Aktie im Fokus: Beyond Meat – Börsenneuling trifft den Geschmack der Anleger

onemarkets: Beim Blick auf den Aktienkursverlauf von Beyond Meat schütteln viele Anleger nur noch den Kopf. Seit dem Börsengang im Mai diesen Jahres hat sich der Aktienkurs auf USD 163 mehr als versechsfacht.

Eine Marktkapitalisierung von knapp 10 Milliarden für ein Unternehmen mit einem erwarteten Jahresumsatz von 200 Millionen USD erscheint schließlich absolut übertrieben. Die Story des Fleischersatzherstellers trifft jedoch den Geschmack vieler Anleger.

Bisher bieten die Amerikaner Beyond Burger, Beyond Sausage und Beyond Beef Crumbles. Fleischersatzprodukte stehen bei Verbrauchern hoch im Kurs. Einem Beitrag auf focus.de zufolge verbraucht ein Beyond Burger 90 Prozent weniger Treibhausgase und 46 Prozent weniger Energie und hat 99 beziehungsweise 93 Prozent weniger Einfluss auf Wasser- und Flächenknappheit als ein normaler Rindsburger.

Das trifft den Nerv vieler Kunden. Möglicherweise ist dies erst der Start eines langfristigen Trends. Einer Studie der Investmentbank Barclays zufolge könnte der Markt für Fleischersatzprodukte in den nächsten 10 Jahren auf 140 Milliarden USD steigen.

 


 

Mitte der Woche kündigte Beyond Meat an, das vierte Produkt, Beyond Beef, kommende Woche auf den Markt zu bringen. Beyond Beef soll ein Ersatz für traditionelles Hackfleisch sein und kann dem Unternehmen zufolge für die Bolognese ebenso verwendet werden wie beispielsweise für Frikadellen. Dabei besteht Beyond Beef nur aus Proteinen von Erbsen, Mungobohnen und braunem Reis.

Im ersten Quartal 2019 hat sich der Umsatz von Beyond Meat auf 40,2 Millionen USD gegenüber dem Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt. Handelsketten wie Whole Foods und Kroger warten bereits auf das vierte Produkt. In Deutschland sind die Fleischersatzprodukte bisher nur zu speziellen Aktionen bei Lidl und bei Metro erhältlich. Werden diese Märkte flächenübergreifend erobert, könnte der Umsatz in die Milliarden USD gehen.

Angesichts der Bewertung erscheint viel Fantasie jedoch schon eingepreist. Vielmehr muss mit stets mit Rücksetzern gerechnet werden.

 


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