Der Markt ist ruhig. Die Investoren warten ab?

Bernstein Bank: Die letzte Maiwoche ist voll von Nachrichten und makroökonomischen Statistiken. In dieser Woche soll die US-Notenbank den aktuellen Stand der Wirtschaft diskutieren und am Mittwoch das beige Buch vorstellen. Die Europäische Kommission sollte ihren Plan zur Bekämpfung von Pandemie und Wirtschaftskrise veröffentlichen.

WTI

Der Markt beobachtet nun das Rennen der Hersteller von Coronavirus-Impfstoffen. Der Impfstoff ist eine Priorität, denn ohne ihn ist kein Wirtschaftswachstum zu erwarten. Probleme zwischen China und den Vereinigten Staaten zeichnen sich bereits am Horizont ab. In einer Wirtschaftskrise werden solche Spannungen die Situation nur noch verschärfen. Die Hauptnachricht in dieser Woche wird der Bericht über Anträge auf Arbeitslosenunterstützung in den USA sein. Der Freitag war für Märkte eine Seitwärtsbewegung. Der S&P500 schloss bei 2955, der DAX bei 11093.

Der Euro konnte den Widerstand bei 1,0990 nicht durchbrechen. Die Seitwärtsbewegung geht weiter. In naher Zukunft wird der Euro weiter auf die Unterstützungsebene 1,0770 fallen.

Solange es in Europa keinen Zusammenhalt und keinen konkreten Plan zur Bekämpfung der Krise gibt, hat der Euro keine Chance, zu wachsen.


Öl

Der Ölmarkt ist von Optimismus überzogen, was die Notierungen nach oben treibt. Aber das Interessante ist, dass es überhaupt keine Nachrichten für einen solchen Optimismus gibt, außer der Reduzierung der Quarantänemaßnahmen in den Ländern. Wahrscheinlich wachsen die Ölnotierungen aufgrund der Erwartungen an die Verlängerung des OPEC+-Abkommens sowie aufgrund des Wachstums der freien Geldmenge.

 


 

Aber all diese Erwartungen sind sehr zerbrechlich. Das OPEC+-Abkommen ist noch nicht vereinbart worden, und die Wiederbelebung der Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen wird stark bezweifelt. Wenn nicht alle Erwartungen erfüllt werden, wird der Ölpreis von derzeit 33,6 Dollar pro Barrel schnell wieder sinken.


Gold

Das Gold steckt in der Nähe seiner Höchststände fest und kann nicht über $1800 pro Unze steigen. Natürlich hatte der Coronavirus einen sehr starken Einfluss auf das Vermögen von Quiet Harbor, und das Gold hat aus dieser Situation das Beste herausgeholt. Bis zum Ende der Woche verlor der Dollar seine Position und verhalf dem Gold zu einem Aufschwung.

Vielleicht kann Gold in der letzten Maiwoche noch einmal versuchen, dieses unwiderstehliche Niveau zu erreichen.


Was erwartet uns heute?

  • 08.00 Deutsches BIP
  • 10.00 IFO-Geschäftsklimaindex in Deutschland für Mai

 

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