnachrichten

Der Montag beginnt mit der italienischen Industrieproduktion für den Dezember um 10:00 Uhr und dem sentix-Konjunkturbarometer für den Februar um 10:30 Uhr. Um 12:00 Uhr folgt der OECD-Frühindikator für Frankreich im Dezember, und zum Nachmittag werden noch die Baubeginne aus Kanada für den Monat Januar publiziert. Von rund 40 Unternehmen werden Meldungen zu Quartalsergebnissen erwartet, darunter L’Oréal und Loews.

Der Dienstag findet ohne japanische Handelsimpulse statt (die Börse in Tokio bleibt aufgrund des National Foundation Day geschlossen) und beginnt um 01:01 Uhr mit den britischen Einzelhandelsumsätzen für den Januar vom BRC. Das australische NAB-Geschäftsklima, der australische Hauspreisindex für das vierte Quartal und die Wohnungsbaukredite für den Dezember kommen zeitgleich um 01:30 Uhr. Um 02:00 Uhr folgt der neuseeländische Hauspreisindex für den Januar. Der europäische Datenkalender zeigt keine Meldungen. Die US-Session startet mit dem NFIB Small Business Index für den Monat Januar um 13:30 Uhr und den US-Ladenkettenumsätzen (ICSC Chain Store Sales) um 13:45 Uhr. Weiter geht es um 14.55 Uhr mit dem US-Redbook der Einzelhandelsumsätze und um 16:00 Uhr mit den Lagerbeständen des US-Großhandels für den Dezember. Ebenfalls um 16:00 Uhr beginnt die neue Fed-Präsidentin Janet Yellen ihre Rede vor dem US-Repräsentantenhaus. Zum späteren Abend um 22:45 Uhr werden noch die neuseeländischen Kreditkartenumsätze des Einzelhandels im Januar veröffentlicht. Es berichten rund 44 Unternehmen, darunter Barclays, Glencore Xtrata und Thomas Cook aus Großbritannien, Michelin aus Frankreich, Metro aus Deutschland, voestalpine aus Österreich und zum Beispiel Western Union sowie die Intercontinental Exchange Group aus den USA.

Der Mittwoch findet um 00:30 Uhr in der asiatisch-pazifischen Handelszeit seinen Anfang mit dem australischen Verbrauchervertrauen für den Februar, ausgegeben von der Investmentbank Westpac. Weiter geht es um 00:50 Uhr mit der japanischen Geldmenge M2 für den Januar, dem japanischen Dienstleistungsindex für den Dezember und den japanischen Maschinenaufträgen im Dezember. Zeitgleich wird noch das japanische BIP fürs vierte Quartal veröffentlicht. Der chinesische Handelsbilanzsaldo für den Januar folgt um 03:00 Uhr. Die japanischen Werkzeugmaschinenaufträge im Januar werden um 07:00 Uhr, die französische Leistungsbilanz für den Dezember wird um 08:45 Uhr und die Januar-Verbraucherpreise aus der Schweiz werden um 09:15 Uhr ausgegeben. Um 11:00 Uhr wird die Industrieproduktion der Eurozone im Dezember publiziert, zeitgleich mit dem Frühindikatorindex für Großbritannien im Dezember vom Conference Board. Um 11:30 Uhr veröffentlicht die Bank of England (BoE) ihren Inflationsbericht für das vierte Quartal. Rohölhändler beachten die Ausgabe des Ölmarkt-Monatsberichts der Wiener OPEC um 12:15 Uhr. Mit den MBA-Hypothekendaten laufen um 13:00 Uhr die ersten US-Daten über die Ticker. Um 16:30 Uhr folgen erneut Daten, die für Rohstofftrader von Interesse sind: die US-Rohöllagerbestände. EZB-Präsident Mario Draghi hält ab 16:30 Uhr in Brüssel eine Rede. Um 20:00 Uhr folgt noch der US-Haushaltssaldo für den Januar und um 22:30 Uhr der neuseeländische Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes im Januar. Unter den rund 50 berichtenden Unternehmen könnten unter anderem die Zahlen von ING Groep (NL), Société Générale (F), Total (F), MetLife (USA), Whole Foods (USA), aber auch die von Technologiewerten an der NASDAQ wie Cisco Systems (USA), Applied Materials (USA) und Nvidia (USA) für die Märkte von Interesse sein.

Der Donnerstag bringt zunächst die japanischen inländischen Produktpreise für den Monat Januar um 00:50 Uhr, die australischen Inflationserwartungen auf Zwölfmonatssicht (Januar-Umfrage) und den RICS-Hauspreissaldo für Großbritannien im Januar um 01:01 Uhr. Es folgen die australischen Arbeitsmarktdaten für den Januar. Die erwartete Quote liegt bei 5,90 Prozent (Vormonat: 5,8 Prozent). Der Handelstag setzt sich dann um 08:00 Uhr in Europa mit den deutschen Verbraucherpreisen für den Januar und den Schweizer Erzeuger- und Importpreisen für den Januar fort. Der Monatsbericht der EZB für den Februar erreicht die Märkte um 10:00 Uhr, zeitgleich mit dem Monatsbericht zum Ölmarkt von der IEA. In Kanada wird um 14:30 Uhr der NHPI (New Housing Price Index) für den Dezember veröffentlicht. Aus den USA kommen zeitgleich die Erstanträge und die fortgesetzten Anträge auf Arbeitslosenhilfe, außerdem der US-Einzelhandelsumsatz für den Januar. Um 16:00 Uhr werden die US-Lagerbestände für den Dezember publiziert. Zur gleichen Zeit spricht die neue Fed-Präsidentin Janet Yellen vor dem US-Senat. Unternehmen des europäischen Banken- und Finanzdienstleistungssektors wie BNP Paribas (F), Commerzbank (D), Lloyds Banking Group (GB) und Zurich (CH) berichten ebenso von ihren aktuellen Zahlen wie PepsiCo, Goodyear und AIG aus den USA. Insgesamt kommen Quartalsberichte von rund 60 Konzernen.

Der Freitag beginnt in Asien mit den chinesischen Verbraucher- und Erzeugerpreisen für den Monat Januar um 02:30 Uhr. Um 03:00 Uhr folgt der Frühindikator für China im Januar vom Conference Board. Noch vor der europäischen Börseneröffnung kommen um 07:30 Uhr die französischen BIP-Daten fürs vierte Quartal und um 08:00 Uhr deren Pendant aus Deutschland. Die französischen Arbeitsmarktdaten für das vierte Quartal folgen um 08:45 Uhr, unter anderem mit den neugeschaffenen Stellen ex Agrar. Um 09:00 Uhr werden die spanischen Verbraucherpreise für den Januar veröffentlicht und um 10:00 Uhr das italienische BIP fürs vierte Quartal. Um 11:00 Uhr folgen der Handelsbilanzsaldo für die Eurozone im Dezember sowie das BIP fürs vierte Quartal. Um 12:00 Uhr werden die wöchentlichen LTRO-Rückzahlungen bekanntgegeben. Um 14:30 Uhr laufen die US-Importpreise für den Januar und der kanadische Industrieumsatz im Dezember über die Ticker. Um 15:15 Uhr müssen die Märkte die US-Kapazitätsauslastung im Januar und die US-Industrieproduktion im Januar bewerten. Der Reuters/Michigan Consumer Sentiment Index (das Konsumklima, erhoben von der University of Michigan) für den Monat Februar trifft schließlich um 15:55 Uhr ein. Kurz vor US-Handelsschluss um 21:30 Uhr wird noch der COT-Report ausgegeben (Commitments of Traders). Rund 15 Unternehmen berichten von ihren aktuellen Zahlen. Unter anderem ThyssenKrupp (D) und AngloAmerican (GB) könnten von Interesse für die Händler sein.

MetLife – Metropolitan Life Insurance Company
Wer New York kennt, kennt auch das MetLife-Building an der Park Avenue 200. Es ist der größte Blickfang auf der gesamten Park Avenue, und man kann sogar durch das Gebäude hindurchfahren. MetLife (Börsenkürzel: MET) selbst ist nach eigenen Angaben ein global führendes Unternehmen im Versicherungswesen, ein großer Finanzdienstleistungskonzern, der Versicherungen, Pensions- und Sparprodukte weltweit anbietet. Die New Yorker haben mehr als 90 Millionen Kunden und sind besonders stark in den USA, Japan, Lateinamerika, Asien, Europa und dem Mittleren Osten vertreten. Gegründet wurde das Unternehmen 1868. Heute gehören über 90 der Fortune 500-Konzerne zu den Kunden von MetLife. MetLife ist der größte Lebensversicherer in den USA und Mexiko. Geografisch teilt sich MetLife in "Americas", "Asia Pacific", „Europe“ und „Middle East and Africa“ auf. Das operative Geschäft umfasst die sechs Geschäftsbereiche „Insurance Products“, „Retirement Products“, „Corporate Benefit Funding“, „Auto & Home“, „Japan and other International Regions“ und „Corporate & other“. Besonders 2010 kam der Konzern in die Schlagzeilen, als er für 16,4 Mrd. US-Dollar die American Life Insurance Company (Alico) von der in Schieflage geratenen AIG-Gruppe kaufte. MetLife steht international hauptsächlich mit AXA, Allianz, China Life Insurance, Manulife Financial, Prudential, Aegon, American Financial Group, Horace Mann Educators, ING Groep, ING U.S., KK T&D Holdings und Madison County Financial im Wettbewerb. Als Kunden sind vor allem Dexia, Jacksonville Bancorp, Pethealth und Primerica zu nennen. Geschäftsbeziehungen unterhält MetLife vor allem mit Highwoods Properties, Capita, Citigroup, CoStar Group, Iconix Brand Group, NetSuite, Resources ConnectionSmartPros, Swire Properties, Treasury China Trust und WageWorks. Als Partner sind besonders Citigroup, Iconix Brands Group, Thayer Lodging Group, AIRE GmbH, Dexia, Jacksonville bancorp, National Bank of Greece, Pethealth, Primerica, Reinsurance Group America und UDR hervorzuheben. MetLife legt am Mittwoch Zahlen vor. Bislang sind nur abschließende Daten für 2012 und die ersten drei Quartale 2013 verfügbar. Beim Gesamtumsatz der New Yorker ist in den letzten Jahren mehr und mehr der Diversifikationsansatz erkennbar. 2009 erzielte der Konzern noch 89,3 Prozent seiner Umsätze in den USA, 2010 waren es immerhin noch 87,1 Prozent, 2011 nur noch 69,5 Prozent. 2012 sank der Anteil der USA am Gesamtumsatz bereits auf 68,3 Prozent. In den letzten Jahren ist man vor allem in der Region Asien/Pazifik stärker gewachsen. 2012 hatte diese Region schon einen Anteil von 18,7 Prozent am Gesamtumsatz, Mittel- und Südamerika trugen 6,7 Prozent bei, Afrika, der Mittlere Osten und Europa 4,9 Prozent und der Rest 1,9 Prozent. Die Bilanzen  der letzten Jahre (US-GAAP) wiesen folgende Gesamtumsätze aus: 2009 41,06 Mrd. US-Dollar, 2010 52,72 Mrd. US-Dollar, 2011 64,14 Mrd. US-Dollar und 2012 68,35 Mrd. US-Dollar. Für 2013 sollen es 68,03 Mrd. US-Dollar sein. Die Bilanzprognosen für 2014 mit 69,54 Mrd. US-Dollar und für 2015 mit 73,54 Mrd. US-Dollar zeigen MetLife den Weg auf. Laut den Prognosen soll 2014 ein EBIT von 6,89 Mrd. US-Dollar und 2015 eines von sage und schreibe 10,40 Mrd. US-Dollar erreicht werden. Das brächte den Gewinn je Aktie 2014 auf 5,725 US-Dollar und 2015 auf 6,10 US-Dollar. Die Dividende pro Anteil würde sich auf diese Weise signifikant von den für 2013 geplanten 1,01 US-Dollar auf 1,20 US-Dollar 2014 und 1,38 US-Dollar 2015 steigern lassen. Im Geschäftsjahr 2012 erwirtschaftete MetLife erst einen Jahresüberschuss von 1,2 Mrd. US-Dollar.  Gemäß der 2012er-Bilanz standen zum Stichtag 31.12.2012 bei MetLife rund 64.000 Mitarbeiter auf der Gehaltsliste. Die Aktie der MetLife ging am Freitag an der Wall Street mit einem Kurs von 49,11 US-Dollar aus dem Handel. Insgesamt bewegte sich das Papier in den letzten 52 Wochen in einer Handelspanne zwischen 33,89 und 54,70 US-Dollar. Die Marktkapitalisierung des Konzerns liegt derzeit bei 55,06 Mrd. US-Dollar. 58,10 Prozent der Aktien befinden sich im Streubesitz, der MetLife Policy Holder Trust hält 18,40 Prozent. Die größten institutionellen Anleger sind State Street Global Advisors mit 4,40 Prozent, Vanguard Group mit 3,80 Prozent und BlackRock Institutional Company mit 3,20 Prozent – auf den weiteren Plätzen folgen Fidelity Management & Research Company, MFS Investment Management, JPMorgan Asset Management, T. Rowe Price Associates, Dodge & Cox sowie Franklin Mutual Advisers. MetLife hält 0,30 Prozent der eigenen Anteile selbst. Von den neuen Quartalszahlen am Mittwoch erwarten die Analysten im Durchschnitt einen Überschuss von 1,30 US-Dollar je Aktie. Die untere Ergebniserwartung liegt bei 1,24 US-Dollar je Aktie, die obere bei 1,36 US-Dollar. MetLife steht bei insgesamt 22 Analysten auf der Research-Liste. 19 Analysen raten zum Kauf und drei zum Halten. Vor drei Monaten gab es erst 17 Kauf- und  fünf Halte-Empfehlungen. Auch das Insider-Sentiment sieht recht ansprechend aus. In den letzten zwölf Monaten stehen 71 Käufen (216.288 Aktien) nur 18 Verkäufe (109.299 Aktien) gegenüber. In jüngster Zeit fiel MetLife vor allem durch seinen Zukauf in Malaysia auf, als die New Yorker für 256 Mio. US-Dollar 51 Prozent der dortigen AmLife Insurance, des Versicherungssektors der AMMB Holdings (Großbank), kauften. Exklusiv verkauft MetLife nun für 20 Jahre Versicherungsprodukte im malaysischen Markt über die Theke der AMMB. In einem Markt wie Malaysia sind die Wachstumsraten dramatisch höher als in westlichen Märkten. Viele westliche Unternehmen der Versicherungsbranche tummeln sich bereits in den aufstrebenden asiatischen Märkten – da darf MetLife nicht fehlen.

Unser charttechnischer Ausblick – Hin und Her macht Taschen leer

DAX-Future (Kontrakt 03-14)
Bis zur Wochenmitte ging es für den DAX-Future zunächst erneut abwärts. Ab Donnerstag setzte dann eine kleine Erholung ein, die dem Markt wieder in den Bereich des Montagseröffnungskurses von rund 9.300 Zählern verhalf. Als Unterstützung diente die Marke von 9.000 Punkten. Die aggressive Überlegung, den Markt an den Unterstützungen 9.300 und 9.250 antizyklisch zu kaufen, konnte das Ziel von 100 Punkten jeweils nicht ganz erreichen. Weiterhin sind nun die Bereiche zwischen 9.250 und 9.400 sowie 9.400 und 9.550 Punkten als charttechnische Schiebezonen zu betrachten, was das Handeln in diesen Bereichen etwas dämpfen sollte. Ein erneuter Rutsch unter die 9.250 Punkte könnte durch einen Short-Gedanken begleitet werden, ein Sprung über die 9.550 legt die Long-Richtung nahe. Eine aggressive Idee könnte der Kauf des DAX-Futures oberhalb von 9.400 Punkten sein, ideal wäre der Test der 9.400-Punkte-Marke von oben nach einem Durchbruch.

EUR.USD
Wie bereits letzte Woche erwähnt, befindet sich der EUR/USD seit Anfang Januar in einer sich auffächernden Seitwärtsbewegung, welche auch in den vergangenen fünf Handelstagen nicht gebrochen wurde. Solche Phasen kommen immer mal wieder vor und sind im Handel sehr schwer einzuschätzen. Der aktuelle Freitagsschlusskurs liegt zudem erneut zwischen den Marken 1,3540 und 1,3650, dem Zentrum der besagten Seitwärtsbewegung. In den nächsten Tagen sollte der EUR/USD also weiterhin mit großer Vorsicht behandelt werden. Wer trotzdem den einen oder anderen Trade vollziehen möchte, sollte entweder oberhalb der Marke 1,3650 nach Long- oder unterhalb von 1,3540 nach Short-Einstiegen Ausschau halten.

Bund-Future (Kontrakt 03-14)
Die aggressive Überlegung, den Markt bei 144,25 zu shorten, konnte direkt am Montag umgesetzt werden. Jedoch wurde das Kursziel auch hier im ersten Anlauf nicht ganz erreicht, und daher gab es nur einen kleinen Performance-Schub. Die anvisierte größere Korrekturbewegung setzte dann am Mittwoch und Donnerstag ein, rund 125 Ticks betrug hier der Shortmove – ein phantastisches Einstiegsniveau für einen Long-Trade. Auch in den nächsten Tagen könnte vermehrt auf die Long-Seite geschaut werden. Kurse oberhalb der Marke 143,00 sind mit einem Long-Vorteil versehen. Kurse unter dieser Marke könnten gegebenenfalls für einen etwas stärkeren Abschwung sorgen, was die eine oder andere Short-Überlegung erlauben würde.

S&P-Future (Kontrakt 03-14)
Wie erwartet bewegte sich der S&P-Future zwischen den Grenzen 1.800 und 1.768 hin und her. Die aggressive Idee, um die 1.769 long zu gehen und auf einen Anstieg bis 1.780/85 zu setzen, ging bestens auf; das Verkaufslimit von 1.800 Punkten wurde hingegen um rund zwei Punkte verfehlt. Der Schlusskurs lag mitten in der Schiebezone bei rund 1.777 Punkten, minimal unter dem Wochenschlusskurs der Vorwoche. In den kommenden Tagen könnte mit Kursen zwischen 1.800 und 1.768 Punkten weiterhin mit einer Seitwärtsbewegung gerechnet werden, was gegen Trend-Trades spricht. Lediglich ein nochmaliger Short-Gedanke im Bereich um die 1.800 Punkte könnte für den aggressiv denkenden Trader eine Option sein. Ebenfalls aggressiv wäre ein Kauf nach einem erneuten Tief bei 1.756 Punkten. Der Hintergrund wäre hier das sofortige Zurückschnallen nach neuen Tiefs.

Aktie: MetLife (USD)
Die Aktie von MetLife hat sich in den letzten fünf Jahren recht positiv entwickelt. Lediglich das Jahr 2011 konnte nicht im Plus abgeschlossen werden, ein Minus von rund 30 Prozent stand hier zu Buche. Analysiert man die Anstiegsphasen, so fällt eine charttechnisch saubere Struktur auf, welche zum Handeln sehr gut geeignet ist. Die aktuelle Aufwärtsbewegung begann im Juni 2012 und umfasst derzeit ein Plus von rund 80 Prozent (Schlusskurs vom Freitag vergangener Woche). Um der aktuellen Trendbewegung weiter zu folgen, sollte die Aktie nicht nachhaltig unter die Marke von 45,00 US-Dollar fallen. In diesem Bereich liegen die letzten Tiefpunkte, welche charttechnisch nicht unterschritten werden dürfen. Oberhalb dieser Marke sind Käufe vertretbar, gerade in der aktuellen Situation der leichten Korrektur. Als Ziel könnten neue Hochs angenommen werden. Ein unerwarteter Rutsch unter die 45,00-Dollar-Marke sollte eine neue Analyse nach sich ziehen – es wäre nicht sinnvoll, sofort die Short-Richtung zu favorisieren.

Disclaimer

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