Broker-Test Ordergebühren Index (BOI) sinkt auf 72,30 Punkte

Der Broker-Test Ordergebühren Index (BOI)  geht in sein 20. Jahr – und seit seiner Erstauflage gilt: Broker sind deutlich günstiger als die klassische Hausbank vor Ort.

Aber: im letzten Jahr ist der BOI über 3 Punkte angestiegen.

2019 hatten sowohl die onvista bank, die comdirect, die Postbank, Directa und zuletzt maxblue die Ordergebühren angehoben. Lediglich Agora-Direct hat – entgegen dem allgemeinen Branchentrend – im November 2019 die minimalen Orderprovision von zuvor 3,95 Euro auf 3,85 Euro gesenkt. Von der Senkung der Minimalgebühr sind Orders bis zu einem Ordervolumen von rund 3.200 Euro betroffen.

Der Ordergebühren Index, der seit Juli 2000 die Entwicklung der Ordergebühren der Onlinebroker anzeigt, hatte 2017 für längere Zeit Tiefstwerte verzeichnet. Seit 2018 geht der Index allerdings Schritt für Schritt wieder nach oben. Vom historischen Tiefststand (68,21 Punkte im März 2017) war der Broker-Test Ordergebühren Index zum Jahreswechsel 2019/2020 fast 6 Punkte entfernt. Zwischen 2017 und 2019 kann man also von einer Trendwende bei den Trading Kosten in Deutschland sprechen.

Allerdings könnte es für Trader jetzt auch wieder besser werden. Denn neue Broker (siehe Neobroker Vergleich) kommen auf den Markt und sorgen für mehr Wettbewerb – auch bei den Trading Gebühren!

 

 

Broker werden wieder günstiger

Im Oktober 2020 sank der Broker-Test Ordergebühren Index gegenüber September um 0,07 auf 72,30 Punkte.

Grund hierfür ist die Senkung der Mindestgebühr pro Order von 4,00 Euro auf 1,25 Euro bei Interactive Brokers. Dadurch reduziert sich bei diesem Broker das Orderentgelt für Orders bis 4.000 Euro Ordervolumen.

Weitere neue Broker wie Trade Republic, justTRADE und Gratisbroker, die mit komplett neuen Geschäftsmodellen aufwarten und teilweise schwer mit den klassischen Brokern zu vergleichen sind (z.B. weil Handel über XETRA gar nicht angeboten wird), drängen auf den Markt und setzen die bisherigen Platzhirsche gehörig unter Druck. Da viele neue Broker aber eine komplett andere Marktstrategie haben, ist der Kostenvergleich am ehesten beim Gebührenvergleich außerbörslicher Handel möglich.

 

Hier sehen Sie den gesamten Verlauf des Broker-Test Ordergebühren Index seit Juli 2000 in einer grafischen Darstellung:

Es bleibt dennoch dabei: die Transaktionskosten der Online Broker sind im Vergleich zu klassischen Filialbanken weiterhin deutlich günstiger!

Dies kann man anhand frei wählbarer Ordergrößen im Broker-Test Ordergebühren Rechner einfach vergleichen.

 

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