EU ist auf mögliche Eskalation im US-Handelsstreit vorbereitet

Bankenverband: Die Europäische Union (EU) sieht sich im Zollstreit mit den USA kurz vor dem Auslaufen der Ausnahmeregelung für europäische Unternehmen für alle Eventualitäten gerüstet.

“Wir sind vorbereitet”, sagte der Sprecher von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker heute in Brüssel. Man werde nun geduldig abwarten, was passiere.

Ob die Gegenmaßnahmen sofort beschlossen werden, wenn Trump europäische Unternehmen nicht erneut von den neuen US-Zöllen ausnimmt, ist noch unklar. Dies liegt daran, dass in einigen Mitgliedstaaten vor einer weiteren Eskalation des Konflikts gewarnt wird.

Die Kommission sei mit Vertretern der EU-Mitgliedstaaten in ständigem Kontakt, sagte Junckers Sprecher Margaritis Schinas.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sprach sich derweil für ein “konkretes” Angebot an Washington aus.

Man müsse weiter verhandeln, auch wenn Trump höhere Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte aus der EU beschließe, sagte der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. “Ich persönlich glaube, wir sollten auch ein Angebot vorlegen, ein konkretes, auf dessen Grundlage wir weiter verhandeln können.”

In dem Handelsstreit geht es um Einfuhrzölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte, die die US-Regierung im März erlassen hatte.

EU-Firmen wurden davon bis zum 1. Mai verschont.
Für eine unbefristete Ausnahme verlangt Washington nach Angaben aus EU-Kreisen Handelserleichterungen für US-Unternehmen oder Obergrenzen bei den Stahlexporten. Die EU will sich aber nicht erpressen lassen und fordert eine “bedingungslose und unbefristete Befreiung” von den Zöllen.

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