Bundesbank-Präsident Nagel stellt EZB-Zinsschritte in Aussicht
Angesichts steigender Energiepreise infolge geopolitischer Spannungen stellt die Europäische Zentralbank (EZB) mögliche Zinsschritte zur Inflationsbekämpfung in Aussicht. Joachim Nagel, Präsident der Deutschen Bundesbank und EZB-Ratsmitglied, betonte in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters, dass eine Zinserhöhung im April „eine Option, aber eben nur eine Option“ abhängig von der Entwicklung des Nahost-Konflikts und belastbaren Inflationsdaten sei.
Die EZB müsse die Situation ernst nehmen. „Wir müssen an unser Mandat denken. Wir müssen für Preisstabilität sorgen“, hob Nagel hervor. Bis zur Zinssitzung im April lägen der Zentralbank belastbarere Informationen vor. Nagel verwies insbesondere auf Risiken durch steigende Energiepreise und mögliche Zweitrundeneffekte, wie etwa höhere Löhne, die eine Verfestigung der Inflation begünstigen könnten. Aus geldpolitischer Sicht sei entscheidend, wie sich die mittelfristigen Inflationserwartungen entwickeln.
OECD: Nahostkrieg bremst Wachstum und treibt die Inflation
OECD-Expertin Isabell Koske betonte allerdings, dass Deutschland weiterhin im unteren Mittelfeld der G20 rangiert und Strukturreformen daher dringend nötig seien. Die Organisation mahnte Regierungen weltweit, den Energieverbrauch zu senken und die Energieeffizienz zu fördern, um Haushalte und Unternehmen zu entlasten und die Anfälligkeit gegenüber geopolitischen Risiken zu verringern.
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