LYNX Broker Wochenausblick: FOMC-Sitzungsprotokoll der US-Notenbank und der Leitzinsentscheid der Bank of England

LYNX Broker: Zwei volkswirtschaftliche Meldungen werden in der neuen Handelswoche höchstwahrscheinlich von Interesse sein: Das FOMC-Sitzungsprotokoll der US-Notenbank am Mittwoch, sowie der Leitzinsentscheid der Bank of England am Donnerstag. Zudem setzten wir unsere Reihe zu den FIFA-Sponsoren und Partnern bei der WM in Brasilien fort und analysieren als „Aktie der Woche“ die Fast-Food-Kette McDonalds.
 

Unser Ausblick auf die Fundamentaldaten

Deutschland im WM-Halbfinale – DAX hält 10.000-Punkte-Marke nur knapp Der deutsche Leitindex DAX erzielte noch am Donnerstag einen neuen Rekordschlussstand (die überraschend guten US-Arbeitsmarktdaten wurden bedingt durch den US-Feiertag Independence Day schon am Donnerstag veröffentlicht und trieben die Märkte an). Am Freitag kam der Handel dann durch die fehlenden US-Impulse und das Spiel der DFB-Elf beinahe komplett zum Erliegen. Kurz vor dem Spiel bröckelten die Kurse in Frankfurt und zogen den DAX sogar noch mit 0,20 Prozent ins Minus. Der Index ging mit 10.009,08 Punkten ins Wochenende, auf Wochensicht legte er immerhin um 1,98 Prozent zu. Der X-DAX notierte um 22:00 Uhr mit 10.014,05 Punkten nur geringfügig stärker. Der Dow Jones schloss am Freitag an der Wall Street oberhalb der 17.000-Punkte-Marke mit einem Wochenplus von 1,32 Prozent und einem neuen Rekordwert von 17.068,26 Punkten. An der Technologiebörse NASDAQ beendete der NASDAQ 100 die Woche mit einem sehr starken Wochenergebnis von plus 2,51 Prozent bei 3.923,01 Punkten, der S&P 500 notierte bei 1.985,44 Punkten und erreichte ein Wochenplus von 1,44 Prozent. Die Feinunze Gold hielt sich im Vergleich zur Vorwoche nahezu unverändert und kostete am Ende der Woche 1.319,30 US-Dollar. Das entspricht einem Wochenplus von nur 0,31 Prozent. Rohöl der Nordseesorte Brent gab auf Wochensicht 2,30 Prozent auf 110,607 US-Dollar pro Fass nach. Die europäische Gemeinschaftswährung Euro notiert zum Wochenende bei 1,3592 US-Dollar nur 0,40 Prozent schwächer. Der Euro-Bund-Future steht zum Ende der Woche mit 146,88 Zählern ohne große Veränderung da. Er indiziert die zehnjährige Bundesanleihe jetzt mit einer Rendite von 1,26 Prozent. In der neuen Woche wird die Finanzagentur des Bundes in einer Auktion die Schatzanweisungen des Bundes mit Laufzeit bis zum 10.06.2016 um weitere 4 Mrd. Euro aufstocken.
 

Ukraine, Russland, ISIS und Nahost Die Probleme in der Krisenregion im Osten der Ukraine sind bei Weitem noch nicht vom Tisch. Auch die geopolitischen Spannungen rund um den Irak und Syrien sowie den Terror durch die Organisation ISIS werden (auch für die Börsen) weiter ein Thema bleiben. Die neuerlichen Angriffe Israels auf den Gazastreifen und weitere Vergeltungsmaßnahmen werden eine neue Runde des Terrors der Hamas und anderer Splittergruppen in der Region Nahost nach sich ziehen. Schlägt sich diese Entwicklung auch nur schleichend auf die Börsen nieder, so droht der Hebel von den großen Marktteilnehmern von Risikobereitschaft („risk-off“) auf Risikovermeidung („risk-on“) umgestellt zu werden.
 

FOMC am Mittwoch und BoE am Donnerstag im Vordergrund Zwei volkswirtschaftliche Meldungen werden in der neuen Handelswoche höchstwahrscheinlich von Interesse sein: Das FOMC-Sitzungsprotokoll der US-Notenbank am Mittwoch um 20:00 Uhr sowie der Leitzinsentscheid der Bank of England (BoE) am Donnerstag um 13:00 Uhr. Warum die BoE hier ein Störfeuer sein könnte? Der – BoE-Chef Mark Carney hatte die Märkte schon vor Wochen gewarnt, er könnte die Zinsen früher als gedacht anheben. Grund: Der britische Häusermarkt zeigt Überhitzungstendenzen, die Preise kletterten in atemberaubende Höhen (besonders in London und weiteren britischen Großstädten). Zinserhöhungen, insbesondere erste Zinsschritte, werden von den Märkten meist als Schreckgespenst aufgefasst. Der höhere Zins ist der Feind der Börse, vor allem des Aktienmarktes. Steigen die Zinsen, so werden Investments in Aktien weniger lukrativ, und eine mittlere bis starke Korrektur könnte folgen.
 

Volkswirtschaftliche Daten und Unternehmensnachrichten

Zum Beginn der neuen Börsenwoche am Montag erwarten die Händler gleich bei Eröffnung der europäischen Session um 09:00 Uhr die Devisenreserven aus der Schweiz für den Monat Juni. Um 10:30 Uhr wird der aktuelle sentix-Konjunkturindex für den Juli ausgewiesen. Die kanadischen Baugenehmigungen für den Mai folgen um 14:30 Uhr, und der kanadische Ivey-Einkaufsmanagerindex für den Monat Juni wird um 16:00 Uhr publiziert. Nur sechs Unternehmen publizieren ihre aktuellen Quartalsergebnisse.
 

Der Dienstag beginnt um 00:00 Uhr zur asiatisch-pazifischen Handelszeit mit dem neuseeländischen Geschäftsvertrauen und Geschäftsklima für das zweite Quartal, ausgewiesen durch das NZIER (New Zealand Institute of Economic Research). Weiter geht es um 01:50 Uhr mit dem japanischen Leistungsbilanzsaldo für den Mai, der Kreditvergabe im Juni und um 03:30 Uhr mit dem australischen Geschäftsvertrauen und -klima der National Australia Bank (NAB) für den Juni. Um 07:00 Uhr wird die Eco-Watchers-Umfrage des japanischen Cabinet Office für den Monat Juli ausgewiesen (ähnlich wie beim ifo-Index werden die aktuelle Geschäftslage, die Geschäftserwartungen und die Stimmung erfasst). In der europäischen Handelszeit werden um 08:00 Uhr die Mai-Umsätze im deutschen verarbeitenden Gewerbe, der Handelsbilanzsaldo für den Mai und die Exporte im Mai veröffentlicht. Französische Daten zum Staatshaushalt und zum Handelsbilanzsaldo (beide für Mai) werden um 08:45 Uhr ausgegeben. Die Schweizer Verbraucher- und Erzeugerpreise folgen um 09:15 Uhr. Britische Daten zur Industrieproduktion und zur Erzeugung im produzierenden Gewerbe (beide Mai) werden um 10:30 Uhr publiziert. Um 12:00 Uhr kommt mit dem OECD-Frühindikator für den Mai nochmals eine Meldung aus Frankreich. Die ersten US-Daten sind um 13:30 Uhr mit dem NFIB Small Business Index für den Juni und um 13:45 Uhr mit den US-Ladenkettenumsätzen zu erwarten. Die US-Redbook-Einzelhandelsumsätze werden um 15:00 Uhr ausgegeben, und um 16:00 Uhr folgt die BIP-Schätzung für Großbritannien im Juni durch das NIESR (National Institute of Economic and Social Research). Später am Abend um 21:00 Uhr werden noch die US-Verbraucherkredite für den Monat Mai publiziert. Fünf Unternehmen berichten von ihren aktuellen Quartalszahlen, darunter der US-Aluminiumkonzern Alcoa.
 

Der Mittwoch beginnt mit den neuseeländischen Kreditkartenausgaben im Juni um 00:45 Uhr und den britischen BRC-Einzelhandelspreisen für den Juni um 01:01 Uhr. Um 02:30 Uhr veröffentlicht Westpac das australische Verbrauchervertrauen für den Juli, und um 03:30 Uhr werden die chinesischen Verbraucher- und Erzeugerpreise für den Juni publiziert. Die japanischen Werkzeugmaschinenaufträge für den Juni werden um 08:00 Uhr ausgegeben. In Europa bleibt der Datenkalender leer. Um 13:00 Uhr werden die US-Hypothekenanträge veröffentlicht und um 14:15 Uhr die Baubeginne im Juni aus Kanada. Rohölhändler achten um 16:30 Uhr auf die Ausgabe der aktuellen US-Lagerbestandsdaten. Um 20:00 Uhr wird mit dem Protokoll der US-Notenbanksitzung das Highlight des Tages publiziert. Sechs Unternehmen berichten, darunter API Technologies (USA).
 

Der Donnerstag beginnt um 00:30 Uhr mit dem neuseeländischen Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes im Juni und setzt sich um 01:01 Uhr mit dem britischen RICS-Hauspreissaldo für den Juni fort. Im weiteren Verlauf der Nacht laufen um 01:50 Uhr der japanische Dienstleistungssektorindex für den Mai, die Maschinenaufträge im Mai und die inländischen Produktpreise im Juni über die Ticker. Um 02:00 Uhr folgt noch der neuseeländische Hauspreisindex REINZ (Real Estate Index for New Zealand) für den Juni, zeitgleich mit chinesischen Devisenreserven, der Kreditvergabe in chinesischen Yuan, den chinesischen Geldmengen M0, M1 und M2 sowie dem chinesischen Handelsbilanzsaldo (alle Daten für den Juni). Die australischen Inflationserwartungen für die nächsten zwölf Monate werden um 03:00 Uhr veröffentlicht, die australischen Arbeitsmarktdaten (auch die Erwerbstätigenzahlen) folgen um 03:30 Uhr, für die Arbeitslosenquote wird ein Wert von 5,9 Prozent erwartet. Um 07:00 Uhr wird das japanische Verbrauchervertrauen für den Juni und um 08:45 Uhr werden die französischen Verbraucherpreise für den Juni sowie die Industrieproduktion im Mai ausgewiesen. Die italienische Industrieproduktion im Mai wird um 10:00 Uhr zeitgleich mit dem EZB-Monatsbericht publiziert.

Der Handelsbilanzsaldo für Großbritannien im Mai folgt um 10:30 Uhr, und um 12:30 Uhr erhalten Rohölhändler durch den OPEC-Ölmarktbericht aus Wien einen genaueren Überblick zum globalen Ölmarkt. Um 13:00 Uhr steht der Leitzinsentscheid der Bank of England (BoE) im Zentrum des Interesses. Es wird wohl bei einem Leitzins von 0,50 Prozent bleiben (allerdings ist BoE-Chef Carney für Überraschungen gut – zuletzt kündigte er rascher steigende Zinsen im Vereinigten Königreich an, um die stark gestiegenen britischen Immobilienpreise im Zaum zu halten). Das Volumen des Anleiheaufkaufprogramms (APT) von 375 Mrd. Britischen Pfund wird jedoch aller Voraussicht nach unangetastet bleiben. Die ersten US-Daten laufen mit den Erstanträgen und fortgesetzten Anträgen auf Arbeitslosenhilfe um 14:30 Uhr über die Handelsschirme. Zeitgleich wird der kanadische Hauspreisindex NHPI (National House Price Index) für den Mai ausgegeben. Um 16:00 Uhr folgen noch die Lagerbestände des US-Großhandels im Mai. Zehn Konzerne veröffentlichen ihre aktuellen Quartalszahlen, darunter Family Dollar Stores (USA) und Chevron (USA).
 

Der Freitag bringt um 00:45 Uhr zunächst die neuseeländischen Lebensmittelpreise für den Juni und dann um 03:30 Uhr die australischen Wohnbaukredite für den Mai. In Deutschland werden um 08:00 Uhr die Verbraucher- und Großhandelspreise für den Juni ausgegeben, um 09:00 Uhr folgen die spanischen Verbraucherpreise für den Juni. Um 10:00 Uhr weist die IEA den Ölmarkt-Monatsbericht aus. Um 11:00 Uhr erreicht der Index der Frühindikatoren für Großbritannien im Mai vom Conference Board die Händler. Um 12:00 Uhr werden die wöchentlichen LTRO-Rückzahlungen an die EZB veröffentlicht. Am Nachmittag um 14:30 Uhr werden die kanadischen Arbeitsmarktdaten für den Juni publiziert. Die kanadische Arbeitslosenquote wird bei 7,0 Prozent erwartet. Ebenso wird Auskunft über die Partizipationsquote und die Erwerbstätigenzahl erteilt. Am Abend um 20:00 Uhr wird noch der US-Haushaltssaldo für den Juni bekanntgegeben und um 21:30 Uhr der COT-Bericht der Woche veröffentlicht. Weitere zehn Unternehmen berichten von ihren aktuellen Quartalsergebnissen – interessant für den Finanzsektor sind die Zahlen der Großbank Wells Fargo (USA).
 

„Brazil 2014“ – FIFA-Sponsor McDonald’s In dieser Woche schauen wir weiter auf die FIFA-Partner und die Sponsoren der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien. In der heutigen Ausgabe soll die Fast-Food-Restaurantkette McDonald’s genauer vorgestellt werden.

Die McDonald’s Corporation (Symbol: MCD/ISIN: US5801351017) mit Firmensitz in Oak Brook, Illinois (USA) ist wohl die bekannteste Fast-Food-Kette der Welt. Die derzeit rund 35.000 Restaurants in 119 Ländern von McDonald’s und seinen Franchise-Partnern beschäftigen etwa 1,9 Mio. Mitarbeiter. 80 Prozent der Restaurants sind Franchise-Partnern zuzuordnen (eigene Angaben von McDonalds.com). Jeden Tag konsumieren rund 70 Mio. Kunden Produkte von McDonald’s. McDonald’s gilt als eine der stärksten und wertvollsten Marken weltweit. „Brandz“ und „Forbes“ haben McDonald’s 2012 als viert- beziehungsweise siebtwertvollste Marke der Welt eingestuft. Don Thomson führt den Konzern als President und CEO. McDonald’s erstes Restaurant wurde 1940 im kalifornischen Bernardino von Richard und Maurice McDonald eröffnet. Das goldene M, auch als „goldene Bögen“ bekannt, findet zuerst 1953 in Phoenix, Arizona Anwendung. 1954 wird dann auch das Unternehmen McDonald’s in den USA gegründet. 1955 eröffnete Ray Kroc in Des Plaines im Bundesstaat Illinois die erste Franchise-Filiale Die ersten Auslandsfilialen gingen 1967 in Kanada und Puerto Rico an den Start, 1971 folgen dann in Amsterdam (Niederlande) und kurze Zeit später auch in München (Deutschland) die ersten europäischen Filialen. 1986 findet zum ersten Mal der Big-Mac-Index Erwähnung in den Wirtschaftsmagazinen. Bis zum heutigen Tag ist er ein Instrument des internationalen Preisvergleichs (der Big Mac wurde übrigens bereits 1968 erfunden). 2013 standen die Zeichen weiter auf Wachstum. Auch wenn der Umsatz nur um 0,2 Prozent anstieg, verdiente McDonald’s wesentlich mehr. Zudem wurden 2013 2,8 Mrd. US-Dollar in neue und bestehende Restaurants investiert. 2013 wurden 4,9 Mrd. US-Dollar in Aktienrückkäufe investiert oder an die Anleger ausgeschüttet.

Freier Cashflow wird also an die Investoren verteilt.

Gemäß der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) nach US-GAAP betrug der Gesamtumsatz 2013 28,1 Mrd. US-Dollar. Seit 2009 steigt der Umsatz ununterbrochen an (damals hatte er erst bei 22,7 Mrd. US-Dollar gelegen). Das Ergebnis der gewerblichen Geschäftstätigkeit belief sich 2013 auf 8,2 Mrd. US-Dollar, das Beteiligungsergebnis betrug 78,20 Mio. US-Dollar, das Zinsergebnis lag bei -491,4 Mio. US-Dollar und damit nochmals stärker im Minus (2009 waren es noch -442.5 Mio. US-Dollar gewesen). Der Jahresüberschuss steigt ebenfalls Jahr für Jahr an und belief sich 2013 auf 5,6 Mrd. US-Dollar. In den letzten drei Jahren tendierte er jedoch eher seitwärts (2012: 5,5 Mrd. US-Dollar, 2011: 5,5 Mrd. US-Dollar). Das Netto-Ergebnis je Aktie lag 2013 bei 4,0781 US-Dollar. Für 2013 verzeichnete die McDonald’s Corporation 440.000 Mitarbeiter. McDonald’s verfügte 2013 über 2,8 Mrd. US-Dollar an liquiden Mitteln, 16,0 Mrd. US-Dollar an wirtschaftlichem Eigenkapital, 16,6 Mio. US-Dollar an gezeichnetem Kapital, 17,5 Mrd. US-Dollar an Verbindlichkeiten. Die Bilanzsumme beträgt 36,6 Mrd. US-Dollar. Sie wuchs seit 2009 stetig an. Die Eigenkapitalquote lag 2013 bei 43,7109 Prozent. In den Bilanzprognosen werden Umsätze von 28,94 Mrd. US-Dollar für 2014 und 29,80 Mrd. US-Dollar für 2015 aufgeführt. Dies könnte für 2014 ein EBIT von 8,94 Mrd. US-Dollar und für 2015 eines von 9,44 Mrd. US-Dollar bedeuten. Der Gewinn je Aktie wird für 2014 auf 5,765 US-Dollar und für 2015 auf 6,25 US-Dollar veranschlagt. Die Dividende könnte demnach 2014 auf 3,2984 und 2015 auf 3,5517 US-Dollar je Anteilsschein ansteigen. Die Nettoverschuldung des Konzerns könnte sich 2014 auf 11,79 Mrd. US-Dollar erhöhen und 2015 bereits bei 12,37 Mrd. US-Dollar liegen. McDonald’s ist seit vielen Jahren im Sponsoring engagiert. Auch mit der FIFA arbeitet man als Sponsor zusammen.

Es gibt die McDonald’s-Fußballeskorte, das Fußball-Abzeichen von DFB und McDonald’s sowie McDonald’s-Fußball-Camps, um nur die aktuellen Engagements aus, in und für Deutschland zu nennen. Im Rahmen der FIFA-WM 2014 in Brasilien macht McDonald’s Deutschland zum Beispiel Kinderträume war. Aus 25.000 Bewerbungen wurden 15 Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren ausgelost, die dann zusammen mit den jeweiligen Nationalteams ins Stadion einlaufen. Gemäß einer aktuellen Pressemeldung von McDonald’s wird es auf jeden Fall eine deutsche Beteiligung im Finale in Rio geben – und zwar Jeremy (10) aus Schönebeck. Schon McDonald’s Deutschland trägt also hierzulande stark zur Sportförderung bei. International ist man mit McDonald’s Charity sehr engagiert und hat in 38 Jahren schon viel erreicht. Seit 2002 wurden etwa 170 Mio. US-Dollar für wohltätige Zwecke gesammelt. Ein paar Zahlen und Fakten nur für McDonald’s in Deutschland. Das Unternehmen ist deutscher Marktführer in der Gastronomie und seit 1971 in der Bundesrepublik vertreten. Hierzulande existieren 1.468 Schnellrestaurants mit im Jahresschnitt 60.000 Mitarbeitern. Insgesamt gibt es in diesen Filialen mittlerweile 847 McCafé-Einrichtungen. Die Restaurants arbeiten mit Rindfleisch, welches zu rund 90 Prozent aus Deutschland kommt. McDonald’s beruht auf einem Franchise-System. In Deutschland betreiben 237 Franchise-Nehmer rund 80 Prozent der McDonald’s-Filialen (alle Daten für 2013). Zur WM in Brasilien hat man wie bei McDonald’s üblich seit dem 26. Mai Sonderprodukte geschaffen. Germany Fan Double, Brazil Samba Double, Italy Mozzarella Double, Spain Picante Double und Chicken Fan Box stürmen das bekannte Produktportfolio auf dem deutschen Markt. In jedem Land ist die Angebotspalette anders. McDonald’s ist kein zentralistisches Unternehmen!

Die Aktie von McDonald’s ging am Freitag mit einem Kurs von 100,98 US-Dollar aus dem Handel an der Wall Street (NYSE). Damit beträgt die Marktkapitalisierung des Konzerns derzeit 99,81 Mrd. US-Dollar. Das Wertpapier bildete ein 52-Wochen-Hoch bei 103,78 US-Dollar und ein 52-Wochen-Tief bei 92,22 US-Dollar aus. Die McDonald’s-Aktie feierte am 21. April 1965 ihr Börsendebüt. Seitdem fanden 13 Splits statt. Insgesamt sind 988,42 Mio. Aktien im Umlauf. Betrachtet man die Insider-Meldungen zur Aktie von McDonald’s gemäß der SEC (Securities and Exchange Commission), so überwogen in den letzten zwölf Monaten die Verkäufe gegenüber den Käufen leicht (26 Käufe und 32 Verkäufe, allerdings wurden 240.812 Aktien gekauft und nur 224.445 Aktien verkauft). Wenn eines auch unter dem Aspekt des nachhaltigen Geschäftsmodells für McDonald’s spricht, dann die Dividendenhistorie. Seit 1976 baut McDonald’s seine Dividende konsequent aus. Man muss folglich kein Konsument des Burger-Hauses sein – die Aktienentwicklung reicht schon, um sich gut zu fühlen. Die Zukunft bringt dem Kunden den Burger auch via App näher. Soll heißen: Sie laden sich als Kunde ein App von McDonald’s herunter, machen ihre Bestellung bereits von zu Hause online und kommen zur avisierten Zeit in das jeweilige Restaurant, um Ihre Ware abzuholen. In Spanien stehen auch Terminals, an denen die Kunden ihre Bestellung elektronisch aufgeben und bezahlen können – anschließend dürfen sie sie an einem Spezialschalter abholen. Was letztlich zum Erfolg führen wird, wird die Masse der Kunden entscheiden.
 

Unser charttechnischer Ausblick – Besteht noch Kraft für weitere Hochs?
DAX-Future (Kontrakt 09-14) Wie erwartet entschied sich der DAX-Future erneut für die Long-Seite und schaffte einmal mehr den Sprung über die Marke von 10.000 Punkten. Ein neues Allzeithoch wurde nur knapp verfehlt. Dennoch konnte sich der Markt letztendlich mit dem Freitagsschlusskurs sehr stark behaupten und schloss über der historischen Marke von 10.000 Zählern. Wie auch die vergangene Woche zeigte, bleibt der Long-Trend weiterhin die gewinnbringende Richtung. Die Marke von 9.900 Punkten ist hier richtungsentscheidend. Es ist nicht auszuschließen, dass der DAX es dem S&P-Future nachtut und neue Allzeithochs erreichen kann. Neue Hochs bei 10.100 oder gar 10.150 Punkten wären realistisch. Ein unerwarteter Richtungswechsel unter die Unterstützung bei 9.900 Punkten könnte antizyklisch für einen oder zwei Short-Versuche genutzt werden, da der Markt dann doch etwas schneller den Weg in Richtung 9.700 Punkte antreten könnte.

Chart

EUR.USD Auch die letzten fünf Handelstage konnten dem EUR.USD keine nennenswerte Tendenz geben, und so lief der Markt zunächst in Richtung 1,3700, um dann wieder zur Unterstützung 1,3600 zurückzukehren. Die angemahnte Vorsicht sollte sich somit mehr als bezahlt gemacht haben. Als defensiver Trader kann man den EUR.USD in den kommenden Tagen nur von der Seitenlinie aus betrachten. Zu unberechenbar sind die aktuellen Bewegungen, und „sichere“ Trendanalysen sind nicht wirklich machbar. Aggressive Trader könnten ein wenig der Analyse der Vorwoche folgen, sich oberhalb von 1,3600 der Long-Seite annehmen und unterhalb von 1,3600 der Short-Seite.

Chart

Bund-Future (Kontrakt 09-14) Mit einem Test der Hauptunterstützung 146,00 konnte der Long-Seite wunderbar gefolgt werden, was zu einem Gewinn von gut 50 Ticks führte. Vor diesem Gewinn mussten jedoch zwei kleine Verluste verkraftet werden, da nach einem kurzen Erreichen neuer Hochs eine Abwärtsbewegung von 125 Ticks einsetzte. Alles in allem eine Woche mit einem leichten Gewinn im Trading und einem leichten Verlust bei der Markt-Performance. Aus Sicht des Trends und der vorhandenen Unterstützungen ist die Long-Seite weiterhin die gewinnbringende Richtung, was bei Kursen über 146,00/25 zu weiteren Long-Trades führen könnte. Aus Sicht der eingezeichneten Trendlinie sollte ebenfalls der Long-Seite nichts im Wege stehen, wobei ein Bruch derselben auch schon vor den genannten Unterstützungen zur Vorsicht aufrufen sollte. Generell ist die Short-Seite weiterhin nicht unbedingt zu empfehlen.

Chart

S&P-Future (Kontrakt 09-14) Die Anregung, sich von der Short-Seite abzuwenden und sich vollständig der Long-Seite zu widmen, hat sich in den letzten Handelstagen klar ausgezahlt. Ein mehr als 15 Punkte höheres Allzeithoch wurde erreicht und bot den verschiedensten Trading-Ideen den perfekten Nährstoff. Bei nur wenigen kleinen Rücksetzern und einem Freitagsschlusskurs nahe am Allzeithoch war und ist der S&P-Future sehr stark. Betrachtet man die derzeitige Long-Bewegung, die bei 1.800 Zählern begann, aus etwas längerfristiger Perspektive, so ist die historische Marke von 2.000 Punkten in greifbare Nähe gerückt. Theoretisch wäre sogar ein direkter Durchlauf möglich. Näher liegt jedoch das Szenario eines kleinen Rücksetzers vor einem weiteren Anstieg. Short-Trades sollten weiterhin keine Rolle spielen, charttechnisch müsste aus aktueller Sicht so einiges passieren, um den Vorteil in diese Richtung kippen zu lassen.

Chart

Aktie: McDonald’s (US-Dollar) Betrachtet man die vergangenen drei Jahre, so konnte die Aktie von McDonald’s (Symbol: MCD/ISIN: US5801351017) auf der Long- wie auch auf der Short-Seite punkten. Der eine oder andere Trend war in beiden Richtungen vorhanden. Von Nachteil war bislang jedoch, dass Trendfolgeansätze mit etwas längerfristigen beziehungsweise renditestärkeren Grundannahmen nur zu mäßigem Erfolg führten. Auf das Jahr 2014 gesehen, steht der Wert jetzt etwas im Plus. Etwa seit Februar konnte sich ein kleiner Long-Trend etablieren, welcher gerade eine leichte Konsolidierung erfährt. Der Schlusskurs lag am Freitag im Bereich um die Marke von 101,00 US-Dollar. Zieht man Rückschlüsse aus der Vergangenheit, so lässt sich mit der Aktie von McDonald’s langfristig nur mäßig Geld verdienen. Zu oft kommt der eine oder andere Bewegungsausreißer, welcher ein sinnvolles Risiko- und Money-Management zunichtemacht. Der Wert muss, wenn überhaupt, aus einem etwas kurzfristigeren Blickwinkel betrachtet werden. Es ist aktuell nicht auszuschließen, dass erneut Kurse von 103,50 US-Dollar und höher erreicht werden. Dies würde einem realistischen Plus von rund 2,5 bis 4 Prozent gleichkommen. Für diese Überlegung sollte der Wert jedoch nicht mehr nachhaltig unter die Marke von 99,00 US-Dollar fallen. Für weitere Trade-Überlegungen müsste hin und wieder eine neue Analyse gemacht werden, um situativ kurzfristigere Überlegungen anzustellen.

Webinare:
07.07.2014 um 15:00 Uhr Live Trading an den US Börsen
08.07.2014 um 19:00 Uhr Vorstellung der Handelsplattform
15.07.2014 um 19:00 Uhr Vorstellung der Handelsplattform
16.07.2014 um 18:30 Uhr Sommerbörsen = niedrigere Liquidität? Wo liegen die Chancen und Risiken?
18.07.2014 um 15:00 Uhr Live Trading an den US Börsen

Disclaimer

CFD sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 66% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Weitere News Beiträge Weitere News Beiträge