Robuste Konjunktur gegen mögliche Invasion Russlands

CMC Markets: Der gestrige Handel war ganz nach dem Credo robuste Konjunkturdaten gegen die Ukraine-Krise und einer möglichen Invasion Russlands in die Ukraine. Die Nato enthüllte Fotos, die mögliche russische Aktivitäten auf ukrainischen Territorien belegen sollen. Diese Aktivitäten sorgten bei den Anlegern zunächst für schlechte Stimmung und der Dax gab bis in den Mittagshandel um knapp 150 Punkte ab. Am Nachmittag wussten dann gute US-Konjunkturdaten zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das zweite Quartal die Markteilnehmer zu überzeugen. Die US-Wirtschaft wuchs im vergangenen Quartal um 4,2%** und konnte somit die Erwartungen mehr als übertreffen. Der Weltindizes starteten daraufhin eine Erholung die bis heute Morgen bestand hat. Der Dax notiert aktuell im positiven Terrain bei 9504 Punkte und einem Zuwachs von 0,47%*. An den Währungsmärkten setzten die guten Daten aus Amerika dem Euro weiterhin zu. Das Währungspaar EUR/USD notiert weiterhin unter 1,32 auf dem tiefsten Stand seit Mai. Die Marktteilnehmer scheinen hier mögliche Eingriffe der EZB, in ihrer nächsten Sitzung am kommenden Donnerstag vorweg zu nehmen. Entscheidende Informationen erhalten die Notenbänker heute wahrscheinlich von den um 11:00Uhr veröffentlichten Verbraucherpreise, die die weitere Inflationsentwicklung aufzeigen werden, bevor am nächsten Dienstag die Erzeugerpreise anstehen.

Weiterhin im Fokus sind die Renditen und der Höhenflug deutscher Anleihen. Zum ersten Mal in der Geschichte Stand gestern der EONIA (EURO OverNight Index Average), also der Zinssatz für kurzfristige unbesicherte Geldmarktkredite, bei -0,004%. Das bedeutet also, dass man faktisch Geld bezahlen muss, wenn man sein Geld im Interbankenmarkt über Nacht anlegt. Die Renditen für 10-jährige deutsche Anleihen sind ebenfalls weiterhin auf einem Rekordtief und notieren bei 0,88%, was den Bund-Future in neue Sphären brachte. Die Entwicklungen am Rentenmarkt sind somit weiterhin geprägt von den Geldpolitischen Maßnahmen der europäischen Zentralbank (EZB). Es wird also interessant sein, welchen Weg die EZB am kommenden Weg einschlagen wird. Kommt es zu keinen weiteren Maßnahmen, dies bedeutet keine Zinssenkungen oder die Aufnahme von QE-Maßnahmen (Staatsanleihen-Käufen), könnte aufgrund der dann entstehenden EURO-Stärke die Renditen wieder zu steigen beginnen.

Heute Nachmittag stehen außerdem die Persönlichen Einkommen und Ausgaben in den USA auf der Agenda. Es folgen später noch das Chicago Einkaufsmanagerindex und das von der Uni Michigan ermittelte US-Verbrauchervertrauen. Die Volatilität des gestrigen Tages könnte also beibehalten werden.

Apple, bekanntlich der Hersteller des IPods und IPhones, verkündete gestern das nächste offizielle Presse-Event. Am 09.09.2014 ist die Weltpresse nach Cupertino, dem Hauptsitz Apples eingeladen. Man spekuliert, dass hier das neue IPhone 6 und weitere neue Produkte von Apple vorgestellt werden. Die Apple Aktie war in den vergangenen Wochen einer der stärksten Performer am Markt und wird zu diesem Event sicherlich noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.

Vorbörslich handelt der Dow Jones und S&P 500 mit einem Aufschlag von 0,2% zum Vortagesschluss.

  • * Gegenüber dem Vortagesschlusskurs
  • ** Gegenüber der Vorperiode

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