EURUSD: Jennet Yellen erklärt sich um 18:30 MEZ

Der EUR-USD hatte in der vergangenen Woche an der 1,1100 US-Dollar je Euro Preiszone zu kämpfen. Da das eine wichtige technische Hürde darstellt, ist das zunächst nichts Ungewöhnliches. Der Umschwung, der sich am Freitag zu Gunsten der europäischen Gemeinschaftswährung ereignete, war allerdings mehr als nur beachtlich. Der Grund: Die US-Arbeitsmarktdaten in Form der Gehaltsabrechnungen ex Agrar, fielen unerwartet miserabel aus.

Arbeitsmarkt enttäuscht massiv
Der Aufbau der neuen Stellen betrug im Monat Mai lediglich 38.000. Erwartet wurden 169.000. Auch die Revision der vorherigen beiden Monate hatte es in sich. Hier wurden zusammengenommen 59.000 weniger neue Jobs geschaffen als vorher gezählt. Damit wird die Wahrscheinlichkeit für den nächsten Zinsschritt der FED in den nächsten zwei bis drei Monaten verschwindend gering und der US-Dollar verliert in Folge dessen gegen einige Währungen, darunter besonders dem Euro an Wert.

Die 1,1100 US-Dollar je Euro Preiszone war eine technisch wichtige Unterstützung, die mit dem Umschwung in Folge der enttäuschenden Daten, halten konnte. Auch bei der Betrachtung des US-Dollar Index wird ersichtlich, dass der Trend des fallenden US-Dollars, der seit Beginn des Jahres anhält erst einmal weiter Bestand hat. Hier hat der zur 1,11er-Zone im EURUSD äquivalente Widerstand bei 96 Pkt., ebenfalls halten können. Erst ein Durchbruch nach oben, dürfte den Trend wirklich in Frage stellen.

Nur Yellen kann noch das Ruder herumreissen
Womit sich Währungsanalysten nun beschäftigen ist: Kann Jennet Yellen die in Folge der Daten entstandenen Erwartungen abfedern bzw. will sie das überhaupt? Daher wird die von ihr am Montagabend gehaltene Rede, stark beobachtet werden.

–> Diese findet am 6. Juni um 18:30 MEZ statt.

Man erwarte allerdings keine gravierenden Änderungen im Kurs der Geldpolitiker, da der Arbeitsmarkt mit den letzten Daten zwar deutliche Schwächen zeige, dieser aber historisch betrachtet für starke Fluktuationen bekannt ist. Yellen könnte daher womöglich darauf hinweisen, dass man die Lage weiter beobachtet, man aber zunächst keine Änderungen bei dem geplanten Kurs vornähme. Sollte es wirklich so ausfallen, dann könnte der US-Dollar wieder etwas an Wert gewinnen.

Anders sieht es dagegen aus, wenn Yellen die negativen Daten doch als wichtig erachtet und damit die aufgebauten Erwartungen bestätigt. Dann würde der US-Dollar womöglich weiter nachgeben. Der EURUSD-Kurs könnte in diesem Fall weiter ansteigen und zumindest wieder die 1,1450 US-Dollar je Euro ansteuern. Möglich wäre dann ein Ausbilden einer SKS-Formation oder der Durchbruch über die 1,15 US-Dollar je Euro . Aber auch eine Fluktuation innerhalb einer Range ist in den nächsten Wochen weiter vorstellbar.

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