Minijob: Jahr des Beschäftigungsbeginns entscheidend für Rente

Credit Europe Bank: Nach Angaben des Sozialverbandes VdK erzielen Frauen im Schnitt zehn Jahre weniger Rentenversicherungszeiten als Männer. Die Gründe dafür sind vielfältig: Kindererziehungszeiten, Pflege von Angehörigen, Teilzeitjobs etc.

 

Was viele nicht wissen: Niedrige Rentenanwartschaften lassen sich auch bei einer Beschäftigung im Minijob verbessern. Dies ist möglich durch zusätzliche Rentenzahlungen zur Altersvorsorge.

 

Dabei spielt das Jahr des Beschäftigungsbeginns allerdings eine wichtige Rolle:
Minijob vor 2013: Wurde der Minijob-Vertrag bereits vor 2013 abgeschlossen, kann man mit einer geringen freiwilligen Zuzahlung seine Rentenanwartschaft verbessern und sich zugleich alle staatlichen Förderungen der Riester-Rente sichern. Das geht so: Der Arbeitgeber führt bei Minijobs pauschal 15 Prozent des Lohns an die gesetzliche Rentenversicherung ab.

 

Diesen Betrag stockt die Minijobberin freiwillig um 3,7 Prozent auf. Dadurch wird der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung von 18,7 Prozent erreicht. Bei 450 Euro im Monat entspricht dies einem Betrag von 16,65 Euro, bei geringerem Verdienst entsprechend weniger. Dieser Betrag fließt auf das persönliche Rentenkonto und erhöht den Rentenanspruch.

Minijob ab 2013: Seit 2013 sind Minijobber automatisch voll von der gesetzlichen Rentenversicherung abgesichert und haben dadurch neben der Renteneinzahlung auch Anspruch auf Reha-Leistungen, Erwerbsminderungsrente und Riester-Förderung. Das bedeutet, die Aufstockung der Rentenbeiträge erfolgt automatisch, und zwar im gleichen Umfang wie die oben skizzierte, freiwillige Leistung.

 

Wer das nicht möchte, der kann der automatischen Beitragszahlung jedoch widersprechen. Dazu genügt ein Antrag auf Versicherungsfreiheit. Dann bleibt es bei der pauschalen Abgabe des Arbeitgebers – der Minijobber leistet keinen Eigenbeitrag.

Was macht der Minijob mehr an Rente aus?

Laut Deutscher Rentenversicherung erzielt ein Jahr Minijob bei einem monatlichen Verdienst von durchgehend 450 Euro bei alleiniger Beitragszahlung des Arbeitgebers eine monatliche Rentensteigerung von etwa 3,55 Euro. Bei der Zahlung des vollen Rentenversicherungsbeitrags unter Beteiligung des Minijobbers steigt die Rentenerwartung um einen weiteren Euro pro Monat an.

 

Das klingt nach nicht viel, summiert sich aber im Lauf der Zeit. Zudem sollte man bedenken, dass die Mehrleistung ebenfalls von der jährlichen Rentenanhebung profitiert und man sich viele Zusatzansprüche wie Reha-Leistungen oder Erwerbsminderungsrente sichert.

 

 

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