Im Schatten des Gipfels

Bernstein Bank: An der Frankfurter Börse gibt es aktuell mit dem G-20-Gipfel nur ein bedeutendes Thema. Werden sich Peking und Washington im Zollstreit annähern? Die Aktionäre erhoffen sich davon einen Stimulus für die Weltwirtschaft.

Die Musik spielt in Japan
So monoton kann Börse sein: Mit Argusaugen haben die Anleger im weltweiten Handel die eintreffenden News aus Osaka überwacht. Werden die USA und China einen Burgfrieden schließen oder nicht? Unterdessen waren erste skeptische Stimmen zu vernehmen, dass selbst eine Annäherung der beiden größten Volkswirtschaften nicht nur Gutes für die Börse bedeuten würde. Denn dann würde wohl die Federal Reserve ihre angedeutete Lockerung der Geldpolitik aufgeben.

Wie auch immer: Zuletzt hielt sich der Optimismus in Frankfurt und der DAX kletterte bis zum Mittag rund ein halbes Prozent nach oben. Derweil sorgten zwei heimische Themen für ein wenig Ablenkung vom Gipfeltreffen. Zum einen legte die VW-Nutzfahrzeugtochter Traton ein eher mäßiges Börsendebut vor. Zum anderen feierten die Anleger der Deutschen Bank den bestandenen US-Stresstest.

 

Abwarten in Asien
Die Börsianer im asiatischen Markt gingen angesichts des Gipfels erst einmal in Deckung. In Tokio schloss der Nikkei 0,3 Prozent niedriger bei 21.276 Punkten. Der chinesische CSI-300 gab 0,2 Prozent nach auf 3.826 Stellen.

 

Wenig Impulse aus den USA
Wenig entschlossen hatten sich am Donnerstagabend auch die Anleger in den USA gezeigt. Der Dow Jones schloss fast unverändert bei 26.526 Punkten. Hier zog ein Sturzflug des Index-Schwergewichts Boeing den Dow nach unten. Der S&P 500 legte dagegen um 0,4 Prozent zu auf 2.924 Zähler. Der Nasdaq Composite gewann dagegen 0,7 Prozent auf 7.967 Stellen.

 


 

Gold bleibt gefragt
Gewinner der aktuellen Großwetterlage war zuletzt Gold. Angesichts der möglichen Lockerung der Geldpolitik in den USA und in Europa und vor dem Hintergrund einer Eskalation im Persischen Golf hielten sich die Einkäufer im Markt. Die Feinunze notierte bei rund 1.414 Dollar und damit knapp unter dem Sechsjahreshoch von 1.439 Dollar, das Gold zum Wochenbeginn markiert hatte.

 

Spannung vor dem OPEC-Treffen
Bei Erdöl hielt sich die Anspannung vor dem Treffen der OPEC+, das zum Wochenbeginn ansteht. Zwar gehen die meisten Analysten auch für das zweite Halbjahr 2019 von neuen Produktionslimits aus. Allerdings stellt sich die Frage, ob das Kartell und seine Alliierten das Förderniveau weiter kürzen oder nur die aktuelle Begrenzung verlängern. Zudem hatte Moskau in den vergangenen Wochen mehrfach angedeutet, dass es keinen höheren Ölpreis wolle. Saudi-Arabien dagegen muss dringend sein Staatssäckel füllen. CFD-Trader sollten also unbedingt die regelmäßigen Markt-Updates in diesem Segment im Auge behalten.

 

Das bringt der Tag
Gleiches gilt für Anleger, die sich an der Wall Street und im Dollar engagieren.
Heute Nachmittag laufen um 14.30 Uhr aus den USA die persönlichen Einkommen und Ausgaben im Mai ein.
Um 15.45 Uhr folgt der Chicago Einkaufsmanagerindex. Und um 16.00 Uhr meldet die Uni Michigan das Verbrauchervertrauen für Juni.

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades und ein sonniges Wochenende ohne Hitzschlag!

 

 

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