Die Börse applaudiert dem China-Deal – Öl und Euro legen leicht zu

Bernstein Bank: Um die lästigen Details kümmern wir uns später – jetzt wollen wir erstmal ein wenig feiern. Nach dieser Devise begrüßt der Markt den mit vielen Fragezeichen versehenen Zoll-Deal zwischen Peking und Washington. Die Wall Street markiert neue Verlaufshochs, setzt dann aber zurück. Der DAX zieht am Montag an.

 

Frankfurt zieht an
Zum Wochenstart legte der DAX um 0,6 Prozent zu auf 13.358 Zähler. Die Futures auf den Dow zogen um 0,2 Prozent an, der Kontrakt auf den S&P 500 gewann 0,4 Prozent. Dass die Anleger angesichts des Zoll-Deals aber erste Zweifel beschlichen, belegte der deutsche Börsen-Indikator aber am Freitag: Der DAX markierte bei 13.423 Zählern ein neues Jahreshoch, fiel aber bis zum Handelsschluss auf 13.283 Zähler zurück.

 

Skepsis in Sachen Zoll-Deal
Das ist kein Wunder, denn der Zoll-Deal lässt einige Fragen offen. Fakt ist dies: Beide Regierungen teilten am Freitag mit, dass Amerika im Zuge der Vereinbarung einen Teil seiner bestehenden Strafzölle auf chinesische Warenlieferungen halbiert. Die wichtigste Tatsache ist, dass die USA die eigentlich seit gestern vorgesehenen neuen Strafzölle abgesagt haben.

Im Gegenzug erklärte sich Peking bereit, in großem Stil landwirtschaftliche Erzeugnisse, Industrieprodukte und Energieträger in den Vereinigten Staaten einzukaufen.

Weder wurde aber ein Text zu Phase 1 veröffentlicht – es gibt ihn wohl noch nicht. Noch gab es folgerichtig eine offizielle Unterzeichnungszeremonie zwischen den Präsidenten Donald Trump und Xi Jinping.

 

Keine klare Tendenz in Asien
Den Anlegern in Japan reichte das nicht – sie nutzten den Montag für Gewinnmitnahmen. Der Nikkei 225 schloss 0,3 Prozent schwächer bei 23.952 Zählern. Der japanische Leitindex war am Freitag wegen der Aussicht auf das Teilabkommen auf den höchsten Stand seit mehr als einem Jahr geklettert.

Der chinesische CSI-300 zog dagegen am Montag um 0,5 Prozent an auf 3.988 Stellen.

Für Kauflaune sorgten auch die Daten zur Industrieproduktion und zum Umsatz im Einzelhandel.

Der Yuan stieg auf 6,98 zum US-Dollar.

 


 

Öl und Euro legen leicht zu
Verhalten optimistisch zeigten sich die Anleger in anderen Märkten. Zum einen verteuerte sich Brent in der Hoffnung auf einen Stimulus für den weltweiten Handel um 1 Prozent auf 65,32 Dollar; WTI gewann ebenfalls 1 Prozent auf 60,17 Dollar. EURUSD zog am Montagvormittag an auf 1,1150. Die Feinunze Gold wurde dagegen unverändert bei 1.476,22 Dollar umgesetzt.

 

Zögern in New York
Die Anleger in New York griffen am Freitag erst zu, um es sich dann anders zu überlegen. So stand zunächst jeweils ein neues Verlaufshoch bei Dow Jones und S&P 500, Nasdaq Composite und Nasdaq 100 an. Doch dann setzten Verkäufe ein: Der Dow-Jones-Index schloss faktisch unverändert bei 28.135 Punkten. Der S&P 500 ging ebenfalls fast unverändert bei 3.169 aus dem Handel. Der Nasdaq Composite gewann immerhin 0,2 Prozent auf 8.735 Stellen.

 

Das bringt der Tag
Der Terminkalender bringt am Montag einige interessante Events.

Zunächst wird um 14.30 Uhr der Empire State Index für Dezember gemeldet.

Um 15.45 Uhr folgt der Markit PMI Verarbeitendes Gewerbe und Dienste für Dezember.

Und um 16.00 Uhr läuft der NAHB-Index ein.

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