Erwartungen an den japanischen Yen

Bernstein Bank: Japans Zentralbank befindet sich in einer Albtraumsituation…und die Wirtschaft des Landes auch. Der japanische Yen will gegenüber einem Korb der wichtigsten Weltwährungen stark ansteigen. Die japanische Zentralbank will ihn abschwächen, um die Exporteure zu entlasten.

USDJPY

USDJPY

Die Situation ist in einer Sackgasse angelangt. Vor dem Hintergrund der globalen Krise wird der Yen stark aufwerten. Dies ist immer dann der Fall, wenn japanische Anleger Vermögenswerte im Ausland verkaufen (u.a. Aktien und Anleihen) und den Erlös in den Yen transferieren.

Eine logische Frage könnte aufkommen. Warum tun sie das überhaupt? Tatsache ist, dass alle japanischen Unternehmen und Fonds, die auf dem heimischen Markt tätig sind, ihre Bilanzen ausschließlich in Yen führen. Und das bedeutet, dass es für sie wichtig ist, wie viel Yen sie auf das Bankkonto zurückgeführt und an ihren Anlegern zurückgemeldet haben.

 


 

Nächstes Problem. Fall des US-Dollars. Der US-Dollar fällt gegenüber dem Euro, dem Pfund Sterling und den Währungen der Schwellenländer. Gleichzeitig sollte er noch schneller gegenüber dem Yen fallen. Wenn man sich jedoch den obigen Chart anschaut, sieht man, dass die japanische Währung gegenüber dem US-Dollar viel langsamer ansteigt.

Die Schlüsselfrage ist „warum“? Dafür gibt es zwei Gründe. Die japanische Zentralbank stimuliert die Wirtschaft, indem sie riesige Mengen an neuem Geld druckt. Und sie versucht mit aller Macht, dieses Geld aus dem Land zu pressen (über den Umtausch in denselben Euro und Dollar), um die Inflation nicht ansteigen zu lassen.

Aber auch das hilft nicht viel. Deshalb ist die Währungsintervention die „Waffe des letzten Tages“. Sie kann auftreten, wenn das Niveau von 100 Yen pro 1 Dollar durchbrochen wird. Andernfalls kann sich der Wechselkurs stark in Richtung der 90er-Marke bewegen, da die japanische Zentralbank keine Maßnahmen ergreift.

Schlussfolgerung. In nächster Zukunft wird der japanische Yen in einem engen Abwärtskorridor bleiben, der durch einen Pullback leicht wieder aufgeholt werden kann. Die Hauptsache ist, dass die Volatilität im Falle eines Durchbruchs des Niveaus von 100 Yen pro 1 USD in beide Richtungen viel höher springen kann.

 

Was erwartet uns heute?

09.30 Bau-PMI für Dezember für die Eurozone
11.00 Kerninflationsrate für Dezember für den Euroraum

Disclaimer & Risikohinweis

78% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter.

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Weitere News Beiträge Weitere News Beiträge