Aktien: Kein Freifahrtschein für weiter steigende Kurse

Targobank: An den Aktienmärkten haben zahlreiche Titel ihr Vor-Corona-Krisenniveau wieder erreicht oder gar übertroffen. Die Titel bleiben durch eine expansive Geldpolitik unterstützt, was aber auch für die Edelmetalle Gold und Silber gilt.

Bisher haben die weltweiten Aktienmärkte die meist schwierigen Sommermonate gut gemeistert. Rund drei Viertel der weltweiten Indizes behaupten ihre 200-Tage-Linie, der Trend zeigt aufwärts. Unter der Lupe betrachtet wachsen aber gerade an den richtungsweisenden US-Börsen die Risiken. Zuletzt haben viele Anleger auf eine Fortsetzung der bereits ambitioniert bewerten US-Technologieaktien gewettet.

Immer mehr Geld fließt in die Technologie-Schwergewichte am Aktienmarkt, ein sich selbst verstärkender Effekt setzt ein. Sollten diese Werte aber enttäuschen, droht eine Branchenrotation, die durchaus stürmisch verlaufen könnte. Platz für negative Überraschungen ist nicht vorhanden: Der S&P 500 wird mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 25 bewertet und ist damit ähnlich teuer wie während der Dotcom-Blase zur Jahrtausendwende.

 


 

Nervosität nimmt zu
Allerdings hat auch der Anlagenotstand zugenommen: Vor einigen Jahren haben Anleger mit 10-jährigen US-Anleihen noch eine Rendite von sechs Prozent erzielt, heute notieren diese unter ein Prozent.

Dazu kommen weitere Risikofaktoren wie der Handelskonflikt zwischen den USA und China, ständig neue Wasserstandsmeldungen zu Impfstoffen und den US-Wahlen. Letztere stechen besonders hervor: Professionelle Marktteilnehmer rechnen in den kommenden zwei Monaten mit einem sprunghaften Anstieg der Volatilität, wie ein Blick auf den S&P 500-Volatilitätsindex (VIX) für September und Oktober zeigt.

Die Nervosität an den Aktienmärkten nimmt wegen der US-Präsidentschaftswahl zu. Ein ähnlicher Crash wie im Frühjahr ist aber kaum zu erwarten. Die Notenbanken stehen als Retter bereit und haben ihr Pulver noch längst nicht verschossen.

US-Notenbank noch expansiver
Das hat die US-Notenbank mit ihrer neuen Strategie unmissverständlich deutlich gemacht. Sie will an der expansiven Ausrichtung so lange festhalten, wie es für die Erreichung ihrer Beschäftigungs- und Inflationsziele erforderlich ist.

Die Fed stellte klar, die Leitzinsen so lange nahe Null zu belassen, bis die Erholung deutlich an Kontur gewonnen hat. Aus diesem Grund ist die Fed bereit, eine Teuerung für eine geraume Zeit zuzulassen, die über dem Inflationsziel von zwei Prozent liegt.

Die Fed hat außerdem ihre Wachstumsprognose angepasst und erwartet im Jahr 2020 nur noch einen BIP-Rückgang von 3,7 Prozent nach zuvor 6,5 Prozent. Die Wachstumsprognose für das kommende Jahr wurde dagegen gesenkt, von 5 auf 4 Prozent.

Die Notenbank will außerdem ihre Anleihekäufe mindestens im aktuellen Umfang fortsetzen, also US-Staatsanleihen im Wert von 80 und US-Hypothekenanleihen im Wert von 40 Mrd. Dollar erwerben.

Edelmetalle bleiben gefragt
Die expansive Geldpolitik stützt nicht nur den Aktienmarkt, sondern hat zu einem starken Anstieg der Edelmetallpreise in diesem Jahr geführt. Gold erreichte im August ein neues Rekordhoch, in anderen Währungen schaffte das Edelmetall sogar noch früher den Sprung auf neue Rekordhöhen.

Auch Silber stieg in diesem Jahr kräftig an und kletterte auf das höchste Niveau seit mehr als 6 Jahren. Nach der Corona-Krise dürfte Silber auch industriell stärker nachgefragt werden, denn mehr als 60 Prozent der Silbernachfrage geht auf den Industriebedarf zurück. Aktuell konsolidieren die beiden Edelmetalle in Schlagweite ihrer Höchststände.

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