EUR/USD – Wann ist mit 1,15 zu rechnen?

Bernstein Bank: Anleger und Händler warteten am vergangenen Freitag auf die US-Arbeitsmarktdaten. Sie brauchten eine Antwort auf die Befürchtungen einer weltweiten und US-amerikanischen Konjunkturabkühlung. Der Auslöser war ein neuerlicher Anstieg der Coronavirus-Infektionen.

EURUSD

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Die am Ende der Woche veröffentlichten Daten waren sehr gut. Die Zahl der neuen Arbeitsplätze in der US-Wirtschaft war im Juli die höchste seit über einem Jahr. Gleichzeitig sank auch die Arbeitslosenquote im Juli von 5,9 % auf 5,4 %.

Beide Zahlen lagen deutlich über den Prognosen der Analysten. Darüber hinaus wurde die Zahl der im letzten Monat neu geschaffenen Arbeitsplätze nach oben korrigiert.

Dies bestärkte die Anleger in ihrer Erwartung einer Normalisierung auf dem US-Arbeitsmarkt. Die Rendite 10-jähriger Staatsanleihen stieg auf 1,3 % und erreichte damit den höchsten Stand seit Mitte Juli.

Wichtiger für Devisenhändler war jedoch die Reaktion des Dollar-Index. Er stieg steil an und erreichte fast 93 Punkte. Und der EUR/USD fiel auf 1,1760.

Sieht man von der recht merkwürdigen Politik der Fed ab, die sich weigert, die Geldpolitik zu straffen, ergibt sich folgendes Bild. Die Renditen der US-Staatsanleihen dürften früher oder später 2 % und dann 3 % pro Jahr erreichen. Im Gegensatz dazu ist es unwahrscheinlich, dass sich die europäischen Anleihen von den Nullrenditen nach oben bewegen.

Diese Erwartungen sowie eine schnellere Impfung der US-Bevölkerung dürften das EUR/USD-Paar nach unten drücken. Das erste Ziel von 1,15 ist relativ schnell erreicht. Das zweite Ziel ist die Marke von 1,10.

 


 

Warum glauben die wenigsten an dieses Szenario?

Die Aktien-, Geld- und Devisenmärkte befinden sich in ihrem zweiten Jahr der Absurdität. Alle offensichtlichen fundamentalen Faktoren, die zuvor funktionierten, sind nun irrelevant. Die Händler haben in dieser Zeit bereits mehrmals auf einen starken Anstieg des US-Dollars gewettet. Und jedes Mal wurden sie in ihren Erwartungen enttäuscht.

Es ist gut möglich, dass sich die Situation dieses Mal nicht ändert. Und in einem Monat werden wir einen neuen Bericht über den Arbeitsmarkt in den USA sehen. Er wird viel schlechter ausfallen als erwartet. Eine weitere Umkehrung des EUR/USD-Paares, bereits in Richtung des Niveaus von 1,20.

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