Nur “schrittweise” Zinserhöhungen halten den Bullenmarkt am Leben

London Capital Group: Ein Bankfeiertag in London dürfte den Handel in Europa am Montag ziemlich dünn halten. Händler haben das Wochenende genutzt, um die Äußerungen der Zentralbanker in Jackson Hole zu verarbeiten. Die Reaktion des Aktienmarktes auf die Rede des Fed-Vorsitzenden Powell war weder von Anerkennung noch von Gleichgültigkeit geprägt. Sowohl der S&P500 als auch der Nasdaq erreichten am Freitag ein Allzeithoch, und der Dow gewann über 100 Punkte hinzu.

Die Aktien in Asien folgen den guten Vorgaben der Wall Street, und die Futures in Europa deuten auf einen positiven Start hin.

Powell äußerte sich dahingehend, dass die Wirtschaft stark sei, wie schon in vorangegangenen Ausführungen, hielt sich aber bei der Beurteilung des Ausblicks zurück, der daher auch nicht mehr als den bestehenden “schrittweisen” Anstieg der Zinssätze anzeigt. Der Dollar hat in den letzten Monaten mit einem großen Aufbau von Long-Optionen und Futures-Positionen etwas überzogen ausgesehen, und hat in den letzten Wochen wieder einige Gewinne abgegeben.

Einige Händler hatten sich klar für Powell positioniert, der Jackson Hole dazu nutzen würde, eine straffere Politik anzudeuten, doch dies blieb aus. Die Schwäche des Dollars verhalf Gold zu seinem ersten positiven Wochenschlusskurs seit 8 Wochen, die Unze konnte wieder über 1200 USD steigen.

Die politischen Turbulenzen, die den US-Präsidenten und seine Berater heimgesucht haben, scheinen die Stimmung am Markt wenig gedämpft zu haben. Doch die politischen Themen Trumps könnten wieder deutlicher hervortreten, wenn er sich wieder Themen wie dem Handelskrieg als Mittel der Ablenkung zuwendet.

 

 


 

 

Die Gespräche über die Handelsauseinandersetzungen sind in der letzten Woche ruhmlos zu Ende gegangen, aber die Erwartungen waren anscheinend niedrig genug gesetzt worden, so dass die Enttäuschung begrenzt war.

Am heutigen Montag werden die deutschen IFO-Daten veröffentlicht. Die Erwartungen gehen dahin, dass die Geschäftsentwicklung im August nach den Einbrüchen in den Vormonaten leicht angezogen hat. Zumindest scheint Europa vorerst aus der Schusslinie der US-Sanktionen geraten zu sein, was den deutschen Wirtschaftsführern einige Erleichterung bringen sollte.

 

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