Core-Satellite Investing mit Ginmon

Ginmon: Das Core-Satellite Investing ist ein Portfoliomanagement-Ansatz, mit dem man verschiedene Anlageziele gleichzeitig verfolgen kann, ohne dabei das langfristige Hauptziel aus den Augen zu verlieren.

Ginmon-Kunden können bis zu zehn Depots gleichzeitig verwalten und so ganz einfach von diesem Ansatz Gebrauch machen.

 

Wie genau sieht das Core-Satellite Investing aus?

Beim Core-Satellite Investing handelt es sich um einen Portfoliomanagement-Ansatz, bei dem um ein langfristiges und breit diversifiziertes Kernportfolio (Core) herum diverse andere (kleinere) Investitionen (Satellites) platziert werden.

Auf diese Weise ergibt sich die Möglichkeit, verschiedene Anlageziele mit unterschiedlichen Anlagehorizonten zusammenzubringen.

 

Quelle: Ginmon, schematische Darstellung

Quelle: Ginmon, schematische Darstellung

 

Das Kernportfolio stellt dabei den Mittelpunkt der Strategie dar und umfasst eine Anlage mit einem Horizont von mehr als zehn Jahren.

Mit einem möglichst langen Anlagehorizont und einer breiten Diversifikation stellt für die meisten Anleger die private Altersvorsorge den Kern der Strategie dar.

Ziel ist also ein ausgewogenes Risiko-Rendite-Profil, das dem Anlagehorizont entspricht. Spekulative oder kurzfristige Investitionen sollten im Kern-Portfolio vermieden werden.

Die verwendeten Produkte sollten zudem eine hohe (Rechts-)Sicherheit und Transparenz im Sinne des Anlegerschutzes aufweisen.

 

 

Was sind typische Satelliten?

Die Investitionen für die einzelnen Satelliten dürfen sich im Risiko, Ziel und Anlagehorizont vom Kern unterscheiden. Auf diese Weise kann der Kern durch alternative Anlagen erweitert werden, um verschiedene Anlageziele zu verfolgen.

Grundsätzlich gibt es keine allgemeinen Regeln dafür, was ein Satellit sein kann.

Typische Satelliten sind zum Beispiel:

  • Nachhaltige Geldanlage und Impact Investing
  • Themen-Investments wie z.B. E-Mobilität oder Grüne Energie
  • Sektor- und Länderwetten
  • (Kurzfristiges) Liquiditätsmanagement
  • Sparziele wie z.B. die Ausbildung der Kinder (Kinderkonto)
  • (Krypto-) Währungen
  • Derivative (gehebelte) Finanzinstrumente, wie Optionen und Zertifikate
  • Exotische Anlageklassen, wie Kunst, Old Timer oder Wein
  • Unkonventionelle (aktive) Anlagestrategien wie Hedgefonds oder Private Equity

 

Quelle: Ginmon, schematische Darstellung

Quelle: Ginmon, schematische Darstellung

 

Umsetzung des Core-Satellite Investings mit Ginmon

Für das Kernportfolio gibt es eine Reihe von Anforderungen, die berücksichtigt werden sollten, da es sich hier um die langfristige Hauptinvestition des Portfolios handelt. Zudem sollten häufige Veränderungen an der Strategie oder Sparrate vermieden werden.

Ziel ist es, eine Strategie mit einem attraktiven Rendite-Risiko-Profil langfristig, konsistent und rational zu verfolgen.

Die Auswahl der einzelnen Satelliten hingegen folgt den Präferenzen und Interessen des Anlegers und bringt weniger Anforderungen mit sich.

Im Folgenden besprechen wir, wie die Umsetzung dieses Ansatzes mit Ginmon aussehen könnte.

 

 

Kern: Private Altersvorsorge

Als Kern bietet sich für die meisten Anleger die private Altersvorsorge an. Logischerweise sollte das Kernportfolio mit dem Ziel der Altersvorsorge und damit dem längsten Anlagehorizont auch das größte Volumen umfassen.

Aus der breiten Diversifikation und dem langen Anlagehorizont ergibt sich ein sehr vorteilhaftes Rendite-Risiko-Profil.

Die Gefahr, zu Rentenbeginn mit einem großen Verlust dazustehen, ist extrem gering. Stattdessen kann über die lange Laufzeit der Zinseszinseffekt für die private Vorsorge arbeiten.

 

Quelle: Ginmon Rentenrechner, siehe auch “Reicht das Vermögen im Alter?”

Quelle: Ginmon Rentenrechner, siehe auch “Reicht das Vermögen im Alter?”

 

Satellit 1: Sparkonto (Notgroschen)

Als Satellit bietet sich die sehr konservative Anlage des “Notgroschens” auf dem Ginmon Sparkonto an. Hier gilt die Faustregel, dass dieser Notgroschen etwa 3 bis 6 Monatsgehälter umfassen sollte, wobei die genaue Höhe vom individuellen Sparer abhängt.

Für überraschende Ausgaben empfiehlt es sich jedoch immer, einen Teil seines Vermögens liquide und sicher angelegt zu haben. Ziel ist hier die Absicherung gegen unerwartete Ausgaben und kein Vermögensaufbau.

Überschüssige Ersparnisse sollten daher in renditestarken Anlagen untergebracht werden.

 

 

Satellit 2: VL-Konto

Ein weiterer Satellit können Vermögenswirksame Leistungen sein, die ebenfalls der Altersvorsorge dienen, jedoch anders als der Kern vom Arbeitgeber gezahlt werden und in der Summe relativ klein sind.

Der maximale Betrag, den man als VL-Sparer vom Arbeitgeber erhalten kann, liegt momentan bei € 40 monatlich (Stand 31.08.2022).

Das VL-Konto darüber hinaus aufzustocken macht jedoch wenig Sinn, da dieses Geld sinnvoller im Kernportfolio für die private Altersvorsorge angelegt werden sollte.

 

Quelle: Ginmon, schematische Darstellung

Quelle: Ginmon, schematische Darstellung

 

Satellit 3: Thematische Investments

Ein sehr beliebter Satellit sind Trend Investments, die Ginmon ebenfalls ins Angebot aufgenommen hat. Zur Verfügung stehen hierfür aktuell 17 ETFs (Stand 31.08.2022) für gezielte Anlagen in bestimmte Branchen, Länder oder Technologien.

Das Investieren in bestimmte Trends ist in unserem beispielhaften Entwurf eines „Core-Satellite-Portfolios“ der mit Abstand riskanteste Teil der Geldanlage.

Das Risiko reflektiert dabei die hohe Konzentration der Geldanlage auf einen Sektor oder eine Region. Aus der geringeren Streuung der Anlage ergibt sich eine höhere Volatilität mit einem höheren Verlustrisiko.

Das Investieren in Trends sollte daher wie eine spekulative Wette behandelt werden. Als Faustregel gilt daher, dass hierfür nicht mehr als maximal 10% des verfügbaren Vermögens eingesetzt werden sollten.

 

Satellit 4: Nachhaltigkeit

Auch wenn es mit Trend Investments verwandt ist, stellen nachhaltige Geldanlagen beispielsweise über die apeirongreen Strategien von Ginmon keine Sektorwette dar.

Da lediglich eine andere Gewichtung der unterschiedlichen Branchen stattfindet und eine breite Diversifikation dennoch gewahrt wird, gilt hier kein vergleichbares Risiko, wie bei den einzelnen Trends.

Eine strenge Einhaltung der Faustregel von weniger als 10% ist hier nicht zwingend erforderlich, wenngleich sie empfehlenswert bleibt.

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