Bitcoin: EU erwägt härtere Gangart in Bezug auf Cyberwährungen

IG: „Gesetzgeber und Zentralbanken diskutieren derzeit über eine Regulierung von Krypto-Währungen“, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Dies sagte EZB- Ratsmitglied Ewald Nowotny am Donnerstag.

Die Volksrepublik China hatte im Spätsommer sogenannte ICO’s verboten, woraufhin ein Dominoeffekt an Schließungen chinesischer Cyberbörsen eintrat. Der Bitcoinkurs  brach daraufhin um bis zu 40 % ein.

Eine Regulierung von Cyberwährungen durch die EU könnte auf der einen Seite für Verunsicherung auf Anlegerseite sorgen, sollte aber nicht als Schocknachricht aufgenommen werden.

Auf der anderen Seite hat nun auch die Europäische Union erkannt, die unbequeme Thematik der digitalen Taler anzugehen. Sollte es gar zu Verboten und somit Schließungen europäischer Börsen in der nächsten Zeit kommen, wäre ein ähnlicher Herdeneffekt wie in China zu erwarten.

Wer digitale Währungen haben will, bekommt sie dennoch. Die Fülle an ausländischen alternativen Börsen ist einfach zu groß. Zudem zählt die EU nicht zu den Big Playern in der Kryptowährungswelt und gilt daher eher als Randerscheinung.

Als erfreulich sollte die Nachricht dennoch nicht gewertet werden und könnte für den ein oder anderen Unruhemoment sorgen.

 

Von Timo Emden, Head of DailyFX Germany

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