Reisekasse: Nicht alles auf eine Karte setzen
Debitkarte oder Kreditkarte – welche Karte gehört im Urlaub ins Portemonnaie? Spätestens beim Bezahlen im Ausland zeigt sich, dass die Unterschiede größer sind als gedacht. Während die Debitkarte im deutschen Alltag selbstverständlich ist, bietet die Kreditkarte auf Reisen oft mehr Flexibilität. Wer die Vor- und Nachteile kennt, bleibt handlungsfähig – und reist deutlich entspannter.
Das Hotel ist gebucht, der Koffer ist gepackt – doch was kommt ins Portemonnaie? Laut einer aktuellen YouGov-Umfrage im Auftrag der Postbank füllt es die Mehrheit der Urlauber mit Münzen und Scheinen: 56 Prozent der Befragten mit Reiseplänen wollen auf ihrer nächsten Reise mit Bargeld bezahlen. Auf Platz zwei folgt die Kreditkarte (40 Prozent), dahinter die Giro- bzw. Debitkarte (34 Prozent).
Während früher eine Unterschrift zur Freigabe der Zahlungen ausreichte, ist heute bei der Kreditkarte die Eingabe der PIN nötig. „Die Kreditkarten-PIN sollte man sich vor Reiseantritt gut einprägen – und auf keinen Fall notieren“, sagt Britta Zander.
Mehr Spielraum oder Kontrolle
Anders als bei einer Debitkarte werden die Umsätze bei einer Kreditkarte nicht umgehend abgebucht, sondern gesammelt und in der Regel einmal im Monat abgebucht „Das verschafft Luft, erfordert aber einen guten Überblick über die eigenen Ausgaben“, so die Postbank Expertin.
Eine Alternative sind Prepaid-Kreditkarten. Sie funktionieren wie klassische Kreditkarten, müssen jedoch vorab mit Guthaben aufgeladen werden. „Das verbindet die Akzeptanz einer Kreditkarte mit voller Kostenkontrolle“, erklärt Britta Zander.
„Gerade für sicherheitsbewusste Reisende oder junge Erwachsene ist das eine gute Option, zumal Verwandte zu Hause jederzeit Geld auf die Karte überweisen können.“ Unabhängig vom Kartentyp lohnt sich ein Blick in die Konditionen: Auslandseinsatz- oder Fremdwährungsgebühren können auch bei einer Prepaid-Karte Kosten verursachen.
Klug kombiniert
„Die Kaution wird dabei nur vorübergehend auf der Karte reserviert und nach ordnungsgemäßer Rückgabe wieder freigegeben. Für das Hotel oder den Vermieter ist das eine Sicherheit: Die kartenausgebende Bank garantiert, dass offene Kosten – etwa für Schäden oder Zusatzleistungen – beglichen werden können“, sagt Britta Zander. Ihr Rat: „Am besten kombiniert man mehrere Zahlungsmittel – etwa Kreditkarte, Debitkarte und etwas Bargeld. So bleibt man flexibel, falls eine Karte nicht akzeptiert wird oder ausfällt.“
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