EUR/USD – Die Marke von 1,30 USD rückt in den Fokus

ETX Capital: Der Kurs des EUR/USD konnte sich am Morgen von seinen Jahrestiefs, die bei ca. 1,3150 USD lagen, etwas erholen und die Marke von 1,32 USD zurückerobern. Jedoch notiert das Währungspaar momentan wieder klar unter der Marke von 1,32 USD, nachdem die Meldung über die Ticker lief, dass angeblich russische Truppen auf ukrainischem Hoheitsgebiet entdeckt wurden.

 

Neben diesen beunruhigenden Meldungen gab es noch eine Reihe von Konjunkturdaten aus der Eurozone. Die deutsche Arbeitslosenrate hält sich unverändert bei 6,7 Prozent. Daneben wurden auch die Zahlen zu M3 gemeldet, dem breiten Maß für das Geldangebot in der Eurozone, das mit 1,8 Prozent wachsen konnte. Erwartet wurde hier ein Wachstum von 1,5 Prozent. Das könnte ein kleines Signal dafür sein, dass die Kreditvergabe an Unternehmen und Verbraucher anzieht, jedoch bleibt Skepsis angebracht.

 

Trotz des marginalen Wachstums der Geldmenge M3 könnte Mario Draghi weitere Maßnahmen auf der nächsten EZB-Sitzung im September ankündigen. Damit könnte der Ausblick für den EUR/USD-Kurs weiter bearish bleiben. Große Erholungsbewegungen oder gar eine mittelfristige Trendwende in dem Kurs des Währungspaares sind aufgrund der geopolitischen Krisen weltweit und der schwachen Konjunktur in der Eurozone nicht zu erwarten. Einzig das extrem bearishe Sentiment im EUR/USD könnte dazu führen, dass temporär stärkere Gegenbewegungen zu dem intakten Abwärtstrend einsetzen könnten.

 

Aus charttechnischer Sicht bleibt vorerst die Marke von 1,31 USD im Visier der Marktteilnehmer. Hier verläuft die nächste Unterstützungslinie für den EUR/USD-Kurs. Darüber hinaus könnte auch schon die runde Marke von 1,30 USD auf der Agenda der Shorties stehen. Erst nachhaltige Kurse über der Marke von 1,34 USD könnten das angeschlagene Bild des EUR/USD wieder etwas aufhellen.

 

Von Oliver Bossmann

 

 

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