Siemens Healthineers Börsengang noch im 1. Quartal?

  • Siemens plant Börsengang für die bestehenden Aktien von Siemens Healthineers
  • Börsengang soll planmäßig in der ersten Jahreshälfte 2018 erfolgen, vorbehaltlich Kapitalmarktumfeld
  • Bedeutender Minderheitsanteil soll in den Streubesitz übergehen
  • Notierung im Regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Börse vorgesehen

Die Siemens AG („Siemens“) und Siemens Healthineers kündigen an, dass der geplante Börsengang der Siemens Healthineers AG („Siemens Healthineers“) vorbehaltlich Kapitalmarktbedingungen in der ersten Jahreshälfte 2018 erfolgen soll.

Bei dem Börsengang handelt es sich um eine Zweitplatzierung von Aktien aus den bestehenden Anteilen von Siemens. Der geplante Streubesitz eines bedeutenden Minderheitsanteils wird voraussichtlich einen liquiden Markt für die Aktien von Siemens Healthineers schaffen.

Die Mehrheit der Aktien an Siemens Healthineers bleibt langfristig bei Siemens. Der Börsengang ist im Regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Börse geplant.

Bereit für das IPO
„Siemens Healthineers ist jetzt bereit für sein Börsendebüt“, sagte Michael Sen, Vorsitzender des Aufsichtsrats von Siemens Healthineers und Vorstandsmitglied von Siemens.

„Siemens Healthineers ist ein erstklassiges Unternehmen. Wir haben hart dafür gearbeitet, nun ein so spannendes Geschäft an die Börse zu bringen und erwarten, dass Siemens Healthineers seine Stärken nach dem Listing noch effektiver einsetzen kann.“

Siemens Healthineers ist in einem attraktiven Markt aktiv, welcher tiefgreifenden Veränderungen unterliegt und große Chancen bietet. Seine starke Position im Zentrum der klinischen Entscheidungsfindung bietet Siemens Healthineers eine hervorragende Basis, um von diesem Wandel zu profitieren.

Während Siemens Healthineers ein Kerngeschäft von Siemens bleibt, wird der Börsengang die unternehmerische Flexibilität erhöhen und das Fundament für künftiges Wachstum legen.

Weltweit führendes Unternehmen im Gesundheitswesen
Mit einem Umsatz von 13,8 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2017 – geografisch ausgewogen und stabil, da mehr als 55 Prozent davon wiederkehrend – und einem bereinigten Profit von 2,5 Milliarden Euro (was einer bereinigten Profit-Marge von ca. 18 Prozent entspricht) ist Siemens Healthineers ein weltweit führendes Unternehmen im Gesundheitswesen.

„Wir sind in einer starken Position, um die Zukunft des Gesundheitswesens zu gestalten. Durch den Börsengang erhalten wir die zusätzliche Freiheit, die wir brauchen, um unsere globale Führungsrolle weiter auszubauen.

Mit unserer Strategie 2025 sind wir ideal positioniert, um den Paradigmenwechsel in unserer Branche zu nutzen und weiteres Wachstum zu generieren,“ sagte Bernd Montag, CEO von Siemens Healthineers.

Aufgrund der Breite und Tiefe seines Portfolios genießt Siemens Healthineers innerhalb der Branche eine einzigartige Relevanz. Als bewährter Innovationsführer ist das Unternehmen ein Vorreiter in der Digitalisierung des Healthcare-Marktes.

Rentabilität soll weiter steigen
Siemens Healthineers marktführender Geschäftsbereich Imaging ist für kontinuierliches Wachstum und Wertschöpfung gut positioniert. Das umsatzstärkste Segment des Unternehmens treibt Innovationen auf Basis seiner starken finanziellen Ergebnisse voran.

Im Bereich Diagnostics hat Siemens Healthineers vor kurzem Atellica Solution eingeführt, das Unternehmenserwartungen zufolge einer der zentralen Wachstums- und Rentabilitätstreiber für das Segment werden soll.

Weiterhin nimmt die Markteinführung des Labordiagnostiksystems an Fahrt auf: Die ersten 100 Systeme wurden planmäßig ausgeliefert und erhielten Kundenfeedback, das die Erwartungen bei Weitem übertraf.

Darüber hinaus ist Siemens Healthineers ein globaler Marktführer im Bereich Advanced Therapies und gut positioniert, um von den langfristigen Wachstumschancen in diesem Segment zu profitieren.

Auf Kurs für Wachstum und Margenausweitung
Für die Kernmärkte von Siemens Healthineers mit einem geschätzten Volumen von mehr als 50 Milliarden Euro pro Jahr wird von 2016 bis 2021 ein jährliches Wachstum von durchschnittlich drei bis fünf Prozent erwartet, unterstützt durch Megatrends wie eine wachsende und alternde Bevölkerung, die Zunahme chronischer Erkrankungen, den verbesserten Zugang zur Gesundheitsversorgung in aufstrebenden Ländern sowie den technologiegetriebenen Wandel.

Als unabhängiges Unternehmen wird Siemens Healthineers von der zunehmenden Agilität und einer starken Kapitalstruktur profitieren, so dass das Unternehmen ausgezeichnet positioniert ist, um mittel- und langfristige Marktchancen zu nutzen. Siemens Healthineers wird dabei von einer vollständig eigenständigen Organisationstruktur profitieren.

Mit seiner Strategie 2025 beabsichtigt Siemens Healthineers, das Umsatzwachstum mit struktureller und kontinuierlicher Margenausweitung zu beschleunigen.

Dividenden bis 60% des Nettoertrages
Basierend auf seinem stabilen Geschäftsmodell plant Siemens Healthineers eine Dividendenausschüttungsquote von 50 bis 60 Prozent des Nettoertrages.

Zudem wird ein Verschuldungsfaktor (Verhältnis der Nettoverschuldung einschließlich Pensionsverbindlichkeiten zum EBITDA) von 1,5x nach Börsengang die finanzielle Flexibilität bereitstellen, um die sich bietenden Möglichkeiten ergreifen zu können. Siemens Healthineers wird weiterhin vollständig im Konzernabschluss von Siemens konsolidiert werden.

Deutsche Bank, Goldman Sachs International und J.P. Morgan agieren bei der geplanten Transaktion als Joint Global Coordinators. Zusammen mit BNP PARIBAS, BofA Merrill Lynch, Citigroup und der UBS Investment Bank stellen sie die Joint Bookrunners dar. Berenberg, COMMERZBANK, HSBC, Jefferies, Nordea, RBC und UniCredit wurden als Co-Lead Manager bestimmt.

 

Tipp der Redaktion: Siemens plant Börsennotierung von Siemens Healthineers

 

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