US-Dollar Index: Greenback legt eine Pause ein

ActivTradesNoch 12 Tage bis zur nächsten FOMC-Sitzung. Es wird wie immer viel über Zinserhöhungen gesprochen. Allein in den letzten Tagen gab es zahlreiche Gespräche, Reden, Anhörungen – die FOMC-Zentralbanker sprachen sich vermehrt für Zinserhöhungen aus.

Sie wirken dabei besonders seit ein paar Monaten wie Getriebene des Marktes und insbesondere der hohen Inflationsraten.

Anstatt zu agieren, reagieren sie jetzt nur und bis dato schließlich nicht einmal mehr nur zaghaft, sondern schlichtweg auch zu spät.

Bezieht man sich auf den Terminmarkt in den USA, so stellt man für die nächste FOMC-Sitzung am 26. Januar 2022 keine Zinsänderung fest, die Wahrscheinlichkeit von gerade einmal rund 3 Prozent für eine Anhebung ist verschwindend gering.

Anders sieht es für den März aus. Am 16. März 2022 wird mit einer rund 86-prozentigen Wahrscheinlichkeit mit einer Zinsanhebung zu rechnen sein. Damit wäre die „Target-Rate“ dann bei 0,25 bis 0,50 Prozent zu verorten.

Im Juni ginge es dann mit einer weiteren Zinsanhebung auf 0,50 bis 0,75 Prozent (hier liegt die Wahrscheinlichkeit bei derzeit 77,5 Prozent). Mit einer 64,5-prozentigen Wahrscheinlichkeit geht man im September von einer „Target-Rate“ von 0,75 bis 1,00 Prozent aus.

Mit immerhin 57,6 Prozent geht man auch im Dezember noch mit einer recht hohen Wahrscheinlichkeit von einer zusätzlichen Zinsanhebung aus, die die „Target-Rate“ dann auf 1,00 bis 1,25 Prozent heben würde.

Dieses vom Terminmarkt gezeichnete Szenario untermauert zumindest die Aussagen so mancher Investmentbanken.

 


 

Die Experten von Goldman Sachs sprachen jüngst von bis zu 4 Zinsanhebungen in 2022, die Experten der Deutschen Bank schrieben in ihrem Bericht vom Donnerstag, dass sie in 2022 von 4 Zinsanhebungen ausgehen und von weiteren 3 Anhebungen in 2023.

Man glaubt es in diesem Zusammenhang beinahe nicht, dass sich EUR/USD mit einer solchen Datenlage tatsächlich „erdreistet“ gen Norden anzusteigen, doch neben technischen Erholungen und einer vermuteten Pause vor den Zinserhöhungen der Fed, wäre hier insbesondere auf die Realverzinsung abermals zu sprechen zu kommen.

Im Währungskorb des US-Dollar-Index spielt der Euro prozentual betrachtet die erste Geige. Nachfolgend finden sich noch Währungsanteile im japanischen Yen (JPY), dem britischen Pfund (GBP), sowie dem kanadischen Dollar (CAD), dem Schweizer Franken (CHF) und der schwedischen Krone (SEK).

Gegenüber all diesen Bestandteilen ist der US-Dollar-Währungsraum derzeit mit seiner Realverzinsung im Nachteil.

Weder in der Eurozone, noch in den restlichen Währungsräumen ist überdies der Inflationsdruck so enorm hoch, wie in den USA.

 

US-Dollar-Index im Chartcheck

Die vorliegende Analyse bezieht sich auf das Wochen-Chartbild – hier wird der CFD auf den an der Intercontinental Exchange (ICE) gehandelten US-Dollar-Index (DX) im März-Kontrakt herangezogen. Um die nächsten Ziele der Bullen und Bären näher definieren zu können, wäre auf eine Fibonacci-Analyse abzustellen.

Die webbasierte Handelsplattform „ActivTrader“ erzeugt dann die jeweiligen Fibonaaci-Retracements und Fibonacci-Projektionen, die zur Ermittlung der Ziele der Ober- und Unterseite herangezogen werden können.

 

US-Dollar-Index; Quelle: ActivTrader

US-Dollar-Index; Quelle: ActivTrader

 

Ausgehend vom Zwischenhoch des 20. März 2020 von 103,815 bis zum Zwischentief des 06. Januar 2021 von 89,155, wären die nächsten Widerstände bei den Marken von 94,755 (38.20%), 96,485 (50.00%) und 98,215 (61.80%) abzuleiten.

Die nächste Unterstützung käme bei 92,615 (23.60%) in Betracht.

Die beiden dem Chartbild hier hinzugefügten EMAs (EMA100 in blauer Farbe und EMA200 in roter Farbe) schweben zum Zeitpunkt dieser Analyse um das 23.60prozentige Fibonacci-Retracement herum.

Die jeweiligen möglichen Kurszielbereiche zur Ober- und Unterseite wurden hier mit den beiden Rechtecken visualisiert (Bullen-Bereich in grüner, sowie Bären-Bereich in roter Farbe).

Zur Oberseite wäre der Bereich des 61.8prozentigen Fibonacci-Retracements von 98,215 ein mögliches Ziel. Zur Unterseite wäre auf den test der EMA200 abzustellen, die hier zum Zeitpunkt der Analyse bei etwa 93,90 Punkten schwebt.

Der Blick auf den Relative-Strength-Index verrät derzeit mit rund 33,5 Punkten ein baldiges Abgleiten in den überverkauften bereich auf Tagesbasis, im hier herangezogenen Wochenchart liegt man noch bei rund 52 Zählern im neutralen Bereich.

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