Aktie im Fokus: Adidas – Analysten von Barclays sehen über 40% Kurspotential

Die Aktie des DAX-Konzerns adidas notierte am 30. Juli 2026 via Xetra auf einem hier für die Analyse relevanten Zwischentief von 147,05 Euro. Seitdem konnte sich das Wertpapier bis auf ein Zwischenhoch vom 10. August 2026 auf 167,90 Euro erholen.

Zuletzt handelte die Adidas Aktie im Bereich rund um die 147,45 Euro Marke.

Aufgrund dieses Kursverlaufs wären die nächsten Ziele auf der Ober- und Unterseite näher abzuleiten.

  • Die Widerstände kämen bei 155,01 Euro, 159,94 Euro, 167,90 Euro, 180,79 Euro, 201,64 Euro und 209,60 Euro in Betracht.
  • Die Unterstützungen wären bei 147,05 Euro, 142,13 Euro, 139,08 Euro und 134,16 Euro auszumachen.

 

Adidas Chart

 

Adidas Kursziele

Die Experten von Barclays vergaben ein Ziel von 210,00 Euro. Dieses Ziel wäre mit dem hier technisch ermittelten Widerstand von 209,60 Euro ausreichend zu bestätigen.

Adidas Chart

Analyse der Broker-Test.de Redaktion

Adidas: die Fundamentaldaten

Das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis von Adidas liegt bei 19,2, während der Markt für die kommenden Perioden mit einem deutlich niedrigeren Wert von 11,9 rechnet. Diese Differenz deutet auf eine erwartete Verbesserung der Gewinnsituation hin. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis von 4,3 zeigt, dass die Aktie mit einem spürbaren Aufschlag zum bilanziellen Eigenkapital gehandelt wird. Auch das Verhältnis von Unternehmenswert zu EBITDA von 9,2 spiegelt eine Bewertung wider, die über dem reinen Substanzwert des Unternehmens liegt.

Bei der Ertragskraft fällt die operative Marge von 8,5% vergleichsweise moderat aus, während die Eigenkapitalrendite mit 24,3% ein deutlich höheres Niveau erreicht. Diese Diskrepanz kann unter anderem auf den Verschuldungsgrad oder die Kapitalstruktur des Unternehmens zurückzuführen sein. Das Umsatzwachstum von 13,3% gegenüber dem Vorjahresquartal signalisiert eine spürbare Geschäftsausweitung im betrachteten Zeitraum.

Die Dividendenrendite liegt bei 1,9% und damit auf einem eher zurückhaltenden Niveau. Mit einer Ausschüttungsquote von 35,8% wird gut ein Drittel des Gewinns an die Aktionäre weitergegeben, während der überwiegende Teil im Unternehmen verbleibt. Dieses Verhältnis lässt Raum für eine Reinvestition der Erträge in das operative Geschäft.

 

Adidas – Kennzahlen im Überblick
Bewertung und Ertragskraft auf einen Blick
19,2×
Kurs-Gewinn-Verhältnis (aktuell)
11,9×
Kurs-Gewinn-Verhältnis (erwartet)
1,9%
Dividendenrendite
35,8%
Ausschüttungsquote
Quelle: Broker-Test.de

 

Nächster Quartalstermin: 29. Oktober 2026.

 

Adidas: Fazit für Anlegertypen

Für risikoaverse Anleger dürfte die Adidas-Aktie aktuell nur bedingt geeignet sein. Die Dividendenrendite von 1,9% liegt auf einem Niveau, das kaum als Sicherheitspolster taugt, und mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 4,3 sowie einem laufenden Kurs-Gewinn-Verhältnis von 19,2 ist die Aktie auch fundamental eher ambitioniert bewertet. Positiv ließe sich immerhin die Ausschüttungsquote von 35,8% werten, die dem Unternehmen Spielraum für stabile oder steigende Dividendenzahlungen lässt – ein Trost, der die insgesamt sportliche Bewertung aber nur teilweise ausgleicht.

Risikoaffine Anleger könnten in der Kombination aus Chart und Fundamentaldaten dagegen durchaus Reize finden. Das charttechnische Kurspotential von +42% bis zum höchsten Widerstand deckt sich auffällig genau mit dem von Barclays ausgegebenen Kursziel von 210,00 Euro, das ein Potential von +43% eröffnet – eine seltene Übereinstimmung zweier unabhängiger Analyseebenen, die für spekulativ orientierte Anleger als Bestätigungssignal gelesen werden könnte. Untermauert wird diese Chance fundamental durch eine Eigenkapitalrendite von 24,3% und ein Umsatzwachstum von +13,3% gegenüber dem Vorjahresquartal. Auffällig ist zudem der Sprung vom aktuellen KGV von 19,2 auf ein erwartetes KGV von 11,9, was auf einen vom Markt bereits eingepreisten, deutlichen Gewinnanstieg hindeuten würde – für risikoaffine Anleger, die auf diese Wachstumsfantasie setzen wollen, könnte genau darin der Reiz liegen.

Kurzfristig orientierte Anleger dürften vor allem die Marke von 209,60 Euro im Blick behalten, da dort der stärkste charttechnische Widerstand verläuft und sich zugleich das Analystenziel von Barclays befindet. Ein Überwinden dieser Zone könnte als kurzfristiges Signal gewertet werden, während ein Scheitern daran eher für eine Konsolidierung sprechen würde – hier liefern Chart und Analystenmeinung ein deckungsgleiches Bild, das kurzfristig orientierten Anlegern eine klare Referenzmarke bietet.

Langfristig orientierte Anleger stehen vor einem gemischten Befund: Die hohe Eigenkapitalrendite und das kräftige Umsatzwachstum sprechen für operative Stärke, während die im Vergleich dazu noch moderate operative Marge von 8,5% zeigt, dass sich diese Stärke bislang nur bedingt in der Ertragsrechnung niederschlägt. Das im Vergleich zum aktuellen KGV deutlich günstigere erwartete KGV von 11,9 könnte darauf hindeuten, dass der Markt der Gesellschaft mittelfristig zutraut, diese Lücke zu schließen – ein Szenario, auf das langfristig orientierte Anleger setzen könnten, ohne dass die aktuell recht hohe Bewertung über KBV und Unternehmenswert-EBITDA-Multiple von 9,2 dabei ausgeblendet werden sollte.

 

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