FXCM: Die Nervosität bleibt – DAX schwankt heftig durch die Woche

FXCMDie Nervosität bleibt – DAX schwankt heftig durch die Woche

Der DAX versucht weiter sich zu stabilisieren. Dennoch kann man kurz zusammenfassen, die Kurse sind seit Jahresbeginn nicht gestiegen, aber dafür umso mehr die Volatilität an den Börsen. Die Sorglosigkeit der vergangenen Monate ist einer hohen Nervosität und Unsicherheit der Marktteilnehmer gewichen. Jeder Versuch, den der DAX in diesen Tagen unternimmt, wieder den Aufwärtstrend aufzunehmen, scheitert 100 Punkte höher an Gewinnmitnahmen derjenigen, die die Rally für beendet erklären. Heute war dann erst einmal bei 9.415 Punkten Schluss. Die Unsicherheit ist einfach zu groß, keiner weiß was morgen oder gar in der nächsten Stunde über die Ticker läuft. So sieht zumindest nicht das Ende einer Korrektur aus.
 

Der Hauptfokus liegt weiter auf den Schwellenländer-Währungen. Weitere starke Abwertungen der türkischen Lira oder des südafrikanischen Rand könnten die Kapitalflucht aus diesen Ländern beschleunigen und damit auch auf die Aktienmärkte übergreifen. Zwar konnten sich beide Währungen im Laufe Tages ein wenig stabilisieren. Doch bereits neue Spekulationen von Hedgefonds gegen die gering kapitalisierten Notenbanken würden auch an den Aktienmärkten sofort wieder zu Verkäufen führen. Dann geht es im DAX sehr schnell wieder Richtung 9.200 Punkte.
 

Wenn der Markt eines nicht mag, dann ist es Unsicherheit. Diese könnte auch von anderer Seite morgen kommen. Während die US-Notenbank ihren geldpolitischen Kurs gestern bestätigte, kann die Europäische Zentralbank schnell der neue Unsicherheitsfaktor werden. Im Januar lag die Teuerungsrate in Deutschland mit 1,3 Prozent unter der Erwartung von 1,5 Prozent. Morgen stehen die Kern-Inflationsdaten für die Eurozone auf der Agenda. Liegen auch diese unter der Erwartung von 0,9 Prozent und bestätigen die deflationäre Tendenz, kann es für den DAX wieder ungemütlich werden. Zwar erhöhen sich durch eine solche Veröffentlichung die Chancen auf eine geldpolitisch aktiv werdende EZB kommende Woche Donnerstag. Doch sicher kann man sich hier nicht sein. Und das ist es, was der Markt aktuell sucht: Sicherheit.

 

 

Von Jens Klatt

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