Goldpreis bricht ein: US-Arbeitsmarkt schockiert Märkte

Ein unerwartet heißer US-Arbeitsmarktbericht (NFP) hat am Freitag eine massive Fluchtbewegung in den US-Dollar ausgelöst. Die prompt ansteigenden Renditen für US-Staatsanleihen erhöhten den technischen Druck auf Vermögenswerte, die traditionell eine negative Korrelation zur US-Leitwährung aufweisen. Die Folgen für Anleger waren drastisch: Der Goldpreis gab spürbar nach und durchbrach eine essenzielle Unterstützungslinie.

 

Goldpreis rutscht unter den EMA200 und droht tiefer zu fallen

Für den globalen Goldpreis brachte der Freitag einen herben charttechnischen Rückschlag. Das Edelmetall verlor über 3,5% an Wert und rutschte im Tageschart unter den exponentiellen 200-Tage-Durchschnitt (EMA200) – eine Linie, die für das langfristige Aufwärtsmomentum von herausragender Bedeutung ist.

Ein täglicher Schlusskurs unter diesem Niveau erhöht das Risiko für eine Ausweitung der Korrektur in Richtung der Marke von 4.100 US-Dollar, was den lokalen Tiefstständen aus dem Februar entsprechen würde. Ein solches Szenario würde beim Goldpreis einen herben Rücksetzer von rund 30% ausgehend vom historischen Allzeithoch bedeuten.

 

Gold Chart

 

Charttechnik beim Edelmetall: Dreiecksformation im Fokus

Das technische Bild beim Goldpreis spitzt sich damit weiter zu. Ein nachhaltiger Ausbruch nach unten aus der aktuellen Dreiecksformation könnte einen dynamischen, neuen Abwärtsimpuls triggern, wobei die erste große Unterstützung im Bereich des vorangegangenen Paniktiefs zu finden ist.

Um das angeschlagene Bild kurzfristig zu reparieren, müssten die Bullen den Goldpreis zügig wieder in eine Spanne zwischen 4.500 und 4.600 US-Dollar hieven. Gelingt diese Erholung, steigt die Wahrscheinlichkeit für eine Fortsetzung der Seitwärtskonsolidierung, die schlussendlich die Basis für einen Ausbruch nach oben über die erste Widerstandszone bei 4.750 bis 4.800 US-Dollar legen könnte.

 

Fazit

Der bärenstarke US-Arbeitsmarkt hat die Karten an den Finanzmärkten neu gemischt und den Goldpreis arg in Mitleidenschaft gezogen. Da das Szenario schneller Zinssenkungen durch die Fed vorerst auf Eis liegt, fehlt beiden zinslosen Vermögenswerten der fundamentale Rückenwind. Wer im Trading aktiv ist, sollte vor neuen Positionierungen eine verlässliche Bodenbildung abwarten, da das Momentum im D1-Chart derzeit klar die Bären favorisiert.

 

Gold Chart (Daily Timeframe) Chartanalyse

Gold Chart (Daily Timeframe) Chartanalyse; Quelle: XTB Investment Plattform

Gold Chart (Daily Timeframe) Chartanalyse; Quelle: XTB Investment Plattform

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