Bitcoin: Turbulente Tage könnten bevorstehen

IG: Banque de France warnt vor Bitcoin

Wie die englischsprachige Nachrichtenagentur Reuters berichtet, warnt nun auch der Gouverneur der „Banque de France“, Francois Villeroy de Galhau vor einem Investment in Bitcoin.
 

„Wir müssen uns klar machen: Bitcoin ist in keiner Weise eine Währung oder gar eine Kryptowährung“, sagte Villeroy auf einer Konferenz in Peking.
 

„Es ist ein spekulativer Vorteil. Sein Wert und seine extreme Volatilität haben keine wirtschaftliche Grundlage und niemand ist für sie verantwortlich. Die „Banque de France“ erinnert diejenigen, die in Bitcoin investieren, daran, dass sie dies auf eigenes Risiko tun“, fügte er hinzu.
 

Goldman Sachs CEO: Es ist zu früh für eine Bitcoin-Strategie

Lloyd Blankfein, CEO von Goldman Sachs bezeichnet Bitcoin als ein „Vehikel, um Betrug zu begehen.“. Dies sagte er während des Handels am vergangenen Mittwoch, als der Bitcoin Kurs  in weniger als 24 Stunden um bis zu 20 % einsackte. „Etwas, das sich über Nacht um 20 % bewegt, fühlt sich nicht wie eine Währung an“, ergänzt Blankfein.
 

Des Weiteren sagte er, dass Goldman Sachs keine Dringlichkeit für eine Bitcoin-Strategie sehe. Nach ihm müsse die digitale Währung viel weniger volatil und viel liquider sein, um eine größere Aufmerksamkeit zu rechtfertigen.

„Wann muss ich eine Bitcoin-Strategie haben? Nicht heute. Das Leben muss wirklich rosig sein, wenn es das ist, worüber wir reden“. „Bitcoin ist nichts für mich. Viele Dinge, die ich in den letzten 20 Jahren nicht gemacht habe, haben sich bewährt, aber denke nicht, dass das klappen wird“, fügte er an.

Bitcoin: Turbulente Tage könnten bevorstehen

Chart erstellt mit IG Charts (Tageschart)

Durch die Eroberung der Preisbarriere von 10.000 Dollar hat sich Bitcoin nicht nur Freunde gemacht. Die Warnungen vor einem Investment in Bitcoin dürften auch in den kommenden Wochen nicht abklingen lassen. Zu denken gibt allerdings, dass diese Warnsignale scheinbar ignoriert werden.
 

Lloyd Blankfein hingegen teilt zwar erneut gegen Bitcoin kräftig aus, verpasst der digitalen Währung jedoch keinen 100-prozentigen Korb. Zumindest könne man nach ihm über Bitcoin nachdenken, falls sich die Währung weiter etabliert und sich der Wert stabilisiert.
 

Preisturbulenzen wie vom Mittwoch könnten auch in Zukunft auftreten und für den oder anderen Markteilnehmer abschreckend wirken. In den kommenden Tagen dürften Anleger weiterhin auf die CME Group schauen, welche um eine Future-Zulassung kämpft. Die Erwartungshaltung ist gigantisch.

Diese bereits geernteten Vorschusslorbeeren müssen sich nun bewahrheiten. Die jüngste Kletterpartie Bitcoins beruht überwiegend auf den Future-Fantasien der Chicagoer Mercantile Exchange.
 

Der Preis pro Bitcoin taxiert nach Coinmarketcap.com erneut bei 10.200 Dollar und somit oberhalb der psychologischen Marke von 10.000 Dollar. Schnäppchenjäger könnten sich erneut an der breiten Palette von Cyberdevisen bedienen und den jüngsten Kurseinbruch als Einstieg nutzen.

Eine Gefahr für weitere Korrekturen halte ich weiterhin für möglich. In wieweit Bitcoin „über dem Berg ist“, könnte der Handelsverlauf am bevorstehenden Wochenende zeigen.

 

Von Timo Emden, Head of DailyFX Germany

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