Bank für Internationalen Zahlungsausgleich warnt vor Krypto-Währungen

Bankenverband: Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich hat Kryptowährungen scharf kritisiert. Das geht aus einem am Sonntag vorab veröffentlichten Teil des jährlichen Wirtschaftsberichts der BIZ hervor. Der gesamte Report erscheint am 24. Juni.

Die Organisation bemängelt vor allem die schwierige Skalierbarkeit des Cyber-Geldes. So könnten auf der Bitcoin- und der Ethereum-Blockchain derzeit gut 3 Transaktionen pro Sekunde durchgeführt werden. Zum Vergleich: Die Infrastruktur des Kreditkartenanbieters Visa schafft in derselben Zeit mehr als 3.500.

Zudem führe eine hohe Nachfrage zu hohen Transaktionskosten. Als der Bitcoin Ende 2017 beispielsweise Rekordkurse verzeichnete, kostete eine Transaktion 40 Dollar (34 Euro), heißt es in dem BIZ-Bericht. Anfällig seien Bitcoin & Co. auch für einen Vertrauensverlust: “Eine Krypto-Währung kann einfach aufhören zu funktionieren. Der Wert wäre dann verloren”, warnte die in Basel ansässige Bank.

Zudem wird der hohe Stromverbrauch aufgrund des dezentralen Aufbaus der Krypto-Währungen kritisch gesehen. Zurzeit verbrauchen Cyper-Währungen in etwa so viel Strom wie die Schweiz. Das Fazit der Baseler: “Das Streben nach dezentralisiertem Vertrauen ist zur ökologischen Katastrophe geworden.”

Die hinter den Krypto-Währungen stehende Blockchain-Technologie wurde allerdings als durchaus positiv für die Finanzbranche eingestuft. In einem zweiten, vorab publizierten Bericht forderte die BIZ zudem ein strengeres Vorgehen gegen Fonds, die Kredite vergeben (Schattenbanken).

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