Deutsche Asset Management: Europas Aktien sind im Aufwind

  • Emmanuel Macron gilt als Favorit für das Amt des französischen Präsidenten. Das gefällt auch den Börsen
  • Die Fundamentaldaten europäischer Aktien werden immer besser
  • Analysten prognostizieren ein zweistelliges Gewinnwachstum

 

Deutsche Asset Management: Neben der erwarteten politischen Entwicklung in Frankreich sind es vor allem anziehende Unternehmensgewinne und eine steigende Gewinndynamik, die positiv stimmen. Europa atmet auf – ganz besonders Deutschland: Ein Sieg der französischen Rechtspopulistin und Eurogegnerin Marine Le Pen bei der Endabstimmung zur französischen Präsidentschaft am 7. Mai gilt als unwahrscheinlich. An dieser Einschätzung hat auch die große Fernsehdebatte zwischen Le Pen und ihrem Gegenspieler Emmanuel Macron am 3. Mai nichts geändert. Macron geht als klarer Favorit in die entscheidende Wahlrunde.

Die große Angst, dass nach dem überraschenden Brexit-Votum mit Le Pen der zweite Schlag gegen die Europäische Union folgen würde, scheint damit erst einmal gebannt. Die Reaktion der europäischen Märkte fiel dementsprechend positiv aus. Nach der ersten Wahlrunde kletterte der Dax auf ein neues Allzeithoch und knackte die 12.500 Punkte. Auch die Aktienkurse in Paris sowie der Euro legten zu.

 

Viele positive Faktoren – Gewinnwachstum wird erwartet
Ein ebenfalls positives Bild skizziert Stefan Kreuzkamp, Chefanlagestratege der Deutschen Asset Management, in seinem aktuellen CIO-View. Allein die schwindenden Chancen Le Pens "sollten nun wieder zu höheren Mittelzuflüssen in europäische Aktien führen", so Kreuzkamp.
 

 

Neben den positiven Signalen aus Frankreich sieht Kreuzkamp aber auch andere Faktoren, die dem europäischen Markt Aufschwung verleihen dürften. So sind die Fundamentaldaten schon seit geraumer Zeit auf dem Weg der Besserung. Zudem rangieren die Einkaufsmanagerindizes (PMIs) der Eurozone etwa auf dem höchsten Stand der vergangenen sieben Jahre, ergänzt Kreuzkamp.

 

Einkaufsmanagerindex überzeugt
Im April sammelten die europäischen Unternehmen erneut mehr Aufträge ein, produzierten mehr und schufen mehr Jobs als im Vormonat, berichtete jetzt das Institut IHS Markit nach seiner monatlichen Umfrage unter 3.000 Unternehmen. Der Markit-Einkaufsmanagerindex erreichte damit den höchsten Stand seit Mitte 2011.

"Die Geschäfte der Industriefirmen in der Eurozone liefen im April prächtig", sagte Markit-Chefökonom Chris Williamson. Die Unternehmen profitierten momentan von einem niedrigen Eurokurs sowie der anziehenden Binnen- und Exportnachfrage. Zudem sorge die laxe Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) mit rekordtiefen Zinsen für Rückenwind.

Die wahrscheinlichen Auswirkungen dieser positiven Entwicklung auf die Unternehmensgewinne sind auch für Anleger erfreulich: „Wir erwarten für 2017 zweistelliges Gewinnwachstum“, erklärt Anlagestratege Kreuzkamp.

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