Was passiert mit dem Dollar? Plus: Öl und Gold

Bernstein Bank: Der Donnerstag war in Bezug auf die makroökonomischen Statistiken ein sehr lebhafter Tag. Auch wichtige Äußerungen des EZB-Chefs verdeutlichten einige Situationen. Aus den US-Daten und den Aussagen von Christine Lagarde wurde deutlich, dass es für die gesamte Wirtschaft nicht so einfach ist, sich zu erholen.

EUR/USD

Die Märkte legten am Donnerstag eine Pause ein und verfolgten die wichtigsten Daten aufmerksam. Christine Lagarde machte deutlich, dass es sich nicht lohne, auf die wirtschaftliche Erholung in Europa bis 2021 zu warten, und 2020 werde eine tiefe Rezession eintreten. In den USA haben die Märkte nach der Veröffentlichung der Wirtschaftsdaten ihr wöchentliches Wachstum ausgesetzt, da die daraus resultierenden Statistiken nicht die aktuelle Rallye an den Märkten widerspiegeln.

Der DAX-Index war praktisch während der gesamten Handelssitzung unverändert. Der S&P500-Index fällt um 0,5%. Am Freitag ist kaum mit ernsthaften Bewegungen zu rechnen, da es wahrscheinlich zu Gewinnmitnahmen und zum Abschluss der Handelswoche kommen wird.

 


 

Der US-Dollar hat seine Position gegenüber dem Euro vollständig verloren. Nach der Sitzung der EZB und der Ankündigung zusätzlicher Hilfen für die Europäische Union in Höhe von 1,35 Billionen Euro ist der EUR/USD-Wechselkurs auf den monatlichen SMA200 1,1330 gestiegen. Natürlich ist ein solches Wachstum für viele Menschen zu schnell, aber in der aktuellen Situation besteht die Möglichkeit einer Korrektur. Die Wirtschaft der Europäischen Union ist jetzt sehr schwach, und die Quarantänebeschränkungen werden sie weiterhin stark beeinträchtigen.

Zentralbanken haben in der Regel eine relativ große Zeitverzögerung von bis zu einem Monat.

Daher dürfte die EUR/USD-Paarung demnächst eine Korrekturperiode auf den Wert von 1,12 erleben.


Öl

Das WTI-Öl gewinnt nur sehr langsam an Fahrt, aber die Volatilität auf diesem Markt hat nachgelassen. Die OPEC+ versucht zwar zu arbeiten, aber unverständliche Aussagen über die Verschiebung des Treffens, die langsame Reaktion auf scharfe Veränderungen an den Märkten sowie regelmäßige Änderungen ihrer Position führen Investoren in die Irre.

Bislang hält sich WTI-Öl bei 37,5 Dollar pro Barrel. Solange der Markt relativ stabil ist, wird sich der Ölpreis entsprechend dem Wachstum der Volkswirtschaften der führenden Länder nach oben bewegen.

 


Gold

Wie von uns erwartet, begann Gold, sobald aufgrund makroökonomischer Daten eine negative Note auf den Märkten auftauchte, sofort mit einem Preisanstieg. Die Erholung von der 1700-Dollar-Marke war offensichtlich. Das Gold kehrt in den Bereich über $1700 pro Unze zurück und wird versuchen, über $1750 zu brechen.

 


Was erwartet uns heute?

  • 8.00 Produktionsauftragsvolumen in Deutschland für April.
  • 14.30 Veränderung der nicht-landwirtschaftlichen Beschäftigung in den USA
  • 16.00 PMI Kanada Geschäftsaktivitätsindex

 

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