Aktie im Fokus: CureVac – Biotech-Konzern am Scheideweg

onemarkets: Die Erwartungen an CureVac waren hoch. So hoch, dass sich sogar die Bundesregierung mit rund 300 Millionen Euro am deutschen Biotechnologieunternehmen beteiligte und damit die Impfstoffabhängigkeit von Drittstaaten reduzieren wollte.

Rund ein Jahr nach dem Einstieg hat sich der Wert der Staatsbeteiligung zwar deutlich erhöht. Die jüngsten Studienergebnisse zum Corona-Impfstoff zeigen jedoch nur einen Impfschutz von 48 Prozent gegen eine Covid-19-Erkrankung.

Hintergrund dieser schlechten Ergebnisse war nach Einschätzung von Prof. Michael Hölscher vom Tropeninstitut München und Leiter der Studie, dass CureVac im Gegensatz zu BioNTech und Moderna nicht mit einer modifizierten RNA, sondern mit einer reinen Nukleinbase gearbeitet hat. Ziel war es unter anderem, einen Impfstoff zu entwickeln, der auch im Kühlschrank länger haltbar ist.

Bei einer zu BioNTech vergleichbaren Dosierung zeigte der Impfstoff jedoch zu starke Reaktionen. Eine geringere Dosierung führte allerdings Hölscher zufolge zu einer geringeren Wirksamkeit.

Hinzu kam, dass sich CureVac im Vergleich zu BioNTech relativ spät einen großen Partner für die Studien ins Boot holte. Die Enttäuschung der Anleger über die bisherigen Ergebnisse spielgelt sich auch im Aktienkurs wider, der sich seit dem Allzeithoch halbiert hat.

 


 

CureVac – Phase III-Studien gehen weiter

Aufgeben wird CureVac und seine Kooperationspartner das Projekt trotz der Rückschläge nicht. Im Gegenteil: Die Phase III-Studien gehen weiter – möglicherweise mit Modifikationen.

Novartis bestätigte bei der Vorlage der Zahlen zum abgelaufenen Quartal den Start der Impfstoffproduktion. „Wir haben die Produktion wie geplant gestartet. Wir planen, dieses Jahr 50 Millionen Dosen auszuliefern“, sagte Novartis-Finanzchef Harry Kirsch am Mittwoch in einer Telefonkonferenz.

Die EU hat sich bei CureVac 405 Millionen Impfdosen gesichert. Allerdings werden sie erst dann in die Impfkampagne aufgenommen, wenn die Zulassung seitens der europäsichen Gesundheitsbehörde erfolgt ist. Ob und wann sie erfolgen wird, ist noch offen.

Andere Medikamente wie der mRNA-basierte Impfstoff gegen Tollwut und RNA-basierte Krebsimmuntherapien sind erst in der präklinischen Entwicklung oder klinischen Phase I.  Weitere Kursrückschläge sind somit nicht auszuschließen.

Vor diesem Hintergrund könnte ein Bonus Cap-Zertifikat auf CureVac oder ein Indexzertifikat auf den European Biotech Index eine interessante Alternative zu einem Direktinvestment sein.

Die Barriere von 40,00 USD bei den Bonus Cap-Zertifikaten liegt nochmal deutlich unterhalb der Tiefs, welche die Aktie dieses Jahr auch nach den jüngsten Kursstürzen markierte (Jahrestief 2021 bei 47,12 USD). Geld- und Briefkurse werden sich nach der US-Eröffnung normalerweise verringern.

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Quelle: UniCredit Bank AG – Onemarkets

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