Dow Jones am Scheideweg

In dieser Woche steht der Dow Jones im Fokus unseres Ausblicks für die kommende CFD-Handelswoche. Das Wohl und Wehe des Dow Jones hing in den letzten Wochen an den Marktdaten zur US-Konjunktur. Zwar konnte der Dow Jones getrieben durch die gute Gesamtstimmung am Markt Mitte Oktober erstmals nach der Lehmann-Pleite im vergangenen Jahr die psychologisch wichtige 10.000er Marke wieder überwinden, ging aber direkt wieder wie von vielen Technischen Analysten schon lange erwartet in die erste deutliche Korrektur seit Juli.

Nach den Daten zum Q3-BIP aus Amerika schien es so, als würde auch diese Korrektur nur sehr kurz ausfallen, doch schon am Tag darauf wurde die Erholung wieder fortgesetzt und der Dow Jones notierte noch unter dem Tief des Vortages. Damit wurde gleichzeitig auch der Bruch einer kurzfristigen Aufwärtstrendlinie bestätigt. Zu beginn der Woche konnte der Dow dann ein wenig Boden gut machen. Am Mittwoch konnte der Dow Jones zunächst weiter zulegen nachdem der Markt die Daten des Arbeitsmarkt-Dienstleisters ADP, die als Indikator für die zum Wochenausklang anstehenden US-Arbeitsmarktdaten gelten, positiv aufgenommen hatte.

Am Nachmittag stand der Dow Jones dann aber ganz im Zeichen der Leitzinsentscheidung der FED. Einhellig war zwar die Meinung der Experten bezüglich der Leitzinsentscheidung, aber der Ausblick zur künftigen Zinspolitik der FED wurde mit Spannung erwartet. Da nicht wenige Experten erwartet hatten, dass der Ausblick erste Anzeichen für eine baldige Zinsanhebung enthält, nachdem die Konjunkturdaten für Amerika zuletzt durchweg positiv ausgefallen waren.

Nach dem die FED weder den Leitzins noch den Ausblick für die künftige Zinsentwicklung geändert hatte, wuchsen die Zweifel der Händler an einer weiter raschen konjunkturellen Gesundung der amerikanischen Wirtschaft und der Dow Jones gab einen Großteil seiner Gewinne wieder ab. Am Freitag wird der Bericht vom amerikanischen Arbeitsmarkt weiteren Aufschluss über den Zustand der US-Wirtschaft geben und voraussichtlich noch einmal für eine hohe Volatilität sorgen.

Wie könnte es weiter gehen?

Der Dow Jones zeigt sich von der technischen Seite leicht angeschlagen. Einzig eine seit August bestehende flache Aufwärtstrendlinie scheint dem Dow derzeit halt zu geben. Auf Tageschartbasis generiert der Dow Jones zum Zeitpunkt der Analyse folgenden Unterstützungs- und Widerstandsbereiche:

Widerstand existiert derzeit im Bereich von 9840 Punkten und ist darüber im Bereich von 10120 Punkten zu erwarten. Werden diese Widerstände problemlos genommen, sollte der Kurs weiteres Aufwärtspotential haben.

Unterstützung erhält der Dow Jones auf seinem Weg nach unten erstmals an der Aufwärtstrendlinie bei gut 9700 Punkten. Dieser Bereich hat sich insbesondere schon zu Beginn dieser Woche als solide Unterstützung ausgezeichnet. Die nächsten Unterstützungen bestehen im Bereich von 9610 Punkten und 9450 Punkten.

Die Signallinie hat die MACD-Linie geschnitten und der MACD zeigt somit einen Abwärtstrend an. Zudem hat der MACD mit dem Hoch im Oktober eine bärische Divergenz ausgebildet, die das Shortsignal verstärkt.

Der RSI notiert mit einem Wert von 46,51 im neutralen Bereich.

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