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Papiere der Commerzbank im Höhenflug!
Die Woche endet für das Papier der Commerzbank AG im dicken Plus.
Grund war hauptsächlich ein Gerücht. Händler wiesen auf gestreute Gerüchte hin, der Staat würde seinen Anteil an der Bank durch eine Wandelanleihe reduzieren wollen.
Noch liegt der Anteil des Staates an der Bank bei 25% plus einer Aktie – jeder Bürger ist somit eigentlich Aktionär der Bank, treuhänderisch verwaltet durch den Soffin.
Das Bundesfinanzministerium kann sich eigentlich auf höhere Notierungen freuen, dementierte den Unsinn aber prompt. Man halte weiter an dem jetzigen Konstrukt fest, das voerst Ruhe in die Bank bringe und Stabilität gewährleiste.
In der Spitze legte das Papier bis auf EUR 6,67 um zeitweise über 9% zu.
Von vielen Stellen und auch aus der Bankenbranche würde man allerdings solche Schritte bevorzugen. Der Staat habe zur Zeit des Beteiligungseingangs bereits geäußert, sich möglichst in allen Belangen des aktiven Geschäfts herauszuhalten, damit die Bank weiterhin die Luft zum atmen habe, die sie zur gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nun mal brauche.
Ohnehin hatte man als Staat Deutschland eine gewisse Hilfspflicht für die angeschlagene Commerzbank gehabt – schließlich wollte man eine zweite deutsche Großbank neben der Deutschen Bank implementieren und unterstützte die Pläne des Verschmelzens von Dresdner Bank und Commerzbank.
Mittlerweile ist der Markt aber wieder reif auf eigenen Füßen operieren zu können und demnach auch die Bank besser bedient, breit gestreute Aktionäre zu haben. Der Staatsanteil wäre besser über kurz oder lang wieder an private Investoren abzugeben.
Ob dies jedoch vor der Bundestagswahl passiert, sei mal dahingestellt.
Jeder Deutsche würde sich aber bestimmt freuen, wenn der Staatsgeldbeutel wieder um einige Euro gefüllt würde.
Jedes Unternehmen ist ein gutes Unternehmen, wenn es ohne Staat auskommt. Jedes Unternehmen ist ein für Aktionäre interessanteres Unternehmen, wenn der Staat nicht in irgendeiner Weise beteiligt ist. Und obendrein glänzt ein Unternehmen, wenn es in der schlimmsten Krise auch ohne Staatsknete auskommt – das ist beeindruckend und das beeindruckt auch jeden Geschäftspartner (siehe Deutsche Bank).
Wie könnte es nun bei der Commerzbankaktie weitergehen?
Noch am 08.06.2007 sah man Spitzenkurse um die Höchstmarke von EUR 38,20 – der Einbruch erfolgte dann besonders hart bis auf den derzeitigen Tiefstand aus dem März bei EUR 2,22 am 06.03.2009.
Wie könnte es nun weitergehen?
An der generellen Einschätzung zur Commerzbankaktie gegenüber der Analyse vom Juni hat sich nicht sehr viel geändert. Charttechnisch betrachtet hätte die Aktie sogar am heutigen Handelstag die Chance gehabt ein neues Jahreshoch zu knacken. Durch den Anstieg in der Woche ist die Aktie nun technisch überkauft. Taggleich vollzog auch der DAX30 ein neues Jahreshoch. Mit Konsolidierungsbewegungen ist somit zum Wochenanfang zu rechnen.
Klicken Sie hier, um eine grafische Darstellung zu erhalten:
Unterstützungen generiert für den Freitag als Handelstag finden sich bei 5,987 (S1) / 5,888 (S2) / 5,737 (S3), die Widerstände im Bereich von 6,237 (R1) / 6,688 (R2) / 6,487 (R3)
Das Papier der Commerzbank AG generiert einen RSI-Wert noch im neutralen Bereich bei 72,260 auf Tagesbasis und notiert zum Zeitpunkt der Analyse bei EUR 6,56.
CFD-Trader sollten die derzeitige charttechnische Situation nutzen und sich für Shortpositionierungen bereithalten.
Möglichkeiten bieten sich mit Stops oberhalb der Notierung von S3 an sehr risikoarme knapp um die Marke von EUR 7,10 über dem jahreshoch mit Puffer.
Beachten Sie bitte wie immer: Entstandene Gewinne sollten definitiv mitgenommen werden!
Disclaimer & Risikohinweis
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