DAX: Drei-Prozent-Regel beachten

Ayondo MarketsBrexit-Referendum, mögliche Zinserhöhungen in den USA, durchwachsene Wirtschafts- und Unternehmensdaten – nach wie vor bleibt das Umfeld für den DAX sehr herausfordernd. Besonders der im internationalen Vergleich sehr hohe Anteil von zyklischen Aktien im deutschen Leitindex lässt Investoren weiterhin nur sehr vorsichtig agieren. Entsprechend schlecht fällt die Bilanz seit Jahresbeginn aus. Der DAX Kursindex steht gut sieben Prozent im Minus, während die amerikanischen Börsen gut drei Prozent höher notieren.

 

Schwere Zeiten für Schnäppchenjäger

Wegen der stark auf den Export ausgerichteten deutschen Wirtschaft spielt vor allem der Euro eine wichtige Rolle. Anders als von vielen Experten zu Jahresbeginn noch erwartet, ist die Parität zum Dollar vorerst nicht zu erwarten. Ganz im Gegenteil. In den vergangenen Wochen testete das Währungspaar mehrfach den richtungsweisenden Widerstand bei 1,15 bis 1,17 Dollar. Sollte die Barriere fallen, droht eine massive Euro-Aufwertung, die sich spürbar negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen auswirken würde und somit ein Risiko für den DAX darstellt.

 

Die Gewinnschätzungen für den Markt zeigen daher weiterhin abwärts. Vor einem Jahr lagen die 2016er-Prognosen bei 870 Indexpunkten, aktuell sind es nur noch 800 Punkte. Kleiner Lichtblick: Seit rund vier Wochen ist eine Stabilisierung zu erkennen, auch bei den 2017er-Schätzungen. Dennoch fällt das erwartete Gewinnplus für das laufende Jahr von vier Prozent sehr mager aus. Eine fundamental untermauerte Aufwärtsbewegung ist erst zu erwarten, wenn auch die Gewinnschätzungen wieder steigen und damit die Bewertungsrelationen attraktiver werden. So liegt das KGV für den DAX derzeit bei rund 12,5 und damit über dem 10-Jahres-Durchschnitt von 11,6.

 

Dax_Ayondo

 

Klares Signal abwarten

Unter der saisonalen Lupe betrachtet bietet sich den Bullen noch ein kurzes Zeitfenster, um den DAX weiter nach oben zu handeln. Während im historischen Durchschnitt im Mai und Juni die Kurse oft keine größeren Bewegungen zeigen, zählt der Juli mit Zuwächsen von 1,1 Prozent zu den stärksten Monaten im Jahresverlauf. Erst der August und September stechen mit einer deutlich negativen Bilanz hervor.

Ähnlich wie die fundamentale Bewertung kann derzeit aber auch die technische Ausgangslage noch nicht überzeugen. Auf der Unterseite besteht mit der Kombination aus 21- und 200-Tage-Linie sowie der horizontalen Nachkaufzone bei 10.000 bis 10.100 Punkten eine gute Unterstützung.

 

Erst wenn der Bereich unterschritten wird, sollten mutige Anleger mit kleinen Short-Positionen auf weiter fallende Kurse bis an die nächsten Haltemarken bei 9750 und 9500 Zählern setzen. Solange die psychologisch runde Kursschwelle von 10.000 Punkten aber verteidigt wird, bestehen gute Chancen, dass sich die seit dem Jahrestief im Februar etablierte Serie von steigenden Tiefpunkten durchsetzt. Vorsichtige Anleger warten aber zunächst ab, bis der DAX um mehr als drei Prozent oberhalb der 200-Tage-Linie den Handel beendet und auch über dem April-Hoch bei rund 10.475 Punkten noch gekauft wird. Andernfalls ist die Gefahr recht hoch, dass es nur zu einem Fehlausbruch über den viel beachteten Durchschnitt kommt. Die Marktreaktionen von Anfang Dezember 2015 und Mitte April dienen hier als mahnendes Beispiel.

 

Autor: Feingold Research

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