Aktie im Fokus: Merck – charttechnisch bis zu 9% Kurspotential möglich

Die im DAX enthaltene Aktie von Merck KGaA notierte am 21. Juli 2026 via Xetra auf einem hier für die Analyse relevanten Zwischentief von 130,10 Euro. Seitdem konnte sich die Aktie bis zum 06. August 2026 auf ein Zwischenhoch von 148,80 Euro erholen.

Zuletzt handelte die Merck Aktie im Bereich rund um die 136,35 Euro Marke.

Aufgrund dieses Kursverlaufs wären die nächsten Ziele auf der Ober- und Unterseite zu ermitteln.

  • Die Widerstände fänden sich bei 141,66 Euro, 144,39 Euro, 146,07 Euro und 148,80 Euro.
  • Die Unterstützungen wären bei 137,24 Euro, 134,51 Euro und 130,10 Euro abzuleiten.

 

Merck Chart

 

Merck Kursziele

Die Experten von Jefferies vergaben ein Ziel von 144,00 Euro. Dieses Ziel wäre mit dem hier technisch ermittelten Widerstand von 144,39 Euro ausreichend zu erklären.

 

Merck Chart

 

Analyse der Broker-Test.de Redaktion

Merck: die Fundamentaldaten

Merck wird aktuell mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 25,3 bewertet, während der Markt für die kommende Periode ein KGV von 15,6 erwartet. Diese Differenz deutet auf einen erwarteten Gewinnanstieg hin, sofern sich der Kurs nicht entsprechend verändert. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis von 2,0 zeigt, dass die Aktie mit dem Doppelten des bilanziellen Eigenkapitals bewertet wird. Das Verhältnis von Unternehmenswert zu EBITDA liegt bei 20,1, was auf eine vergleichsweise hohe Bewertung gemessen an der operativen Ertragskraft hindeutet.

Die operative Marge von 13,9% gibt Auskunft darüber, welcher Anteil des Umsatzes nach Abzug der operativen Kosten verbleibt. Die Eigenkapitalrendite von 8,1% zeigt, wie effizient das eingesetzte Eigenkapital zur Gewinnerzielung genutzt wird. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 3,4%, was auf ein moderates Wachstum hindeutet.

Bei der Ausschüttung zeigt sich eine Dividendenrendite von 1,6% bei einer Ausschüttungsquote von 27,9%. Damit fließt weniger als ein Drittel des Gewinns an die Aktionäre zurück, der überwiegende Teil verbleibt im Unternehmen.

 

Merck – Kennzahlen im Überblick
Bewertung und Ertragskraft auf einen Blick
25,3×
Kurs-Gewinn-Verhältnis (aktuell)
15,6×
Kurs-Gewinn-Verhältnis (erwartet)
1,6%
Dividendenrendite
27,9%
Ausschüttungsquote
Quelle: Broker-Test.de

 

Nächster Quartalstermin: 12. November 2026.

Merck: Fazit für Anlegertypen

Für risikoaverse Anleger dürfte bei Merck vor allem die Substanz der Ausschüttungspolitik von Interesse sein: Mit einer Dividendenrendite von 1,6% und einer Ausschüttungsquote von lediglich 27,9% bliebe rechnerisch viel Spielraum, auch in schwächeren Phasen an der Dividende festzuhalten. Allerdings relativiert das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis von 25,3 dieses defensive Bild etwas, da die Aktie auf Basis der laufenden Gewinne nicht günstig bewertet erscheint. Erst der erwartete Rückgang des KGV auf 15,6 würde die Bewertung wieder in einen moderateren Bereich rücken – vorausgesetzt, die zugrunde liegenden Gewinnschätzungen erfüllen sich.

Risikoaffine Anleger könnten sich stärker an der Diskrepanz zwischen aktueller und erwarteter Bewertung orientieren: Sollte sich das für die Zukunft unterstellte KGV von 15,6 bewahrheiten, würde dies auf ein spürbares Gewinnwachstum hindeuten, das die derzeit sportliche Bewertung mit einem Unternehmenswert zum EBITDA von 20,1 rechtfertigen könnte. Dem steht allerdings ein mit +3,4% eher verhaltenes Umsatzwachstum gegenüber, sodass der erhoffte Gewinnsprung nicht zwingend aus einer breiten Geschäftsbelebung, sondern auch aus Margeneffekten oder Sondereinflüssen resultieren könnte – ein Umstand, den chancenorientierte Anleger im Blick behalten sollten.

Kurzfristig orientierte Anleger finden in der Charttechnik und den Analystenmeinungen ein bemerkenswert einheitliches Bild: Das charttechnische Kurspotential von +9% bis zum nächsten Widerstand bei 144,39 Euro liegt nahe am höchsten Analystenziel von Jefferies mit 144,00 Euro, was einem Potential von +6% entspricht. Diese Übereinstimmung könnte als Bestätigung dafür gelesen werden, dass dieser Kursbereich kurzfristig eine relevante Marke darstellt, an der sich die weitere Kursentwicklung entscheiden dürfte.

Für langfristig orientierte Anleger dürfte hingegen weniger die kurzfristige Widerstandszone als vielmehr das Zusammenspiel aus Bewertung und operativer Ertragskraft entscheidend sein. Eine operative Marge von 13,9% und eine Eigenkapitalrendite von 8,1% zeugen von einer soliden, aber nicht herausragenden Ertragslage, während das Kurs-Buchwert-Verhältnis von 2,0 zusammen mit dem hohen EV/EBITDA von 20,1 zeigt, dass der Markt bereits einiges an künftigem Wachstum einpreist. Ob sich dieses optimistische Bild – gestützt durch das deutlich niedrigere erwartete KGV – tatsächlich einstellt, dürfte für langfristig orientierte Anleger die zentrale Frage bei der weiteren Beobachtung des Titels sein.

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