EZB sieht Banken im Euroraum robust und warnt vor Risiken
Die Großbanken im Euroraum sind nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank (EZB) gut für Krisen aufgestellt. Die Institute zeigten eine robuste Kapital- und Liquiditätsausstattung sowie eine hohe Profitabilität, teilte die EZB-Bankenaufsicht als Ergebnis ihrer jährlichen Überprüfung der großen Geldhäuser im Währungsraum mit. Die Eigenkapitalanforderungen hält die EZB für 2026 weitgehend stabil.
Die untersuchten 105 europäischen Banken agierten weiter in einem schwierigen Umfeld, das von erhöhten geopolitischen Risiken und neuen Wettbewerbsmustern wegen der Digitalisierung und der Konkurrenz durch Nicht-Banken geprägt sei, urteilte die EZB. „Dies erfordert vorausschauende Risikobewertungen und eine ausreichende Widerstandsfähigkeit.“
Die Aufsicht bewertet regelmäßig die Tragfähigkeit des Geschäftsmodells und das Risikomanagement von Banken (Supervisory Review and Evaluation Process; SREP). Im Ergebnis legen die Aufseher Kapitalzuschläge für bestimmte Banken fest und bestimmen unter anderem, wie viel Geld Institute als Dividende an ihre Anteilseigner ausschütten dürfen.
Die Deutsche Bank und die Commerzbank hatten zuletzt bereits mitgeteilt, dass die Kapitalanforderungen für sie für 2026 leicht reduziert wurden.
Buch dringt auf Ausnahmeregelungen
„Für politische Entscheidungsträger könnte es ein sinnvoller Schritt sein“, Ausnahmeregelungen zur Überwindung nationaler Hürden „wohlwollender zu betrachten“, betonte Buch. Nach Schätzungen der EZB sind 225 Milliarden Euro an Bankkapital und 250 Milliarden Euro an Bankliquidität durch nationale Beschränkungen gebunden.
Die Zentralbank kann bereits bestimmte Ausnahmegenehmigungen erteilen, um Bankliquidität von nationalen Beschränkungen zu befreien. „Wir müssen abwarten, welche Diskussionen auf europäischer Ebene über die weitere Integration des Marktes geführt werden“, sagte Buch.
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