Mehr Fusionen und Übernahmen – PSA Groupe und GM – Deutsche Bank unter Druck

ThinkMarkets:

Am Montag dreht sich alles um Firmenfusionen und Übernahmen, welche die Marktstimmung steuern. Die europäischen Märkte sind jedoch bereit, zu Beginn einer ereignisreichen Woche voller Makroereignisse und Wirtschaftsdaten, niedriger zu öffnen. Janet Yellens Rede am Freitag ist die letzte wichtige Nachricht von Seiten des Fed Komitees, bis dieses schließlich seine Entscheidung in der folgenden Woche bekanntgibt. Der Bericht der vom aktuellen Zeitpunkt bis zu dem Zeitpunkt an dem sie eine Entscheidung über einen Zinsanstieg macht, wirklich an Bedeutung ist, sind die US Nonfarm-Payroll Daten, die am Freitag veröffentlicht werden. Die Prognose liegt bei einem Anstieg von 190 tausend Jobs und es wird keine Änderung der Beschäftigungsquote erwartet. Die Zahl die eine Menge Aufmerksamkeit erhalten wird, ist der Durchschnitts-Stundenverdienst, dessen Prognose bei 0,3% liegt.

Was Öl betrifft, könnte der Ölmarkt durch die der jährliche einwöchige CERA Konferenz, auf der mehrere OPEC Minister sich über die Erweiterung des Zeitrahmens der Produktionskürzung äußern könnten, ebenfalls etwas mehr Volatilität erleben.

In Europa wird Mario Draghi am Donnerstag eine Rede halten, und es wird vorausgesagt, dass er nicht von seinem ursprünglichen Plan über quantitative Lockerung zurückweichen wird. Die Gesamtinflation, welche die EZB als Entschuldigung verwendet, die quantitative Lockerung aufrechtzuerhalten, hat sich verbessert und das Ziel der EZB von 2% im Februar erreicht. Es werden diese Woche zudem die Daten der Industrieproduktion für Deutschland, Frankreich und Italien veröffentlicht, von denen einige dieser Daten womöglich den Druck auf die EZB erhöhen wird, doch wir nehmen an, dass die Bank die quantitative Lockerung bis zum Ende diesen Jahres aufrechterhalten wird, da der zugrundeliegende Preisdruck noch verhalten ist.

Im Vereinigten Königreich werden Investoren einen Blick auf Phillip Hammonds bevorstehenden Haushaltsplan werfen. Es gab Versprechen, dass zusätzliches Geld beiseitegelegt werde, um die Auswirkungen des Brexits abzuwehren, was einen Schwerpunkt darlegen wird. Die Regierung wird sich von Anleihen zur Finanzierung ihrer Ausgabenpolitik fernhalten müssen, im Speziellen wenn sie es mit dem Haushaltsgleichgewicht im nächsten Parlament ernst meint.
 

Was Aktien betrifft, wird die Deutsche Bank weiterhin Aufmerksamkeit von Tradern erhalten, während diese über die Zukunft des Unternehmens nachdenken. Die Bank wird Aktien im Wert von 8 Milliarden Euro anbieten, und ihre Ausgaben bis 2018 auf 22 Milliarden Euro reduzieren. Gleichzeitig wird die Bank ihre Beteiligung an Asset-Management-Einheiten kürzen wird, indem sie sich mehr auf ihr Kerngeschäft konzentriert.

Eine weitere wesentliche Neuigkeit die übers Wochenende herauskam, war die Übernahme von Aberdeen Investment durch Standard Life. Die Firma führt aktuell Gespräche, Aberdeen Investment aufzukaufen, und das Angebot ist stark im Einklang mit dem Marktwert am Freitag von 3,77 Milliarden Pfund. Die Industrie hat sich spürbar verändert, und passive Anlageverwalter sind viel billiger als aktive Verwalter, somit ist es an der Zeit, das Schiff vor dem Untergang zu retten. Die Synergie könnte helfen, die Kosten um fast 200 Millionen Pfund pro Jahr zu reduzieren, was eine beachtliche Zahl ist.
 

Groupe PSA macht am Montagmorgen ebenfalls viel Lärm, nachdem sie bestätigte, dass die General Motors Co. Opel Tochter aufkaufen wird. Der Wert des Geschäfts liegt bei 2,2 Milliarden Euro. Dies erbringt der PSA Groupe nicht nur einen Wettbewerbsvorteil in ihrem Kernmarkt, sondern auch in anderen Marktsegmenten. In dieser Art von Firmenfusionen erlangt die Kostenersparnis eine Menge Aufmerksamkeit von Anlegern, und es wird erwartet, dass dieses Geschäft helfen wird, eine Einsparung von 1,7 Milliarden Euro bis 2026 zu generieren. BNP Paribas ist an der Frontlinie zur Finanzierung, und die Bank wird 50 Prozent des Unternehmens im Wert von 450 Millionen Euro kaufen. Das Geschäft ist eine gute Entscheidung für GM, da das Unternehmen Geld verloren hatte und ferner gescheitert ist, die Gewinnschwelle im Jahr 2016 zu erreichen und seit 2009 fast $9 Milliarden verloren hat.
 

Bezüglich des Ölmarkts, sind alle Augen auf Libyen gerichtet, wo die Produktion von erhöhten Spannungen zwischen Milizen und dem Militär beeinflusst wird. Der Staat hat die Produktion um 50 tausend Barrel pro Tag reduziert. Dies ist wohl Musik in den Ohren der OPEC und die Produktion könnte weiterhin gefährdet werden, wenn die Situation sich fortdauernd zuspitzt. Trotz alledem, tradet Rohöl im globalen Wachstum niedriger. Der kurzfristige Support liegt bei 51,87 und die Resistenz liegt bei 5,87.

Autor: Naeem Aslam
Die hier formulierten Gedanken und Meinungen sind ausschließlich die des Autors und spiegeln nicht zwingend die Ansicht von ThinkMarkets wider. Dieser Kommentar dient lediglich zu Informationszwecken und sollte nicht als Anlageberatung betrachtet werden. Jegliche Prognosen über künftige Marktentwicklungen sind indikativ. Die Entscheidung, beschriebene Techniken, Ideen und Vorschläge umzusetzen, liegt alleine im Ermessen des Lesers.

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