Spenden und Steuern sparen: Was und wieviel ist absetzbar?

Credit Europe Bank: Viele Menschen sind derzeit auf Geschenkesuche, um ihren Liebsten zu Weihnachten langgehegte Wünsche zu erfüllen. Die Ausgaben für Konsum sind im Dezember entsprechend hoch. Darüber hinaus spenden jedoch auch viele, um Bedürftigen zu helfen. Weltweit leben 1,2 Milliarden Menschen in Armut.

Deutsche zeigen sich großzügig
Spenden helfen, das Leid der Menschen zu lindern. Das gilt sowohl für Hilfsbedürftige in Deutschland wie außerhalb Europas. Die Deutschen zeigen sich dabei generös, immerhin 5,2 Milliarden Euro spendeten sie im Jahr 2017.

Wer eine Geldzuwendung macht, der kann den Aufwand steuerlich geltend machen. Das gilt allerdings nicht für jedes Geldgeschenk. Eine Spende an freizeitnahe Vereine wie den örtlichen Fußballklub, den Gesangsverein oder den Karnevalsclub erkennt das Finanzamt steuerlich nicht an.

 

 

Ein Fünftel der Einkünfte ist steuerlich absetzbar
Anders sieht die Sache aus bei Spenden an gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Organisationen. Hier können Spender bis zu 20 Prozent des Gesamtbetrags ihrer Einkünfte im Rahmen der Einkommensteuererklärung als Sonderausgabe geltend machen. Bei 50.000 Euro Bruttoverdienst abzüglich 3.000 Euro Werbungskosten können immerhin 9.400 Euro geltend gemacht werden.

Tipp: Wer mehr spendet, kann den Steuerbonus trotzdem nutzen. In diesem Fall muss ein Spendenvortrag ins Folgejahr durchgeführt werden. Was dann für 2018 nicht mehr absetzbar ist, reduziert im darauffolgenden Jahr die Steuerlast.

 

 

Nachweis nur auf Anforderung
Eine Spendenquittung muss dem Finanzamt nicht mehr vorliegen. Es genügt, wenn der Spendennachweis ein Jahr lang zu Hause aufbewahrt wird. Damit kann die Spende bei einer Steuerprüfung jederzeit nachgewiesen werden.

Bei Spenden bis zu 200 Euro genügt dem Finanzamt der einfache Nachweis mittels Einzahlungsbeleg oder die Buchungsbestätigung der Bank. Die Bestätigung muss aber Angaben zum Spender und Spendenempfänger enthalten.

Für Katastrophengebiete gilt der vereinfachte Spendennachweis auch über die 200-Euro-Grenze hinaus, wenn die Einzahlung auf dafür vorgesehene Bankkonten erfolgt.

 

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