Der DAX setzt zurück

Bernstein Bank: Der Frankfurter Aktienmarkt hat am Donnerstag nach dem jüngsten Kurslauf eine kurze Ruhephase eingelegt. Die Broker analysierten die Ergebnisse der Bilanzsaison in Deutschland und den USA. Und verdauten die Nachricht von der geplatzten Bankenfusion zwischen Deutsche Bank und Commerzbank. Impulse aus Übersee waren ansonsten eher spärlich gesät. Gleiches gilt für neue Konjunkturdaten.

Leichtes Minus für den DAX

Der DAX hat es analog zur herrschenden Ruhe im weltweiten Handel zunächst langsam angehen lassen. Am Donnerstagvormittag pendelte der Leitindex meist minimal in der Verlustzone unter 12.300 Zählern. Zu den Index-Gewinnern gehörte nach dem Zwischenergebnis Bayer. Sowohl Umsatz als auch EBITDA liegen über den Prognosen, den Ausblick auf das laufende Jahr bestätigte der Konzern. Wirecard legte ebenfalls Zahlen vor: Der Zahlungsdienstleister will seine Dividende um 2 Cent auf 20 Cent je Aktie erhöhen. Den Gewinnausblick für das laufende Jahr bestätigte das DAX-Unternehmen.

Auch im MDAX meldeten diverse Unternehmen ihr Ergebnis.

Bankenfusion geplatzt
Für Aufsehen an der Börse sorgte eine Meldung aus dem Finanzsektor: Die Deutsche Bank und die Commerzbank werden definitiv nicht fusionieren. Ad Hoc meldete die Deutsche Bank: „Nach gründlicher Prüfung ist der Vorstand der Deutschen Bank heute zum Schluss gekommen, dass ein Zusammenschluss mit der Commerzbank keinen ausreichenden Mehrwert bieten würde“.

Und weiter:
„Daher haben beide Banken entschieden, die Gespräche nicht fortzusetzen.“

Die Aktie der Deutschen Bank legte daraufhin überdurchschnittlich zu, Commerzbank-Titel verloren kräftig.

 

Asien ohne klare Tendenz
Aus Asien waren am Morgen gemischte Nachrichten eingetroffen. Zunächst signalisierte der Vizegouverneur der chinesischen Notenbank, Liu Guoqiang, dass China geldpolitisch erst einmal keine Veränderungen anstrebt. Die People’s Bank of China wird also nicht die Geldschraube anziehen, um eine überhitzte Aktien-Hausse abzuwürgen; sie wird aber auch nicht die Konjunktur stützen. Zudem warnte Ministerpräsident Li Keqiang vor anhaltendem Gegenwind für die Wirtschaft der Volksrepublik. Viele Anleger hatten wohl auf flankierende neue Stimuli gehofft. Der chinesische CSI 300 setzte zum Schluss um 2,2 Prozent auf 3.942 Stellen zurück.

 

 

 

In Japan unterdessen läuft die Anti-Deflationspolitik offenbar unendlich weiter. Die Notenbank hat ihre ultralockere Geldpolitik wie erwartet bekräftigt. Die Währungshüter wollen die Zinsen „wenigstens bis etwa Frühjahr 2020“ niedrig halten. Der Nikkei verabschiedete sich mit einem Plus von 0,5 Prozent auf 22.308 Stellen aus dem Handel.

 

Rücksetzer auch in New York
Am Vorabend hatten es die Anleger an der Wall Street ruhig angehen lassen. Der Dow Jones Industrial stand zur Schlussglocke um 0,2 Prozent tiefer auf 26.597 Punkten. Hier sorgte der Baumaschinen-Hersteller Caterpillar für lange Gesichter: Die Gewinnmargen lagen unter den Erwartungen, zudem warnte der Konzern vor einem rückläufigen Marktanteil in China. Der Sammelindex S&P 500 gab ebenfalls um 0,2 Prozent nach auf 2.927 Stellen. Der Nasdaq 100 verlor 0,3 Prozent auf 7.784 Zähler.

 

Das bringt der Tag
Wenn es nach den terminierten Konjunkturdaten geht, wird der Donnerstag eher ruhig ausfallen. Dennoch sollten Sie regelmäßige Marktupdates vornehmen – vor allem in Sachen Zollstreit China-USA könnten bald wieder Nachrichten eintreffen.
Um 14.30 Uhr deutscher Zeit laufen die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ein, die Prognose liegt hier bei 209.000.

 

 

 

Zeitgleich läuft der US-Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter im März über die Ticker.

Die Vorhersage für die Kernrate liegt hier bei plus 0,1 Prozent.

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