Sand im Getriebe: Abgesang der heimischen Wirtschaft

Bernstein Bank: Es knirscht heftig im DAX. Während die Wall Street im Zuge der neuerlich angeheizten Zinsfantasie auf Rekordjagd geht, kommen die deutschen Aktien nicht voran. Das liegt an diversen Gewinnwarnungen der vergangenen Tage. Am Freitag sorgte nun Daimler für schlechte Laune.

Jetzt kriselt selbst Daimler
Der DAX ist am Freitagvormittag seitwärts gelaufen, er pendelte rund 0,1 Prozent im Minus. Alles in allem kein wahrer Spaß für Anleger im Online-Aktienhandel. In diesem zähen Markt kann es durchaus Sinn machen kurzfristig auf CFDs zu setzen. Jedenfalls, sofern sie auf Deutschlands beste CFD Broker mit Bafin-Lizenz setzen. Kein Wunder, dieser Stillstand an der Börse.

Die jüngsten News sehen doch sehr nach einem Abgesang der heimischen Wirtschaft aus.

Die Deutsche Bank baut eine Bad Bank auf und entlässt massenhaft Angestellte; die Bilder erinnerten an den Exit der Mitarbeiter von Lehman Brothers. Dann BASF, Krones oder Aumann. Die deutschen Energiekonzerne wurden sowieso schon durch die Energiewende fast vernichtet.

 

Grün wirkt
Und nun Daimler. Am Freitagmorgen meldete der Autokonzern einen schwachen Ausblick für das Gesamtjahr. Allein für das Thema Diesel – vor der Vergrünung der Republik war dies überhaupt kein Thema – wurden die Rückstellungen um 1,6 Milliarden Euro erhöht. Und das Ebit soll nun „deutlich unter Vorjahr“ liegen, nachdem bisher noch ein Ergebnis auf Vorjahresniveau angepeilt worden war. Öko wirkt!

Dabei haben gerade Forscher der finnischen Universität Turku fast zeitgleich mit Wissenschaftlern der Universität Kobe belegt, dass es quasi keinen menschlichen Einfluss auf einen etwaigen Klimawandel gibt. Dass sich das Klima sowieso immer wandelt, erkennen Sie schon daran, dass das eisige Grönland einst Grünland war – und deswegen von den Wikingern besiedelt werden konnte.

 


 

Asien ist guter Dinge
Und was macht der Handelsstreit zwischen China und den USA? Agonie. So beklagte sich Trump gestern via Twitter darüber, dass China nicht in großem Umfang Produkte bei den US-Farmern einkaufe. Dies hatte Peking nach dem jüngsten Waffenstillstand zum G-20-Gipfel eigentlich versprochen. Trotzdem zog der CSI-300 um 0,6 Prozent an auf 3.809 Stellen. In Japan legte der Nikkei um 0,2 Prozent zu auf 21.686 Zähler.

 

27.000
Dennoch herrschte gestern Kauflaune in den USA. Der Dow Jones Industrial hatte am Donnerstag erstmals in seiner Geschichte die Marke von 27.000 Zählern genommen. Auch der Hightech-Index Nasdaq 100 erreichte erneut einen Höchststand, der Index steht nun kurz vor der 8.000. Der Grund: Fed-Chef Jerome Powell bestätigte nun im Senat die Hoffnungen auf Zinssenkungen.

Vor dem Bankenausschuss sagte er, eine „etwas mehr konjunkturfördernde Geldpolitik“ sei wohl „angebracht“. Zuvor hatte schon die gesunkene Inflationsrate in den USA die Wall Street erfreut.

 


 

Allerdings steckten viele Anleger erst einmal Gewinne ein, zumal die erwähnte Trump-Meldung im Zollstreit für einen kleinen Stopper sorgte. Der Dow notierte am Handelsende immerhin noch mit einem Plus von 0,9 Prozent bei 27.088 Zählern. Der Nasdaq 100 musste sogar ein Minus von 0,1 Prozent hinnehmen und schloss bei 7.897 Stellen. Der marktbreite S&P 500 ging mit einem Gewinn von 0,2 Prozent bei 2.999,91 Stellen aus dem Tag.

 

Krypto nicht gut
Ansonsten bremste Trump auf Twitter die Euphorie in Sachen Krypto-Währung. Wenn Facebook und andere Unternehmen eine Bank werden wollten, bräuchten sie eine entsprechende Konzession und müssten sich der gleichen Regulierung wie jede andere nationale oder internationale Bank unterwerfen.

Und:
„Ich bin kein Fan von Bitcoin und anderen Kryptowährungen.“ Denn es handele sich dabei nicht um Geld; unregulierte Krypto-Anlagen könnten illegale Machenschaften wie Drogenhandel fördern. Die einzig wahre US-Währung sei der Dollar.

Nun ja, wenn die Notenbanken den inneren Wert des Geldes durch niedrige Zinsen senken, dann suchen die Menschen eben nach nicht manipulierbaren Alternativen. Etwa Gold, Silber, Land, Immobilien oder eben Krypto. Wir sind gespannt, ob die diversen Anbieter bald rechtlich gestoppt werden, was den Handel austrocknen und Freude auf der Short-Seite bringen könnte.

 

 

Das bringt der Tag
Zum Wochenende dürfte die Luft im weltweiten Handel erst einmal raus sein. Denn außer den US-Erzeugerpreisen, die um 14.30 Uhr gemeldet werden, steht kein wirklich wichtiger Termin auf dem Programm.

 

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