Gegenreaktion nach der Zollstreit-Hausse – Neue Brexit-Sorgen

Bernstein Bank: Neue Skepsis oder Gewinnmitnahmen? Nach der Rallye vom Freitag setzt der DAX zum Wochenbeginn zurück. Tatsächlich ist selbst der Teil-Deal im Zollstreit zwischen Peking und Washington noch nicht in trockenen Tüchern. Geschweige denn ein umfassendes Abkommen. Auch beim Brexit gibt es neue Zweifel. Immerhin stützt die Fed den Markt.

Frankfurt setzt zurück
Die Anleger an der deutschen Börse haben die Woche mit Verkäufen begonnen. Der DAX notierte im frühen Handel 0,4 Prozent schwächer bei 12.460 Zählern.

Am Freitag war der Leitindex im Zuge des Teil-Deals zwischen China und den USA im Zollstreit um fast 3 Prozent gestiegen. Der Börsen-Indikator war damit erstmals seit Juli wieder über die Marke von 12 500 Punkten gesprungen.

Dazu ein kurzer Blick in die Chartanalyse:
Der DAX hat ein Gap bei 12.200 Punkten gerissen, das nach einer Schließung schreit.

 

Hausse in Asien und an der Wall Street
Tatsächlich hatten die Börsianer der Welt nach dem Teil-Deal zwischen China und den USA erst einmal aufgeatmet. „Phase 1″ eines größeren Abkommens beinhalte unter anderem die Themen Schutz geistigen Eigentums, Finanzdienstleistungen und Währungsfragen sagte Trump am Freitag bei einem Treffen mit dem chinesischen Vize-Ministerpräsidenten und Chefunterhändler Liu He im Weißen Haus.

Allerdings wird es nach Aussage von Trump drei bis fünf Wochen dauern, bis das Abkommen unterzeichnet sei.

 


In China legte der CSI-300 dennoch um 1,1 Prozent zu auf 3.953 Zähler. Japan konnte nicht reagieren, die Börse blieb wegen des Tag des Sports geschlossen.

Am Freitag hatte der Dow Jones um 1,2 Prozent auf knapp 26.817 Punkte angezogen. Das Wochenplus lag nach dem dritten Gewinntag in Folge bei 0,9 Prozent. Der S&P 500 legte am Freitag 1,1 Prozent auf 2.970 Zähler zu. Und der Nasdaq 100 rückte um 1,3 Prozent auf 7.844 Punkte vor.

Sämtliche wichtigen US-Indizes haben mit der Hoffnungsrallye vom Freitag Kurslücken gerissen, die nun wieder gefüllt werden wollen.

 

Neue Brexit-Sorgen
Derweil setzte das britische Pfund von seinem Dreimonatshoch gegen den Dollar zurück, das er vorige Woche markiert hatte. Wie das „Wall Street Journal“ berichtete, haben Unterhändler der EU und Großbritanniens am Sonntagabend keinen Durchbruch erzielt. Angesichts der unüberbrückbaren Differenzen sei selbst ein grober Rahmen für eine Vereinbarung fraglich.

Einer der Knackpunkte ist die offene Grenze zwischen der Republik Irland und Nordirland.

Der irische Außenminister Simon Coveney sagte am Montag in Luxemburg, ein Deal sei in dieser Woche möglich – aber an dieser Stelle sei man noch nicht angelangt.

 

Stiller Support durch die Fed
Übrigens unterstützt die Federal Reserve ab morgen wieder den amerikanischen Interbanken-Markt: Die Fed will zusätzliche 60 Milliarden Dollar an Treasury Bills einkaufen.

 


 

Die Notenbank sieht den Schritt aber als rein technische Angelegenheit und nicht als Quantitative Easing IV.

Damit unterstützt die Fed den Mitte September plötzlich ausgetrockneten Overnight-Markt bei Banken, beruhigt die Nerven der Wall Street und stützt die Kurse von US-Anleihen.

Das bringt der Tag
Der Terminkalender ist am Montag nur spärlich gefüllt.

 

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