Sitzung der Bank of England – Das Ergebnis

Bernstein Bank: Am Ende der Sitzung vom Donnerstag beließ die Bank of England ihren Leitzins bei 0,1 %. Außerdem ließ sie den Umfang der Ankäufe von Vermögenswerten am Markt unverändert bei 895 Mrd. GBP. Dies war von Analysten und Märkten erwartet worden. Allerdings gibt es auch Nuancen.

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Um welche Nuancen geht es dabei? Es geht um die rasche Erholung der britischen Wirtschaft. Und ein rascher Anstieg der Inflation.

Die Bank of England hat ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum im Jahr 2022 von 5,75 % im Mai auf 6 % angehoben. Sie stellte außerdem fest, dass das BIP des Vereinigten Königreichs im zweiten Quartal 2021 um 5 % wachsen wird und damit etwas höher als im Mai erwartet.

Die Regulierungsbehörde stellt fest, dass sich die Inflation im Land deutlich beschleunigt hat und das Ziel von 2 % überschritten hat. Das Preiswachstum wird sich voraussichtlich in naher Zukunft vorübergehend beschleunigen und im vierten Quartal 2021 4 % erreichen.

Insbesondere hat die Bank of England erklärt, dass im Prognosezeitraum wahrscheinlich eine leichte Straffung der Geldpolitik erforderlich sein wird, wenn sich die Wirtschaft entsprechend ihren Prognosen entwickelt.

Die Bank of England wies auch darauf hin, dass die Schwelle für die Beendigung ihrer Käufe im Rahmen des Programms zur quantitativen Lockerung niedriger sei als zuvor.

 


 

Wozu kann das führen?

Das Vereinigte Königreich könnte die erste der führenden Volkswirtschaften der Welt sein, die mit einer Straffung der Geldpolitik beginnt. Es hat keine so großen Probleme mit der Arbeitslosigkeit wie die USA. Und alle Auflagen, die in der EU ständig gemacht werden, sind aufgehoben worden.

Eine Verringerung der Ankäufe von Vermögenswerten könnte Ende 2021 in Kraft treten. Und die erste Zinserhöhung wird im 2. Quartal 2022 erfolgen.

Es scheint, dass beide Ereignisse noch in weiter Ferne liegen. Doch die Märkte leben mit den Erwartungen. Und angesichts der Erwartung einer ultralockeren Geldpolitik in Japan, der EU und den USA könnte das britische Pfund rasch ansteigen. Ein einziger Hinweis der Bank of England auf der nächsten Sitzung im September dieses Jahres wird dafür ausreichen.

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