ETX Capital: EUR/USD – Marke von 1,37 USD die letzte Bastion der Euro-Bären

ETX Capital: Für den EUR/USD-Kurs könnte in den kommenden Tagen die Marke von 1,37 USD auf der Oberseite im Fokus stehen.

Schaut man sich den Kursverlauf seit Januar 2013 an, dann kann man gut erkennen, dass die 1,37er Marke in der jüngeren Vergangenheit eine wichtige Kurszone im Kampf zwischen Bullen und Bären darstellte. Und auch in den nächsten Tagen könnte die Marke von 1,37 USD die letzte Bastion der Euro-Bären vor einem kurzfristigen Trendwechsel sein. Nach den wichtigen Notenbanksitzungen von EZB und US-Fed könnten die Devisenmarktteilnehmer nun wieder charttechnisch wichtige Marken in den Vordergrund schieben. Und hier wäre auf der Oberseite nach einem Bruch der Marke von 1,37 USD der Weg aus technischer Sicht frei bis zum nächsten Widerstand, der bei der runden Marke von 1,40 USD liegt.

 

Bis dahin ist es aber für die Euro-Bullen bzw. US-Dollar-Bären noch ein weiter Weg. Denn aus fundamentaler Sicht scheint die Lage gegen den Euro zu sprechen, wenn man den historischen Maßnahmen der EZB nach urteilt. Solange die Marke von 1,37 USD auf der Oberseite hält, solange könnte man den Abwärtstrend der letzten Wochen als intakt ansehen. Jedoch waren die Aussagen von Janet Yellen nach dem FOMC-Meeting nicht so restriktiv in Sachen Notenbankzinsen, wie von vielen Analysten erwartet. Das könnte den kurzfristigen Abwärtstrend belasten.

 

Auch der Commitment of Traders Report der CFTC, der über die Positionierung der großen Spekulanten in den hochliquiden EUR/USD-Future Kontrakten berichtet, zeigt, dass Vorsicht bei neuen Short Positionen geboten sein könnte. Der Gruppe der großen Spekulanten wird Marktmacht und Trendfolge nachgesagt. Wenn man der Netto-Positionierung dieser Gruppe im EUR/USD-Future folgt, dann kann man seit Januar 2013 ein gewisses Muster erkennen. Nämlich, wenn die großen Spekulanten relativ stark auf der einen oder auf der anderen Seite engagiert waren, dass kurzfristige Wendepunkte im EUR/USD-Kursverlauf nicht weit entfernt waren.

 

Von Oliver Bossmann

Weitere News Beiträge Weitere News Beiträge