Die Kurse steigen weiter

Bernstein Bank: Der Optimismus an den Börsen hält sich auch am Donnerstag. An der Wall Street waren am Vorabend neue Rekorde angesagt. Der DAX lauert nur knapp darunter. Die Anleger haben offenbar die Corona-Gefahren abgehakt.

Gute Stimmung auf dem Frankfurter Parkett
Die Börsianer griffen hierzulande wieder zu: Der DAX hielt sich zum Mittag 0,6 Prozent im Plus bei 13.558 Zählern. Damit ist das Rekordhoch aus dem Vormonat bei 13.640 Zählern nicht allzu weit weg, zumal der Höchststand am Vormittag bei 13.606 Punkten gelegen hatte. Am Mittwoch hatte der Leitindex schon um 1,5 Prozent zugelegt und auf 13.476 Zählern geschlossen. Die US-Futures zogen zuletzt um 0,3 Prozent an.

 

Hoffnung wegen Corona
Viele Börsianer gehen fest von einer Beendigung der Corona-Krise aus. Dabei hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Vortag dementiert, dass es eine Arznei gegen das Virus gebe, wie chinesische Medien berichtet hatten. Wenn sich dieser Optimismus mal nicht rächt. Nach Einschätzung von Jan Hatzius, Chefökonom von Goldman Sachs, wird die Epidemie im ersten Quartal 1 Prozent des Bruttoinlandsproduktes von China kosten.

Und im Rest der Welt komme noch einmal 1 Prozent dazu.

Die Delle dürfte sich recht flott in den Gewinnen der börsennotierten Unternehmen niederschlagen.

 

Positives Signal in Phase 1
Freude herrschte auf dem Parkett über die Entspannung zwischen China und den USA. So senkt Peking jetzt seine Sonderzölle auf US-Güter im Wert von 75 Milliarden Dollar. Der Schritt erfolgt zeitgleich mit einer Reduzierung von US-Strafzöllen auf Einfuhren aus China. Offenbar trägt also die Mitte Januar geschlossene erste Vereinbarung zum Handelsstreit.

Ergo zog der chinesische CSI-300 um 1,9 Prozent an auf 3.900 Punkte.

Und der Nikkei in Tokio gewann sogar 2,4 Prozent auf 23.874 Zähler.

 

Neue Rekorde in den USA
An Vorabend hatten schon die amerikanischen Anleger beherzt zugegriffen. Der Dow Jones zog zur Schlussglocke um 1,7 Prozent an auf 29.291 Zähler. Somit ist es nur eine Frage der Zeit, bis die 30.000 fällt. Der S&P 500 und der Nasdaq Composite markierten sogar neue Allzeithochs. Der S&P 500 rückte um 1,1 Prozent auf 3.335 Zähler vor. Der Nasdaq Composite gewann 0,4 Prozent auf 9.509 Stellen.

Broker verwiesen auf die robusten US-Arbeitsmarktdaten von ADP. Außerdem feierte die Börse das Ende des Impeachment.

 

Freispruch im Impeachment
Wie erwartet wurde Donald Trump vom Senat freigesprochen. Nicht, weil die Republikaner so unglaublich irre sind und einen Kriminellen stützen, wie unsere Journaille insinuiert. Nein, wie bei Richard Nixon hätte die eigene Partei Trump subito fallen lassen, wenn es wirkliche Vergehen gegeben hätte. Doch die gab es nicht. Es gehört zu den Pflichten eines Präsidenten, Korruption zu untersuchen. Ein Präsidentschaftskandidat wie Joe Biden ist nicht dagegen immun.

Unser Fazit:
Die Demokraten haben sich mit dem Versuch der Amtsenthebung vor der Präsidentschaftswahl selbst versenkt. Denn die Partei, die jetzt ach so hehre Werte reklamiert, hat sich nie für die enorm anrüchigen Geschäfte von Biden in der Ukraine oder in China interessiert oder für die Frage, wer in der eigenen Partei so alles mit von der Partie war.

Wir sind gespannt, ob es dazu zufällig vor der Wahl noch Untersuchungen und Enthüllungen geben wird. Die zum Impeachment vorgeladenen Zeugen im House dürften viele Wähler zudem endgültig davon überzeugt haben, dass die Demokraten nicht mehr die Partei der Arbeiterklasse sind. Sondern die Lobby der Eliten in Medien, Universitäten, Hollywood und in der Bürokratie.

Für die Börse heißt das:
Die Chancen für Trump in der Präsidentschaftswahl sind gestiegen – und die Chancen auf eine Fortsetzung der Hausse auch.

Das bringt der Tag
Der Terminkalender birgt am Donnerstag nur wenige bedeutende Termine.

Wichtigstes Event werden die Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe um 14.30 Uhr.

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