Bitcoin-Comeback und die Hintergründe

Bernstein Bank BTC gehört wieder zu den Gewinnern: Gerade hat Bitcoin wieder die Kurse vom vorigen September erreicht. Die größte E-Devise hat seit rund zwei Wochen einen erstaunlichen Lauf.

Wirklich handfeste Gründe dafür sind in den News kaum zu finden.

Dennoch gibt es ein Sammelsurium an bullishen Faktoren.

Die Mini-Rally, über die wir an dieser Stellt vor einigen Tagen schon berichtet hatten, setzte sich zuletzt fort.

BTCUSD hat in diesem Jahr schon ein Plus von rund einem Drittel erzielt.

Hier der Tageschart:

 

Quelle: Bernstein Bank GmbH

 

Bitcoin: Hintergründe zum Comeback

Schauen wir uns damit die Hintergründe genauer an.

Einige stichhaltige Vermutungen haben wir bei „FXStreet“ gefunden.

Demnach heizt der Ukraine-Krieg die Nachfrage nach Cyber-Devisen an; Big Russian Money dürfte eine Menge Geld vor den US-Sanktionen in Sicherheit bringen.

Zudem stehe die US-Börsenaufsicht SEC offenbar kurz vor der Zulassung des ersten Indexfonds, der auf BTC-Futures basiert – das wäre ein echter Vertrauensbeweis.

Im US-Senat deute sich zudem eine Crypto-Regulierung an, die der Industrie nicht schadet.

 

Mehr Hunger auf Risiko

Der „Cointelegraph“ verwies zudem auf einen Zusammenhang, der immer wieder zu beobachten sei: Sobald der US-Dollar-Index abtauche, steige BTC an.

Weiter bestehe eine Korrelation zu mehr Risikoappetit bei Aktien, der sich aus der zuletzt abgekühlten Inflation speise – weshalb die Federal Reserve nun vielleicht doch nicht mehr die Zinsen so stark anheben werde.

Der Markt habe jedenfalls die Insolvenz des Crypto-Lenders Genesis gut verdaut.

Genesis hat rund 226 Millionen Dollar an Verlusten aus dem Kollaps von FTX zu verbuchen.

Aus technischer Sicht verwies die Website auf den Relative Strength Index, der sich genauso verhalte wie in der Erholung nach dem Bärenmarkt von 2018.

 

Geschäfte im Dark Web

Wir ergänzen: Auch Cyber Crime ist ein enormer bullisher Faktor, allerdings einer, der sich unerkannt im Hintergrund abspielt.

Falls beispielsweise Nordkorea Beute in Bitcoin tauscht, werden wir das natürlich in keinem Nachrichtendienst lesen.

Und wir werden auch nicht immer davon erfahren, wenn Firmen Lösegeld in BTC bezahlen, nachdem sie durch Ransomware ausgeknockt wurden.

Das Thema brennt den diskreten Konzernen jedenfalls auf den Nägeln: Laut dem Allianz Risk Barometer 2023 sind Cyber-Kriminalität und Betriebsunterbrechungen weltweit die größten beiden Gefahren für Unternehmen.

 

Vorsicht vor Gewinnmitnahmen

Bleibt zu guter Letzt der Hinweis, dass die Bäume trotz der jüngsten Hausse nicht in den Himmel wachsen: Joe DiPasquale, Chef von BitBull Capital, erläuterte dem „CoinDesk“, der Anstieg sei typisch für das erste Quartal und konstatierte „a long consolidation period that saw shorts accumlating. (…) The market has risen, partially fueled the short squeeze.“

Und dann warnte er:

„Bitcoin and several altcoins are overheated and due for a correction. (…) We wouldn’t be surprised to see Bitcoin testing $20,000 in the coming days.“

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