Gold: War die Rally am Goldmarkt nur ein Strohfeuer?

Ayondo Markets: Ähnlich wie bereits in den vergangenen Jahren verliefen auch die ersten Wochen im Börsenjahr 2017 ganz nach dem Geschmack der Gold-Bullen. Auch wenn die Feinunze zuletzt positiv überraschte, stellt der starke Auftakt keine Garantie für weiter anziehende Notierungen in den kommenden Monaten dar (–>> Goldpreisrechner ).

 

Seit Anfang Dezember kletterte das begehrte Edelmetall um rund zehn Prozent und testete vor wenigen Tagen sogar wieder die fallende 200-Tage-Linie. Mit dem Anstieg haben sich die mittelfristigen Aussichten durchaus verbessert, klare Kaufsignale liegen aber noch nicht vor. Seit Sommer 2016 dominiert im Kursbild eine Serie von fallenden Hochpunkten, erst oberhalb von 1315 Dollar wäre eine grundsätzliche Neueinschätzung erforderlich. Alternativ warten Trader auf einen möglichen Rücksetzer und damit ein attraktiveres Chance-Risiko-Verhältnis. Schwache Unterstützungen verlaufen bei 1220 und 1180 Dollar.

 

An der unteren Marke wäre Gold auch wieder überverkauft. Als Faustregel gilt: Entfernt sich die Feinunze um mehr als 4,5 Prozent vom Monatsdurchschnitt (21-Tage-Linie), folgt häufig eine Erholung. Schnäppchenjäger sollten daher den Bereich um 1180 Dollar genau im Blick behalten.

 

Inflation treibt die Fed

Auch fundamental überwiegen kurzfristig eher die Abwärtsrisiken. In den vergangenen Tagen ist die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung in den USA kräftig auf rund 80 Prozent gestiegen. Die von Donald Trump zuletzt in seiner Rede noch einmal bestätigten sehr expansiven fiskalpolitischen Programme könnten zwar die Konjunktur und damit auch die Inflation deutlich anschieben. Noch aber fehlen Details zu den Plänen, daran dürfte sich kurzfristig wenig ändern. Dennoch blicken schon jetzt einige Fed-Mitglieder mit Sorge auf die Entwicklung der Inflationsrate. Im Januar lag der von den Notenbankern stark beachtete Preisindex der Persönlichen Konsumausgaben (PCE-Inflation) bei 1,9 Prozent und dürfte bis zur nächsten Erhebung erstmals seit April 2012 wieder über zwei Prozent liegen. Die Fed strebt nur eine Gesamtinflationsrate von zwei Prozent an.

 

Dollar und Renditen spielen nicht mit

Einige hochrangige Fed-Vertreter äußerten sich zuletzt bereits vergleichsweise deutlich in Richtung einer restriktiveren Geldpolitik. Sollte auch Fed-Chefin Janet Yellen in ihrer Rede am Freitag ähnliche Töne anschlagen, dürfte dies dem Dollar weiter Auftrieb geben. Da Gold auf den Weltmärkten in Dollar abgerechnet wird, wirkt sich ein steigender Greenback tendenziell negativ auf die Gold-Nachfrage aus. Auch die anziehenden Renditen am Anleihemarkt belasten die Aussichten, denn Gold wirft keine Zinsen ab. Die Rendite ergibt sich beim Edelmetall allein aus der Kursentwicklung.

 

Saisonaler Gegenwind

Vorerst sollten sich Anleger am Goldmarkt auf eine Konsolidierung einstellen. Dies würde auch dem typischen saisonalen Muster entsprechen: In den ersten beiden Monaten zieht der Preis häufig kräftig an, im März folgt eine Korrektur, anschließend folgt meist eine Erholung bis Anfang Mai. Spätestens dann sollte auch mehr Klarheit herrschen über die weitere Fiskal- und Geldpolitik der USA.

 

 

Autor: Feingold Research

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