Wochenausblick: US-Arbeitsmarktdaten und Einkaufsmanagerindizes

LYNX Broker: Der neue Börsenmonat September bringt am Freitag die US-Arbeitsmarktdaten für den August. Innerhalb der Woche werden zudem eine Reihe von Einkaufsmanagerindizes ausgegeben und als Aktie der Woche wird die Hella KGaA näher vorgestellt.

 

Unser Ausblick auf die Fundamentaldaten

 

Mega-Rebound: DAX erobert sich in drei Handelstagen zeitweise mehr als 1.000 Punkte zurück

Der deutsche Leitindex eroberte sich nach dem Crash vom Montag in drei Handelstagen zeitweise mehr als 1.000 Punkte zurück. Vom Verlaufstief am Montag bei 9.338,20 Punkten stieg er am Donnerstag vorübergehend bis auf rund 10.383 Punkte an. Die Tagesumsätze via Xetra und Frankfurter Börse lagen am „Schwarzen Montag“ noch bei 10,88 Mrd. Euro, am Dienstag bei 7,77 Mrd. Euro, am Mittwoch bei 5,02 Mrd. Euro, am Donnerstag nochmals geringer bei 4,38 Mrd. Euro und am Freitag nur noch bei 2,96 Mrd. Euro. Am Freitag standen beim DAX 10.298,53 Punkte auf der Kurstafel. Die Rekordmarke von 12.390,80 Punkten bleibt aber dennoch weit entfernt. Der XDAX stand um 22:15 Uhr bei 10.283,20 Punkten. An der Wall Street beendete der Dow Jones den Handelstag mit 16.643,01 Punkten, die Rekordmarke liegt hier bei 18.351,36 Punkten. Der NASDAQ 100 notierte zum Handelsschluss bei 4.329,121 Punkten. Sein Jahreshoch liegt zurzeit bei 4.694,13, das Allzeithoch aus dem März 2000 bei 4.704,73 Punkten. Der breit gefasste S&P 500 schloss mit 1.988,87 Zählern, der Rekord beträgt 2.134,72 Punkte. Der Euro notierte nach US-Börsenschluss bei 1,1185 US-Dollar. Eine Feinunze Gold war am Spotmarkt für 1.133,60 US-Dollar zu haben, Rohöl der Nordseesorte Brent kostete zum US-Handelsschluss im Oktober-Kontrakt 50,05 US-Dollar das Fass. Der Euro-Bund-Future notierte am Freitag an der EUREX mit einem Schlusskurs von 153,69 Zählern. Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen liegt aktuell bei 0,74 Prozent. Der Spread zwischen zehnjährigen deutschen Bunds und zehnjährigen US-Staatsanleihen (2,18 Prozent Rendite) liegt derzeit bei 144 Basispunkten. Bundesanleihen rentieren bis zu einer vierjährigen Laufzeit mit Negativrenditen (Mitte April rentierten sogar noch achtjährige Läufer im negativen Terrain). In der neuen Handelswoche begibt die Finanzagentur des Bundes Kapitalmarktinstrumente (Bobl) mit einer fünfjährigen Laufzeit und einem Emissionsvolumen von 4,0 Mrd. Euro (Aufstockung).

 

China bleibt ein Thema an den Börsen – auch wenn die Kurse zeitweise deutlich steigen

Die weitere wirtschaftliche Entwicklung der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt werden die Marktteilnehmer an den globalen Börsen als Thema nicht so schnell ad acta legen. Die trudelnden Börsenkurse und gigantischen Stützungskäufe der chinesischen Notenbank PBOC sind und bleiben Börsenthema. Viele westliche Volkswirtschaften hängen von der Fortsetzung des chinesischen Wirtschaftswunders ab, gerade auch die deutsche und die US-amerikanische. Viele Befürchtungen waren in den letzten Tagen zu hören und zu lesen, unter anderem, dass die Chinesen ihre Devisenreserven möglicherweise zu stark und ohne große Wirkung aufbrauchen könnten. Die PBOC ist in den Abwertungswettlauf mit anderen westlichen Notenbanken eingetreten, und hat die Märkte mehrfach mit dreistelligen Dollar-Milliardenbeiträgen geflutet. Seit den letzten Interventionen hat die PBOC bereits mehr als 200 Milliarden US-Dollar an Währungsreserven aufgebraucht.

 

„Die Währungsreserven Chinas sind gigantisch und bieten noch einigen Spielraum. China hat Währungsreserven von rund 3,65 Billionen US-Dollar – ein zu schnelles Aufbrauchen ist daher nicht zu befürchten“, erklärt Dirk Friczewsky, Finanzanalyst für LYNX Broker. „Bei einem Lehman-Ereignis mit kurzfristigen Austrocknungserscheinungen könnten aber auch China düstere Zeiten blühen, da grenzüberschreitende Schulden in einem höheren Maß kurzfristig zu refinanzieren wären – diese Probleme kennen wir alle seit 2008“, so Friczewsky.

 

Volkswirtschaftliche Daten und Unternehmensnachrichten

Der Montag beginnt um 00:45 Uhr mit den neuseeländischen Baugenehmigungen für den Juli und setzt sich um 01:50 Uhr mit der japanischen Industrieproduktion für den Juli sowie den japanischen Kapitalausgaben im zweiten Quartal fort. Um 02:30 Uhr stellt TD Securities die australischen Inflationsdaten für den Monat August bereit, um 03:00 Uhr werden das neuseeländische Verbrauchervertrauen für den August und die australischen Verkäufe neuer Häuser im Juli veröffentlicht. Um 03:30 Uhr sind die australischen Unternehmensgewinne für das zweite Quartal sowie die australischen Kredite des Privatsektors für den Juli zu bewerten. Die japanischen Wohnungsbaubeginne, Bauaufträge und annualisierten Baubeginne (alle Werte für den Juli) werden gegen 07:00 Uhr erwartet. Das Schweizer KOF-Konjunkturbarometer für den August wird um 08:00 Uhr publiziert, die spanische Leitungsbilanz im Juni und der italienische Einzelhandelsumsatz für den Juni um 10:00 Uhr. Die August-Verbraucherpreise der Eurozone und Italiens werden um 11:00 Uhr ausgegeben. Der Nachmittag beginnt um 14:30 Uhr mit der kanadischen Leistungsbilanz für das zweite Quartal. Um 15:45 Uhr folgt der Chicago-Einkaufsmanagerindex für den Monat August, außerdem weist die EZB die wöchentlichen Volumina ihres Ankaufprogramms für Staatsanleihen, Pfandbriefe und Asset Backed Securities aus. Die Börse in London bleibt geschlossen (Summer Bank Holiday / Bankfeiertag in England und Wales). Rund 20 Unternehmen berichten von ihren aktuellen Quartalszahlen, darunter Capital Stage (D), Deutsche Entertainment AG (D) und Adler Real Estate (D).

 

Am Dienstag werden um 00:45 Uhr die neuseeländischen Terms of Trade (Handelsdaten des neuseeländischen Statistikamtes mit Import- und Exportdaten) für das zweite Quartal ausgewiesen. Um 01:30 Uhr folgt der australische Leistungsindex des verarbeitenden Gewerbes im August. Um 03:00 Uhr weist das NBS (National Bureau of Statistics – chinesisches Statistikamt) die chinesischen Einkaufsmanagerindizes des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors für den August aus. Der Handelstag setzt sich um 03:30 Uhr mit den australischen Baugenehmigungen und Baubeginnen für den Juli, der australischen Leistungsbilanz für das zweite Quartal sowie den japanischen Bareinkünften für den Juli fort. Um 03:35 Uhr veröffentlicht Nomura den japanischen Einkaufsmanagerindex für den August. Der chinesische Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes für den August von Caixin folgt um 03:45 Uhr. Die Reserve Bank of Australia (RBA) gibt um 06:30 Uhr ihren aktuellen Leitzins bekannt , parallel dazu wird auch das geldpolitische Statement der Notenbankführung publiziert. Die australischen Rohstoffpreise für den August folgen um 08:30 Uhr. Die Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe im August werden um 09:15 Uhr für Spanien, um 09:30 Uhr für die Schweiz, um 09:45 Uhr für Italien, um 09:50 Uhr für Frankreich, um 09:55 Uhr für Deutschland (zeitgleich mit den deutschen August-Arbeitslosenzahlen), um 10:00 Uhr für die Eurozone und um 10:30 Uhr für Großbritannien ausgegeben. Ebenso um 10:30 Uhr werden die britischen Verbraucherkredite für den August und die britische Geldmenge M4 für den Juli veröffentlicht. Die italienischen BIP-Daten für das zweite Quartal und die Juli-Arbeitslosenquote für die Eurozone werden um 11:00 Uhr publiziert. Um 14:30 Uhr folgen die kanadischen BIP-Daten für das zweite Quartal, um 14:55 Uhr die US-Redbook-Einzelhandelsumsätze. Der kanadische Einkaufsmanagerindex für den August von der RBC kommt um 15:30 Uhr, d e r US-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe für den August von Markit um 15:45 Uhr und der ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im August um 16:00 Uhr. Ebenfalls um 16:00 Uhr werden die US-Bauausgaben für den Monat Juli, die bezahlten Preise von ISM im August und das IBD/TIPP-Verbrauchervertrauen für den September veröffentlicht. Um 19:30 Uhr laufen die US-Fahrzeugverkäufe im August über die Ticker und kurz nach US-Börsenschluss sind um 22:30 Uhr noch die API-Öl-Lagerbestände auszuwerten. Gut zehn Konzerne veröffentlichen ihre Quartalsberichte, darunter Dollar Tree (USA).

 

Die japanische Geldbasis August um 01:50 Uhr und das australische BIP im zweiten Quartal um 03:30 Uhr leiten den Mittwoch als Handelstag ein. Dieser setzt sich um 09:00 Uhr mit der spanischen Erwerbstätigenquote für den August und dem britischen Halifax-Immobilienpreisindex für den August fort. Um 10:30 Uhr wird der britische Einkaufsmanagerindex des Bausektors für den August veröffentlicht und um 11:00 Uhr die Erzeugerpreise der Eurozone im Juli. Die ersten US-Daten laufen mit den MBA-Hypothekenanträgen über die Ticker, gefolgt vom ADP-Arbeitsmarktbericht für den August um 14:15 Uhr. Die US-Lohnstückkosten und die Daten zur nicht-landwirtschaftlichen Produktivität aus den USA (beide Werte für das zweite Quartal) sind um 14:30 Uhr zu bewerten. Der ISM New York Index für den August folgt um 15:45 Uhr, die US-Werksaufträge für den Juli um 16:00 Uhr. Rohölhändler achten um 16:30 Uhr auf die Ausgabe der aktuellen US-Rohöllagerbestandsdaten. Knapp zehn Unternehmen legen ihre aktuellen Quartalszahlen vor, darunter ABM Industries (USA).

 

Am Donnerstag werden um 00:30 Uhr der AIG-Dienstleistungssektorindex für den August und um 03:00 Uhr die neuseeländischen Rohstoffpreise für den August veröffentlicht. Um 03:30 Uhr folgt die australische Handelsbilanz Juli mit genaueren Import- und Exportdaten sowie Einzelhandelsdaten. Caixin veröffentlicht um 03:45 Uhr den chinesischen Einkaufsmanagerindex des Dienstleistungssektors für den August. In der europäischen Handelszeit werden zunächst die französischen ILO-Arbeitslosenzahlen mit der Arbeitslosenquote im zweiten Quartal publiziert. Die August-Einkaufsmanagerindizes des Dienstleistungssektors werden um 09:15 Uhr für Spanien, um 09:45 Uhr für Italien, um 09:50 Uhr für Frankreich, um 09:55 Uhr für Deutschland, um 10:00 Uhr für die Eurozone und um 10:30 Uhr für Großbritannien erwartet (für Frankreich, Deutschland und die Eurozone wird jeweils zeitgleich der Einkaufsmanagerindex Composite ausgegeben). Um 11:00 Uhr erscheinen die Juli-Einzelhandelsumsätze für die Eurozone und um 13:30 Uhr die US-Challenger-Stellenstreichungen für den August. Um 13:45 Uhr publiziert die EZB ihren Leitzins (eine Änderung des aktuellen Niveaus von 0,05 Prozent ist nicht zu erwarten) und um 14:30 Uhr folgt die EZB-Pressekonferenz mit dem geldpolitischen Statement der Notenbankführung um EZB-Präsident Mario Draghi. Ebenso um 14:30 Uhr werden die Erstanträge und fortgesetzten Anträge auf US-Arbeitslosenhilfe, die US-Handelsbilanz für den August, die kanadischen Import- und Exportdaten für den Juli und der kanadische internationale Warenhandel im Juli ausgewiesen. Der Markit-Einkaufsmanagerindex des US-Dienstleistungssektors für den August wird um 15:45 Uhr publiziert, der ISM-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor im August um 16:00 Uhr. Um 20:00 Uhr ist das US-Beige-Book zu bewerten. Nochmals berichten rund zehn Konzerne von ihren aktuellen Quartalsergebnissen, darunter Campbell Soup (USA) und Ciena Corp. (USA).

 

Die deutschen Werksaufträge im Juli stehen am Freitag um 08:00 Uhr auf der Agenda der Händler. Um 08:45 Uhr folgt das französische August-Verbrauchervertrauen, um 09:15 Uhr die Schweizer August-Verbraucherpreise und um 10:30 Uhr die Inflationserwartungen der britischen Verbraucher. Um 11:00 Uhr wird das BIP der Eurozone für das zweite Quartal ausgewiesen. Das Highlight der Handelswoche sind die US-Arbeitsmarktdaten (NFP-Daten / non-farm payrolls) für den Monat August um 14:30 Uhr. Die durchschnittlichen Wochenstunden, die Partizipationsrate am US-Arbeitsmarkt, die Stundenlöhne, die neugeschaffenen Stellen und die US-Arbeitslosenquote werden am Markt für Bewegung sorgen. Zeitgleich erscheinen auch die kanadischen August-Arbeitsmarktdaten. Um 16:00 Uhr wird der Ivey-Einkaufsmangerindex August für Kanada publiziert. Kurz vor US-Börsenschluss kommt um 21:30 Uhr der CoT-Bericht der CFTC. Die US-Netto-Kapitalflüsse für den Juni schließen die Woche von der Datenseite her ab.

 

Hella KGaA Hueck & Co. – Spezialist für Lichtsysteme und Fahrzeugelektronik

Die Hella KGaA Hueck & Co. (ISIN: DE000A13SX22 – Symbol: HLE – Währung: EUR) ist eigenen Aussagen zufolge ein global aufgestelltes, innovatives und leistungsorientiertes Familienunternehmen. Der Konzern ist an über 100 Standorten (22 davon in Deutschland) in 38 Ländern vertreten und auf innovative Lichtsysteme und Fahrzeugelektronik spezialisiert. Hella gilt seit über 100 Jahren als wichtiger Partner und Zulieferer der Automobilindustrie. Nebenbei bietet Hella auch Produkte für den Bereich „Spezialfahrzeuge“ sowie Straßen- und Industriebeleuchtungssysteme. Hella erwirtschaftet heute bis zu 28 Prozent seines Umsatzes in Asien/Pazifik sowie 21 Prozent in Nord- und Südamerika. Das Unternehmen wurde 1899 als „Westfälische Metall-Industrie Aktien Gesellschaft“ gegründet und 1908 wurde die Marke „Hella“ geschaffen. Nach dem Krieg – 1951 – wurde die erste Tochtergesellschaft in Deutschland gegründet, 1984 knackte man die Milliardengrenze beim Umsatz, 20 03 wandelte man sich in eine Kommanditgesellschaften auf Aktien (KGaA) und 2014 ging man schließlich an die Börse. Der Konzern hat seinen Sitz in Lippstadt und Dr. Rolf Breidenbach leitet diesen in der Funktion als Vorstandsvorsitzender (CEO), Dr. Wolfgang Ollig ist Finanzvorstand (CFO) und Prof. Dr. Michael Hoffmann-Becking ist der Aufsichtsratsvorsitzende.

 

Macquarie, Credit Suisse, Goldman Sachs, Morgan Stanley, Citigroup, Deutsche Bank, Oddo Seydler, Bankhaus Lampe und Warburg Research haben seit März 2015 Analysen zur Aktie der Hella KGaA angefertigt. Von den neun Analysten rieten acht zum Kauf des Wertpapiers und einer (Oddo Seydler) empfahl den Verkauf der Aktie. Die Kurszielspanne reicht von 37,00 Euro (Oddo Seydler vom 17.08.2015) bis 60,00 Euro (Citigroup vom 11.08.2015). Kumuliert man die Kursziele der acht Analysen mit Kursziel (Morgan Stanley riet zwar zum Kauf, blieb aber ein Kursziel schuldig), so ergibt sich daraus ein Durchschnittskursziel in Höhe von 50,99 Euro. Die Aktie ging am Freitag mit 37,59 Euro aus dem Xetra-Handel. Das Aufwärtspotenzial bis zum Erreichen des Durchschnittskurszieles läge demnach bei rund 30 Prozent. Aktuell wird die Hella KGaA durch Moody?s mit einer Bonitätseinstufung von „Baa2“ und einem stabilen Ausblick sowie durch Coface mit einer „8“ bewertet. Die Hella KGaA hat zwei große E uro-Anleihen aufgenommen, die im September 2017 (300 Mio. Euro Nominalvolumen mit einem Kupon von 1,25 Prozent) und Januar 2020 (500 Mio. Euro Nominalvolumen mit einem Kupon von 2,375 Prozent) endfällig werden. Die erste Börsennotierung erfolgte am 11.11.2014. In der ersten Privatplatzierung lag der Preis der Aktie bei 25,00 Euro, in der zweiten Privatplatzierung bei 26,50 Euro. Das Grundkapital der Hella KGaA liegt bei 222.222.224,00 Euro – insgesamt sind 111.111.112 Aktien ausstehend und der Markt bewertet die Hella KGaA derzeit mit 4,18 Mrd. Euro. Die Aktie kostete in den letzten 52 Wochen 48,50 Euro im Hoch und 26,91 Euro im Tief. Der Durchschnittskurs der letzten 100 Tage lag bei rund 43,20 Euro. Die Aktie der Hella KGaA notiert an der Börse Frankfurt im „Prime Standard“ und an der Börse Luxemburg.

Der Bereich „Investor Relations“ der Hella KGaA weist rund 60,00 Prozent der Aktien der Gesellschafterfamilie als „poolgebunden“ aus (diese Anteile unterliegen mindestens bis zum Jahr 2024 der Poolvereinbarung). Weitere Anteile in Höhe von 12,3 Prozent sind ebenso der Gesellschafterfamilie zuzuordnen (jedoch nicht poolgebunden). Der Streubesitz (Free Float) beträgt 27,7 Prozent. Die besonderen Regelungen und Vorteile von Vermögenspools werden von vielen familiengeführten Betrieben genutzt (Ausnutzung von Freibeträgen im Rahmen der Regelungen des Steuerrechts im Bereich der Schenkungssteuer).

 

Für das Geschäftsjahr 2015 (bilanziert wird bei der Hella KGaA zum 31.05. gemäß IFRS in Euro) wies der Konzern Umsatzerlöse in Höhe von 5,8 Mrd. Euro (2014: 5,3 Mrd. Euro) aus. Das Ergebnis der gewerblichen Geschäftstätigkeit lag für 2014 bei 393,6 Mio. Euro. Das Beteiligungsergebnis betrug 2015 55,50 Mio. Euro und das Zinsergebnis -35,8 Mio. Euro. Als Jahresüberschuss wurden für 2015 287,0 Mio. Euro ausgewiesen (2014: 222,9 Mio. Euro). Das Nettoergebnis je Aktie betrug 2,70 Euro. Die Hella KGaA schüttete für 2014 insgesamt 85,6 Mio. Euro als Dividende aus – je Stammaktie wurden 0,77 Euro gezahlt. Im Geschäftsjahr 2015 beschäftigte das Unternehmen gemäß Bilanz 31.864 Mitarbeiter (2014: 30.692 Mitarbeiter). Für 2015 602,7 Mio. Euro an liquiden Mitteln wurden erklärt, das wirtschaftliche Eigenkapital ist mit 1,9 Mrd. Euro angesetzt, das gezeichnete Kapital mit 222,2 Mio. Euro und die Verbindlichkeiten werden mit 3,0 Mrd. Euro ausgewiesen. Die Bilanzsumme l iegt be i 4,9 Mrd. Euro. Die Eigenkapitalquote beträgt 2015 rund 31,5 Prozent. In den Bilanzprognosen für 2015 und 2016 werden Umsätze in Höhe von 6,20 und 6,56 Mrd. Euro angeführt. Das EBIT soll 2015 492,00 Mio. Euro betragen, 2016 sollen es sogar 532,00 Mio. Euro sein. Der Gewinn je Aktie könnte 2015 bei 3,105 Euro liegen und sich 2016 auf 3,5347 Euro steigern. Für 2015 soll eine Dividende von 0,87 Euro möglich sein, für 2016 könnte sie sogar auf 0,986 Euro steigen. Das Nettovermögen je Aktie soll 2015 bei 18,85 Euro liegen und 2016 sogar auf 21,5018 Euro anziehen. Die Nettoverschuldung des Konzerns soll 2015 24,97 Mio. Euro erreichen und sich 2016 in einen Nettogeldbestand in Höhe von 98,53 Mio. Euro wandeln.

Die Hella KGaA legt am Freitag, den 25.09.2015 ihren Finanzbericht zum ersten Quartal 2015/2016 vor, die Hauptversammlung findet ebenso an diesem Tag statt (im Werk Lippstadt).

 

Unser charttechnischer Ausblick – Achtung, erneut sehr hohe Volatilität!

DAX-Future (Kontrakt 09-15)

Im Montagshandel fand der DAX-Future erneut den Weg nach unten und rutschte bis an die Marke von 9.300 Zählern ab. Ab Dienstag setzte dann eine zur höheren Volatilität passende Gegenbewegung ein, welche die 10.000er-Marke wieder zurückeroberte und ihr vorläufiges Hoch im Bereich 10.375 Punkte fand. Die Wochenschwankung betrug somit mehr als 1.000 Punkte und der Wochenschlusskurs knapp über 10.250 Punkten lag etwas mehr als 100 Punkte im Plus. Generell kann davon ausgegangen werden, dass die Short-Richtung noch nicht vom Tisch ist. Der enorme Druck der Vorwochen könnte den Markt auch weiterhin nach unten drücken. Oberhalb von 10.000 Punkten sollte jedoch noch etwas abgewartet werden – da auch eine weitere Erholung nicht auszuschließen ist. Auch die erhöhte Volatilität sollte man weiterhin im Auge behalten.

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EUR/USD 

Zum Anfang der Woche schoss der EUR.USD weit über das angepeilte Wochenziel von 1,1450 hinaus und erreichte in einem Zug die Marke 1,1700, wobei das sehr hohe Volumen an diesem Tag auffällig war. Ab Dienstag setzte dann eine charttechnische Gegenbewegung ein, welche den Markt hinab bis zur 1,1150 führte. Nach dem starken Anstieg waren weitere Long-Trades kaum noch interessant, was insgesamt zu einer kleineren Zahl an Handlungen führte. Der Schlusskurs lag zum Freitag bei 1,1185 und somit rund 200 Ticks tiefer als in der Vorwoche. Mit der aktuell sehr hohen Schwankung muss sehr vorsichtig umgegangen werden. Die nötigen Stoppunkte sind teilweise um ein Vielfaches höher, als im Vergleich zu normalen Zeiten. Bezüglich des Trends lässt sich durch die entstandene V-Formation wenig bestimmen, was lediglich zu situativen Entscheidungen führen sollte. Generell ist es nicht zwingend falsch, den Markt vorerst von der Seitenlinie aus zu betrachten.

 

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Bund-Future (Kontrakt 09-15)

Am Montag erreichte der Bund-Future nochmals ein neues Hoch bei 156,50 Punkten, um dann am Dienstag das Wochentief etwa 300 Ticks darunter anzuvisieren. Die Long-Richtung bot somit nur wenige Möglichkeiten und auch die Short-Seite konnte ab Mittwoch nicht entscheidend punkten. Der Schlusskurs von Freitagabend lag im Bereich 153,75 Punkte und somit gut 200 Ticks tiefer als in der Vorwoche. Die Marke 154,50 sollte weiterhin richtungsentscheidend sein. Kurse darunter könnten für die Short-Seite interessant sein und Kurse darüber für die Long-Seite. Ausbruchsstrategien sollten jedoch etwas zurückgenommen werden, da diese in der Vergangenheit nur selten zu nachhaltigem Erfolg führten. Das defensive Ziel auf der Short-Seite könnte die Marke von 153,00 Zählern darstellen und das auf der Long-Seite die 155,10.

 

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S&P-Future (Kontrakt 09-15)

Um mehr als 100 Punkte sackte der S&P-Future am Montag nochmals ab und erreichte sein Wochentief im Bereich 1.830,00 Punkte. Die Warnung vor der erneut hohen Schwankung war somit mehr als berechtigt. Auch in den folgenden Tagen setzte sich die Volatilität in der erfolgten Gegenbewegung fort und der Markt kämpfte sich zurück nach oben mit einem Schlusskurs nahe dem Wochenhoch bei knapp 1.990,00 Punkten. Trades waren somit nur mit sehr hohen Stops sinnvoll, was die Möglichkeiten defensiv eingestellter Händler stark einschränkt. Ähnlich wie in vergleichbaren Märkten lässt sich ein handelbarer Trend kaum erkennen. Lediglich auf kurzfristigerer Ebene könnten sich Möglichkeiten bieten, aber weiterhin auch hier unter Berücksichtigung der sehr hohen Volatilität. Ein Überschreiten der 2.000er-Marke ist nicht auszuschließen, wobei ein erneutes Absacken ebenfalls recht wahrscheinlich ist.

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Aktie: Hella KGaA Hueck & Co.

In den vergangenen zehn Monaten hat sich die Aktie der Hella KGaA Hueck & Co(ISIN: DE000A13SX22 – Symbol: HLE – Währung: EUR) recht gut entwickelt. Von etwa 28,00 ging es hinauf bis auf über 48,00 Euro, einem zwischenzeitlichen Plus von rund 70 Prozent. Nach diesem Anstieg setzte dann eine Seitwärtsphase mit leichter Abwärtstendenz ein, was kürzlich zu einem Short-Ausbruch bis knapp vor die Marke von 33,00 Euro führte. Der Schlusskurs von Freitagabend lag dann erneut etwas höher im Bereich 37,50 Euro. Aus charttechnischer Sicht bot der Wert von Hella in den vergangenen Monaten nur wenige Chancen für eine längerfristige Trendfolgestrategie. Gerade die Seitwärtsphase vom März bis Anfang August diesen Jahres war ein Auf und Ab ohne Vorteil. Es lässt sich auch für die kommenden Wochen und Monate kaum ein sinnvolles Handelsszenario entwickeln, da sich keine saubere Bewegung abzeichnet. Eher besteht die erneute Gefahr einer kaum nutzbaren Seitwärtsphase, welche für Trend überlegungen nicht geeignet wäre. Für aggressiv agierende Händler könnte sich gegebenenfalls eine Kaufoption bei Kursen oberhalb von 40,10 Euro ergeben – Ziel wären eventuell die Marken um 43,00 und 44,00 Euro.

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LYNX Webinare:

31.08.2015 um 19:00 Uhr Marktüberblick Deutschland und US- Indizes + Live Trading am US-Markt
31.08.2015 um 20:15 Uhr Primetime Setups – Wunschanalysen – Zuschauer entscheiden Themen
08.09.2015 um 15:00 Uhr Live Trading der US-Börseneröffnung
08.09.2015 um 20:15 Uhr Primetime Setups – Wunschanalysen – Zuschauer entscheiden Themen
09.09.2015 um 20:15 Uhr Trading-Bootcamp – Modul 4 – Sentimentanalyse

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