DAX vom starken Euro gedrückt – US-Big-Tech vor den Zahlen gefragt
Ein Euro auf dem Weg in Richtung 1,20 zum US-Dollar ist das, was Deutschlands Exporteure derzeit so gar nicht gebrauchen können. Und da es davon einige im DAX gibt, hat der deutsche Leitindex in den vergangenen Tagen und auch heute das Nachsehen gegenüber der Wall Street, die nach dem Grönland-Schock und der leichten Entwarnung in Davos jetzt wieder Tritt gefasst hat.
Gerade die Technologieaktien führen im Vorfeld wichtiger Zahlen morgen und am Donnerstagabend die Gewinnerliste an und treiben den Nasdaq-Index in Richtung Allzeithoch.
DAX Chart
Zwar fliehen die Investoren wegen der politischen Turbulenzen in den Vereinigten Staaten aus dem Dollar, die sich potenziell fortsetzende Gewinndynamik bei US-Big-Tech wollen sie aber nicht verpassen. Von Gewinndynamik ist hierzulande allerdings nicht viel zu spüren, während die Aussicht auf eine stärkere Gemeinschaftswährung im Vorfeld der startenden Berichtssaison auf die Stimmung drückt. Das Thema dürfte in jedem Fall eine Rolle bei den Ausblicken spielen.
Der Softwarekonzern SAP, der am Donnerstag die Berichtssaison im DAX eröffnen wird, gehört heute zu den größten Verlierern. Die Aktie setzt damit ihren Abwärtstrend fort, der sie bereits im vergangenen Jahr fast 40 Prozent vom Rekordhoch gekostet hat.
Wegen ihrer hohen Gewichtung im DAX müssen die Zahlen übermorgen schon stimmen, um dem Index die Chance zu geben, die 25.000er Marke nachhaltig zu überwinden.
SAP Chart
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